Bauvertrag

Fachlicher Rat minimiert Risiken

Egal ob Fertighaus oder Architektenhaus – der Bauvertrag ist Grundlage für jedes Bauprojekt. Doch nur ein ausgewogener Bauvertrag schützt Bauherren vor Risiken. Deshalb sollten alle Verträge und Vereinbarungen rund um das Bauprojekt sorgfältig und möglichst mit anwaltlicher Hilfe überprüft werden.

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Foto: Deutscher Anwaltverein DAV

Bauvertrag
 
Das Geld in eine anwaltliche Beratung ist in Sachen Bauvertrag gut investiert und schützt vor Risiken und Zusatzkosten
Das Geld in eine anwaltliche Beratung ist in Sachen Bauvertrag gut investiert und schützt vor Risiken und ZusatzkostenFoto: Deutscher Anwaltverein DAV

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Anwaltliche Beratung beim Bauvertrag macht sich bezahlt
Ob Bauträger- oder Generalunternehmervertrag, Architekten- oder Handwerkervertrag – rechtliche Laien erkennen die Fallstricke in einem Bauvertrag nicht, während ein Experte auf einen Blick sieht, wo die Schwachstellen sind. Das Geld in eine anwaltliche Beratung ist in Sachen Bauvertrag gut investiert und schützt vor Risiken und Zusatzkosten. Alle Absprachen und Vereinbarungen mit dem Baupartner und die Sonderwünsche des Bauherrn sollten im Bauvertrag festgehalten werden.

Bau- und Leistungsbeschreibung ist Mittelpunkt des Bauvertrags
Herzstück des Bauvertrags ist die Bau- und Leistungsbeschreibung, in der Leistungsumfang, Baustoffe und Materialien, Ausstattung und Haustechnik detailliert und ausführlich beschrieben werden sollten. Auf unklare Standardformulierungen sollten sich Hausbesitzer nicht einlassen. Die "Mindestanforderungen an Bau- und Leistungsbeschreibungen für Ein- und Zweifamilienhäuser", herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sind zwar nicht gesetzlich festgeschrieben, sollten aber als Grundlage des Bauvertrags vereinbart werden.

Zahlungsplan regelt Höhe der Abschlagszahlungen
Weiterer wichtiger Bestandteil des Bauvertrags ist der Zahlungsplan. In ihm wird festgelegt, wann und in welcher Höhe Abschlagszahlungen zu leisten sind. Diese sollten sich nach dem tatsächlichen Baufortschritt richten und eine mängelfreie Leistung voraussetzen. Keinesfalls sollten Bauherren in Vorkasse gehen, denn sonst ist bei einer Insolvenz des Baupartners das Geld weg.

Zeitplan im Bauvertrag fixieren
Mindestens der Baubeginn und die Fertigstellung des Hauses sollten im Bauvertrag stehen, besser ist ein genauer Zeitplan mit einem detaillierten und chronologischen Bauablaufplan und präzisen Terminvereinbarungen. Nur wenn Baubeginn und verbindlicher Übergabetermin Bestandteil des Bauvertrags sind, können Bauherren bei Verzögerungen die entstehenden Miet- oder Hotelkosten beanspruchen. Hält die Baufirma Termine nicht ein, kann im Bauvertrag eine Vertragsstrafe vereinbart werden.

Herausgabe der Unterlagen und Gewährleistungsansprüche im Bauvertrag regeln
Bei Abschluss des Bauvertrages sollten Bauherren unbedingt darauf achten, dass kein Haftungsausschluss für Mängel vorgesehen ist. Die Länge der Gewährleistungszeit sollte auf die gesetzlich vorgesehenen fünf Jahre Gewährleistung für Bauwerke festgeschrieben sein. Darüber hinaus muss vereinbart werden, welche Unterlagen und technischen Nachweise nach der Bauabnahme übergeben werden. Dazu gehören:

  • Unterlagen für Baugenehmigung
  • Nachweise von Fachingenieuren (z.B. Statik, etc.)
  • Bescheinigungen für alle Gewerke über die fachgerechte mangelfreie Ausführung der Bauleistungen (Gewährsbescheinigung) 
  • Protokolle der bauaufsichtlichen Gebrauchsabnahme
  • Energieausweis
  • Schornsteinfegerabnahmeprotokoll 
  • Garantieurkunden für die Haustechnik (Elektro, Sanitär, Heizung, ggf. Lüftung, etc.), Bedienungsanleitungen 
  • Bestandszeichnungen der technischen Gebäudeausrüstung 
  • Nachweise über die Unbedenklichkeit verwendeter Baustoffe und Materialien 
  • Gebäudeeinmessung, zwischenzeitliches Baufluchtlinien- und ggf. Höhenattest des Vermessungsingenieurs je nach Landesrecht
  • Nachweis über Güte- oder Qualitätsüberwachungssysteme


Alle Nachweise wie Prüfzeugnisse, Zulassungsbescheide etc. müssen dem Bauherren beglaubigt oder im Original vorgelegt werden.


Quelle: aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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