Redaktionstipp

Wie viel Absicherung braucht die Baufinanzierung?

So bringt der Ernstfall die Familie nicht in Schwierigkeiten

Die Finanzierung des Eigenheims prägt oft einen Großteil des Lebens und sollte deshalb gut überlegt und genau geplant sein. Dazu gehört auch die Absicherung für den Ernstfall. Denn gibt es keine größeren Rücklagen, kann der Tod eines Partners zu großen Schwierigkeiten für die Familie führen. Doch wie sinnvoll sind Risikolebensversicherung, Restschuldversicherung und Absicherung gegen Arbeitslosigkeit?

Familie im SommerBild größer anzeigen
Damit die Familie im Ernstfall nicht in finanzielle Schwierigkeiten gerät, sollten Bauherreen über die Absicherung ihrer Baufinanzierung nachdenkenFoto: aktion pro eigenheim / Image Source

Risikolebensversicherung
Die Risikolebensversicherung ist eine beliebte Art der Absicherung. Sie zahlt im Falle des Todes eine bestimmte Summe an die Hinterbliebenen aus, mit der das Baudarlehen dann getilgt werden kann. Der Vorteil einer Risikolebensversicherung: Die Raten sind deutlich günstiger als bei einer Kapitallebensversicherung, da nur der Todesfall abgedeckt ist und kein Sparbetrag anfällt. Vor allem wenn die Bauherren jung, gesund und ohne weitere Risikofaktoren wie Rauchen oder Extremsport sind, kann die Risikolebensversicherung verhältnismäßig günstig abgeschlossen werden. Abgesichert werden bei einer jungen Familie am besten beide Elternteile. Um die Beiträge niedrig zu halten, kann die Todesfallsumme auch fallend vereinbart werden.

Restschuldversicherung
Alternativ zur Risikolebensversicherung kommt eine Restschuldversicherung in Frage. Dabei handelt es sich um eine Sonderform der Risikolebensversicherung. Eine Restschuldversicherung springt dann ein, wenn die Restsumme eines Darlehens wegen des Todes eines Ehepartners nicht weiter getilgt werden kann. Je nach Vertrag kann es vor allem für Eltern von kleinen Kindern auch sinnvoll sein, eine gemeinsame Police oder zwei einzelne Verträge abzuschließen, um den Partner finanziell abzusichern. Das Versicherungsunternehmen sichert den jeweils noch offenen Darlehensbetrag ab. Bauherren können wählen zwischen einer jährlichen Anpassung der Raten an den Tilgungsplan oder einem linear fallenden Versicherungsschutz. Bei der zweiten Möglichkeit können Deckungslücken entstehen, da die Restschuld nicht linear verläuft.

Absicherung gegen Arbeitslosigkeit
Am Markt gibt es viele weitere Möglichkeiten der Absicherung von zusätzlichen Risiken wie Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit. Der Nachteil bei vielen Verträgen ist, dass die Versicherung nur für die Raten im Rahmen der Zinsbindung aufkommt. Im Anschluss ist eine neue Versicherung notwendig, häufig zu schlechteren Konditionen. Auch die Absicherung bei Arbeitslosigkeit lohnt sich meistens nicht, denn die Leistungen fließen nur für einen begrenzten Zeitraum, in der Regel zwölf Monate. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung empfehlen Experten dagegen auf jeden Fall.

 
 
 
Quelle: Baufi 24 / aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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