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Welche Heizung kommt ins Eigenheim?

Diese Heizsysteme sorgen energieeffizient und günstig für Wärme

Seit Anfang 2016 ist die Energieeinsparverordnung (EnEV) für Neubauten strenger, so muss der Primärenergiebedarf 25 Prozent unter dem bisherigen Grenzwert liegt. Das hat auch Auswirkungen auf die Haustechnik und Bauherren fragen: Welche Heizung darf noch ins Eigenheim und sorgt zudem günstig für Wärme und Warmwasser? Ein Heizkostenvergleich für den Neubau bietet Orientierung.

Außeneinheit einer Wärmepumpe im NeubauBild größer anzeigen
Welche Heizung tatsächlich ins Eigenheim kommt, ist eine individuelle Entscheidung. Hier die Außeneinheit einer WärmepumpeFoto: Intelligent heizen/VdZ

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat die Jahresgesamtkosten von insgesamt 51 Heizsystemen in fünf Gebäudevarianten untersucht und gegenübergestellt. Der daraus entstandene "BDEW-Heizkostenvergleich Neubau 2016" zeigt, dass es auch unter den strengeren Anforderungen der EnEV wirtschaftlich attraktive Heizungsmöglichkeiten gibt. Alle untersuchten Anlagenvarianten erfüllen die seit Jahresbeginn verschärften Grenzwerte der EnEV 2016 sowie die Anforderungen an das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG).

Fünf Energiestandards und Hausvarianten im Vergleich
Verglichen wurden Heizsysteme für ein typisches Einfamilienhaus und für ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen. Für das Einfamilienhaus wurden drei unterschiedliche Baustandards betrachtet: EnEV-Mindestwärmeschutz, ein typischer baulicher Wärmeschutz (in Anlehnung an den vormaligen Standard eines KfW-Effizienzhaus 70) und ein Wärmeschutz entsprechend der KfW-Anforderungen an ein Effizienzhaus 55. Für das Mehrfamilienhaus wurden zwei unterschiedliche Baustandards betrachtet: EnEV-Mindestwärmeschutz und ein typischer baulicher Wärmeschutz.

Das Ergebnis: Günstige Heizkosten mit verschiedenen Systemem
Das Ergebnis der Untersuchung: Gasheizung mit Brennwerttechnik, elektrische Wärmepumpe und Fernwärme erfüllen die neuen Anforderungen des EnEV-Mindeststandards bis zu effizienten KfW-Effizienzhäusern 55 zu wirtschaftlich annähernd vergleichbaren Kosten. Die Beispielrechnungen bestätigen zum Beispiel eine Gasheizung mit Brennwerttechnik in Kombination mit Solarthermie als ein wirtschaftliches Heizungssystem für den Neubau. Auch die Wärmepumpe hat zu den anderen Systemen wirtschaftlich aufgeschlossen. Im Vergleich der Jahresgesamtkosten kann sie vor allem bei höheren Wärmedämmstandards profitieren. Zudem sinken die Investitionskosten für Wärmepumpen durch sinkende Heizlast und kostengünstigere Split-Geräte. Der Heizkosten-Vergleich zeigt auch, dass Photovoltaik-Anlagen die verbrauchsgebundenen Kosten reduzieren. Insgesamt haben sie aber wegen der gleichzeitig erforderlichen höheren Investitionen nur geringen Einfluss auf die Jahresgesamtkosten. Auch Fernwärme-Systeme können die neuen Anforderungen erfüllen und sind eine wirtschaftlich konkurrenzfähige Lösung.

Heizung und Haustechnik werden immer komplexer
Insgesamt nimmt die Komplexität der Haustechnik durch die Anforderungen von EnEV, EEWärmeG und TrinkwasserVO immer mehr zu. Weil der Energieverbrauch sinkt, wächst andererseits der Einfluss der höheren Investitionskosten auf die ermittelten Jahresgesamtkosten. Weil weitgehend luftdichte Neubauten künftig fast nur noch mit einer automatischen Wohnungslüftung betrieben werden können, wurde bei allen Vergleichsvarianten eine Lüftungsanlage berücksichtigt.

Für Auswahl richtiger Heizung ist individuelle Beratung nötig
Welche Heizung nun ins Eigenheim kommt und am effizientesten für Wärme sorgt, ist eine individuelle Entscheidung - abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und der Hausplanung. Den "BDEW-Heizkostenvergleich Neubau 2016" (PDF, etwa 3,9 MB) können Bauherren aber zur Information und Orientierung nutzen. 

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Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)
 
 
 
 

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