Expertenwissen

Die besten Tipps für gesunde Baustoffe und Materialien

Baustoffe, Bodenbelag, Putze und Farben richtig auswählen

Unsere Welt ist voller Regeln, vom Durchmesser des Frühstückseis bis zur Einbahnstraße. Auch beim Bauen ist vom Brandschutz bis zum Grenzabstand alles geregelt. Wirklich alles? Ein wichtiger Bereich ist wider Erwarten noch frei: Die gesundheitliche Qualität der Raumluft in Gebäuden. Bei der Auswahl von "gesunden" Baustoffen müssen Bauherren selbst aktiv werden, damit das Traumhaus unbelastet von Schadstoffen ist. Hier die besten Tipps.

 
Baustoff-Auswahl für das gesunde Bauen und WohnenVideo: Sentinel Haus Institut
Kinder in Esszimmer
Bauherren sollten sich selbst um ihre Gesundheit und eine möglichst geringe Schadstoff-Belastung im Haus kümmern: Wohngesunde Baustoffe und Materialien sind kaum teurer als herkömmliche ProdukteFoto: Sentinel Haus Institut (SHI)

Schlechte, mit Schadstoffen belastete Luft im Haus kann im schlimmsten Fall krank machen. Die Auswahl wohngesunder Baustoffe ist zwar mit etwas Arbeit verbunden, dafür aber kaum teurer, als ungeprüfte Produkte einzusetzen.

Gesunde Baustoffe und Materialien richtig auswählen

  • Baustoffe: Anorganische Baustoffe wie Ziegel, Kalk- oder Gipsputze und Betonsteine belasten die Raumluft in der Regel nicht. Ihre Fähigkeit, Schadstoffe und Feuchtigkeit aufzunehmen, kann sogar eine positive Wirkung auf die Raumluftqualität haben. Kommt Holz als Baumaterial zum Einsatz, sollten Bauherren darauf achten, dass kein Holzschutzmittel oder Flammschutzmittel enthalten ist.
  • Bodenbelag: Bauherren sollten nur Produkte einsetzen, die keine organischen Lösungsmittel enthalten, bei den Klebern für Bodenbelag orientieren sie sich am besten am EMICODE EC1plus Zeichen. Bei Holzböden ist eine offenporige Imprägnierung mit wasserlöslichen Pflanzenharzen und -ölen positiv. In Eingangsbereich, Küche und Bad kommen am besten Fliesen oder Natursteine zum Einsatz. Ist ein Teppich als Bodenbelag vorgesehen, kann dieser auch verspannt statt verklebt werden.
  • Putze und Farben für Wand und Decke: Die Oberflächen von Wänden und Decken sollten nach Möglichkeit ausgleichend und regulierend auf Luftfeuchtigkeit und Geruchsstoffe wirken. Deshalb sollten Anstriche Wasserdampf aufnehmen und abgeben können. Bewährt haben sich diffusionsoffene Anstriche aus Naturstoffen wie Kalk oder Lehm. Sie unterstützen ein gutes Raumklima. Mineralische Wandfarben wie Silikatfarben sind ebenfalls eine gute Lösung. Sollen Tapeten an die Wände, sind Papiertapeten die bessere Wahl, weil Vinyl-Tapeten zum Beispiel Weichmacher enthalten.
  • Farben und Lacke: Bei Lacken, Lasuren und Imprägnierungen sind lösungsmittelfreie Produkte erste Wahl. Oberstes Gebot nach dem Aufbringen: gründlich lüften!

Orientierungshilfen für die Baustoffauswahl / Diese Gütezeichen sind aussagekräftig
Leider bieten nur sehr wenige, wirklich industrieunabhängige, inhaltlich "strenge" Produktlabels ausreichende Sicherheit für eine umfassende wohngesundheitlich optimierte Beratung - und dies mittels transparenter (veröffentlichter) Kriterien. Orientierung bieten die Gütezeichen vom eco Institut Köln, natureplus und Eurofins. Handwerker sollten darüber hinaus "verpflichtet" werden, möglichst staubarm zu arbeiten, und ebenfalls vorher alle verwendeten Produkte zu benennen; auch bei Reinigungsmaßnahmen sollten Bauherren auf besonders emissionsreiche Produkte (meist auch am Geruch erkenntlich) verzichten.

 
 
 
Quelle: Sentinel Haus Institut (SHI) / aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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