Expertenwissen

Licht und Farbe gezielt für gesundes Wohnen einsetzen

Erkenntnisse der Farbpsychologie sorgen für Wohnlichkeit

Licht und Farbe werden schon von vielen Innenarchitekten als wesentliches Planungselement berücksichtigt. Doch wie ist es mit der Bedeutung von Licht und Farbe im Hinblick auf die Wohngesundheit? Josef Spritzendorfer, Experte für Baustoffe und Wohngesundheit, erklärt Bauherren, wie sie mit neuesten Erkenntnissen aus der Farbpsychologie und zur Wirkung des Lichts gesund bauen und wohnen können.

Sideboard mit roter LED-BeleuchtungBild größer anzeigen
Dank LED-Technologie kann farbiges Licht optimal zur Stimmungsbeleuchtung eingesetzt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lichtquellen strahlen LED in beeindruckenden, satten Farben mit einer enormen EffizienzFoto: OSRAM AG
Leseecke mit LED-BeleuchtungBild größer anzeigen
Beleuchtung zum Lesen: Eine moderne LED-Beleuchtung bringt gesundheitliche Vorteile und spart EnergieFoto: OSRAM AG

Die Bedeutung von Farben auf die Psyche und damit das persönliche Wohlbefinden ist bereits seit vielen Jahren bekannt. Diese Erkenntnisse der Farbpsychologie werden zunehmend nicht nur für Büros und Arbeitsräume, sondern auch im privaten Hausbau für die Innenraumgestaltung eingesetzt. So schaffen beispielsweise sanfte, belebende Farben eine ruhige und einladende Atmosphäre.

Moderne Leuchtmittel bringen Energieeinsparung und gesundheitliche Vorteile
Weniger berücksichtigt wird aber oft noch die Bedeutung des Lichts, obwohl gerade das Licht nicht nur einen psychologischen, sondern auch nachweisbar biologische Effekte hat. Die praktische Umsetzung umfangreicher Forschungsarbeiten unter anderem der beiden Marktführer Osram und Philips hat in den letzten Jahren vor allem in Schulen und an Arbeitsplätzen drei wesentliche Wirkungen von richtiger Beleuchtung nachgewiesen:

  • Optimierung der Informationsverarbeitung im Gehirn in Form von Aktivierung, Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Verbesserung der Reaktionsfähigkeit
  • Wohlbefinden durch Stimmungsaufhellung, Stabilisierung des Rhythmus, Rückgang von Depressionen und positive Einschätzung eigener Leistungsfähigkeit
  • und nicht zuletzt dadurch auch eine verkürzte Einschlafphase und mehr Tiefschlaf.

Neue Erkenntnisse bei der Planung der Beleuchtung nutzen
Diese Forschungsergebnisse können private Bauherren auch bei der Planung ihres Beleuchtungskonzepts nutzen. Experten empfehlen eine flächige Lichtverteilung und - angepasst an die medizinischen Erkenntnisse der Positionierung von Rezeptoren im menschlichen Auge - eine höhere Beleuchtungsstärke an der Decke und der oberen Wand. Inzwischen wurden auch wissenschaftlich optimierte Licht-Steuerungssysteme entwickelt, die die Beleuchtungsstärke nicht nur an die Tageszeit (und damit an den menschlichen Aktivitätsrhythmus) anpassen. Eine Orientierung der Lichtsteuerung erfolgt zudem auch an witterungs- und jahreszeitlichen Gegebenheiten. Entscheidend für die "gesundheitliche" Bewertung ist vor allem das Farbspektrum der eingesetzten Leuchtmittel - hier entscheidet unter anderem vor allem der Blauanteil -, die erzielbare Lichtverteilung und das Timing (richtiges Licht zur richtigen Zeit).

Moderne Leuchtmittel aus dem Bereich des LED-Sortimentes gibt es inzwischen für alle Anwendungsbereiche. Sie bringen neben den genannten gesundheitlichen Vorteilen vor allem aber auch eine enorme Energieeinsparung und rechtfertigen damit zusätzlich die höheren Anschaffungskosten entsprechender Beleuchtungskonzepte.

 
 
 
Quelle: Josef Spritzendorfer / www.sentinel-haus-stiftung.eu
 
 
 
 

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