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Keller-Abdichtung: Schwarze Wanne oder weiße Wanne?

So landet garantiert kein Grundwasser im Keller

Bei Häusern auf kleinen Grundstücken liegen die erforderlichen frostsicheren Nebenräume meistens im Keller. Hier ist deshalb besonders wichtig, dass auf keinen Fall Grundwasser im Keller landet. Dagegen hilft eine Keller-Abdichtung. Experten unterscheiden zwischen einer "weißen Wanne" und einer "schwarzen Wanne".

Rohbau mit Keller: schwarze WanneBild größer anzeigen
Die zusätzliche Bitumen-Schicht verleiht der schwarzen Wanne ihren Namen. Die Alternative bei der Keller-Abdichtung ist die weiße WanneFoto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Damit Keller auch bei hohem Grundwasser trocken sind, müssen sie wie eine "Wanne" wirken, die im Extremfall "schwimmen" könnte. Schwachstellen können sich Bauherren gerade bei Wohnkellern nicht erlauben.

Schwarze Wanne oder weiße Wanne?
Weil Keller aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) keine zusätzliche schwarze Abdichtung benötigen, nennt man sie "weiße Wanne". Sind die Wände und Bodenplatte nicht wasserdicht, braucht der Keller eine zusätzliche Außenabdichtung. Wegen dieser Abdichtung aus schwarzen Bitumenbahnen, kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen oder Polyäthylen bezeichnet man diese Keller als "schwarze Wanne".

Keller-Abdichtung: Kein Raum für Schwachstellen
Egal ob der Keller aus Fertigteilen besteht oder auf der Baustelle gegossen wird, die Abdichtung muss lückenlos und absolut dicht sein. Nur so kann auf Dauer gewährleistet werden, dass kein Grundwasser in den Keller eindringt. Bei "weißen Wannen" muss die Fuge zwischen Wand und Kellersohle besonders sorgfältig ausgeführt sein, zum Beispiel mit Fugenbändern. Auch durch die Kellerwand geführte Leitungen und Rohre für Gas, Wasser, Strom, TV können eine Schwachstelle sein. Am sichersten und langlebigsten liegen sie in integrierten Rohreinführungssystemen. Bei ihnen umschließen eng anliegende Gummidichtungen die Rohre und Leitungen. Selbst bei Erd- oder Bauwerksbewegungen kann kein Grundwasser in den Keller eindringen.

Fenster und Lichtschächte müssen wasserdicht sein
Damit kein Wasser über die Fenster in den Keller fließt, braucht der Keller wasserdichte Lichtschächte. Diese sind extrem dicht an die Kellerwand angeschlossen. Ihr Abfluss hat ein Ventil, das sich bei steigendem Wasserstand automatisch schließt. Eine Alternative sind - seit kurzem am Markt erhältliche - wasserdichte Kellerfenster. Zudem gilt: Kann das Grundwasser höher als der Kellerboden steigen, sollten die Bodenabflüsse durch ein Rückstauventil gesichert sein. Diese sogenannten Rückstausicherungen verhindern, dass Abwässer in den Keller dringen, wenn die Kanäle des öffentlichen Kanalnetzes die Wassermassen nicht mehr aufnehmen können. Auf einen außenliegenden Kellerzugang sollten Bauherren in grundwassergefährdeten Regionen verzichten.

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Quelle: aktion pro eigenheim / Pro Keller e.V.
 
 
 
 

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