Redaktionstipp

Baugrundgutachten gibt Sicherheit bei Baukosten und Planung

Bodenverhältnisse entscheiden über Kellerkonstruktion und Kosten

Viele Bauherren sind zwar sehr gründlich, wenn es um die Lage des Grundstücks geht, ein entscheidender Punkt wird aber oft vergessen: die Bodenverhältnisse. Kenntnisse über die Beschaffenheit des Bodens sind aber wichtig, um die Kosten für den Hausbau seriös kalkulieren zu können und die Kellerkonstruktion richtig zu planen. Aufschluss und Sicherheit gibt ein Baugrundgutachten. Dieses sollte unbedingt vor Bauvertrags-Abschluss vorliegen.

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Die Bodenbeschaffenheit entscheidet wesentlich mit darüber, ob die Vorstellungen vom Haus im finanziellen Rahmen realisiert werden können. Ohne Baugrundgutachten sollten Bauherren deshalb nicht bauenFoto: aktion pro eigenheim

Der Boden eines Grundstücks ist entscheidend für die Gründung des Hauses. Je problematischer der Baugrund, um so teurer wird zum Beispiel der Keller. Deshalb verursacht das Thema Baugrund oft massive Kostensteigerungen beim Hausbau, wenn die Beschaffenheit des Bodens nicht vor Abschluss des Bauvertrags geklärt ist. Oft fehlt die Position "Aushub" sogar ganz im Bauvertrag oder ideale Bodenverhältnisse sind die Grundlage der Kalkulation. Damit geraten Bauherren gleich zu Beginn in eine Kostenfalle, eine aufwändige Mehrgründung kann mit einigen zehntausend Euro teuer zu Buche schlagen. Erst ein Baugrundgutachten gibt Sicherheit.

Baugrundgutachten sollte vor Abschluss des Bauvertrags vorliegen / Bodenklassen berücksichtigen
Realistische Kosten für den Aushub und die Kellerkonstruktion beziehungsweise Bodenplatte können erst nach Vorliegen des Baugrundgutachtens festgelegt werden. Deshalb sollten Bauherren darauf achten, das Baugrundgutachten vorher in Auftrag zu geben. Wichtig dabei sind die verschiedenen Bodenklassen, unterschieden werden sieben verschiedene Bodenklassen die der DIN 18300 definiert sind. Das reicht vom lockeren Mutterboden bis hin zu solidem Fels. Meistens wird in den Bauverträgen die Bodenklasse 3 angesetzt. Das sind laut Beschreibung leicht lösbare Bodenarten, nichtbindige bis schwach-bindige Sande und Kiese, also Böden, die sich problemlos mit dem Bagger ausheben, abtransportieren und anderweitig verwenden lassen. Lehm und Ton entsprechen den Bodenklassen 4 und 5, Fels der Bodenklasse 6.

Kosten für ein Baugrundgutachten
Je nach Aufwand fallen für ein Baugrundgutachten Kosten zwischen 500 und 1.000 Euro an. Das Geld ist gut investiert, denn es schützt Bauherren vor teuren Zusatzkosten. Erfahrungsgemäß liegen die Kosten für den Aushub des Kellers eines 80 Quadratmeter großen Hauses mit 300 Kubikmeter Aushubmasse bei Bodenklasse 4 bis 5 bei rund 9.000 Euro. Das entspricht rund 30 Euro pro Kubikmeter Aushubmasse. In anderen Regionen rangieren die Kosten für den Aushub zwischen 22 und 47 Euro pro Kubikmeter. 

 
 
 
Quelle: Verband privater Bauherren / aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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