Redaktionstipp

Smart Meter: Den Energieverbrauch immer im Blick

Intelligente Stromzähler sollen beim Sparen helfen

Bei den Strompreisen liegen die Deutschen in Europa leider an der Spitze. Was liegt da näher, als auf den Stromverbrauch zu achten?! Doch wie behält man den im Blick? Nachdem in der Haustechnik schon viele intelligente Geräte im Einsatz sind, fehlt nur noch eine smarte Alternative zum traditionellen Ferraris-Zähler. Mit einem Smart Meter können Bauherren ihren Energieverbrauch in Echtzeit kontrollieren.

Smart Meter: Elektronischer StromzählerBild größer anzeigen
Smart Meter: Die intelligenten Stromzähler erfassen alle Verbrauchsdaten elektronisch – und lassen damit auch mehr Rückschlüsse auf den Stromverbrauch zuFoto: fotolia.de © Christian Delbert

Was ist ein Smart Meter?
Während viele Bereiche des Alltags mit intelligenter Technik schon lange leichter von der Hand gehen und sich immer mehr Bauherren für ein so genanntes Smarthome interessieren, gibt in den meisten Zählerschränken noch analoge Technik den Ton an: Der bekannte Ferraris-Zähler addiert verbrauchte Kilowattstunden über einen Drehzähler, der Verbrauch wird einmal jährlich abgelesen. Anders die digitalen Zähler, Smart Meter genannt. Die intelligenten Stromzähler erfassen alle Verbrauchsdaten elektronisch – und lassen damit auch mehr Rückschlüsse auf den Stromverbrauch zu: Verbrauchsspitzen im Tagesverlauf, saisonale Schwankungen, der Verbrauch einzelner Geräte - all diese Daten können bei einem Smart Meter abgelesen werden, so dass die Nutzer deutlich mehr Informationen zu ihrem Stromverbrauch erhalten und damit auch mehr Ansatzpunkte für gezieltes Stromsparen haben. Grundsätzlich sind Smart Meter auch die Voraussetzung dafür, dass Stromversorger unterschiedliche Tarife je nach Tageszeit und verfügbarer Strommenge anbieten können.

Strom sparen mit aktuellen Verbrauchsdaten
Die Idee hinter dem Smart Meter ist die: Wer genau sieht, wieviel Strom die Waschmaschine verbraucht und dass dieser Strom abends günstiger ist, wird die nächste Ladung Wäsche sicher lieber am Abend laufen lassen. Oder sich einen energieeffizienteren Kühlschrank zulegen. Wenn alle Verbrauchsdaten für den Nutzer einsehbar sind, können täglich Routinen überprüft und damit auch Stromkosten eingespart werden. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass so fünf bis zehn Prozent Energie gespart werden können, für eine vierköpfige Familie bedeutet das jährlich 50 bis 90 Euro. Aber: Auch die Kosten für den Betrieb der Smart Meter werden wohl höher sein als bei den bisherigen Zählern und auch der Zähler selbst benötigt Strom für den Betrieb - es kann also gut sein, dass die Einsparung am Ende gar nicht so groß ist.

Datenschutz bei Smart Metern nicht vernachlässigen
Es ist also wie so oft kompliziert. Um wirklich Strom zu sparen, müssen Verbraucher die Smart Meter-Daten interpretieren, richtige Schlüsse daraus ziehen und ihr Nutzerverhalten ändern. Das Sparen geht also nicht von allein, sondern muss aktiv angegangen werden. Ein oft angebrachter Kritikpunkt ist zudem der Datenschutz bei Smart Metern. Denn nicht nur die Bewohner erhalten die Verbrauchsdaten in Echtzeit, sondern auch der Energieversorger. So sind zum Beispiel anhand des Stromverbrauchs Rückschlüsse auf die Lebensgewohnheiten und die Anwesenheit der Bewohner möglich. Deshalb raten Verbraucherzentralen zu hohen Standards bei den Energieversorgern und dazu, dass die Datenhoheit bei den Nutzern liegt. Bauherren, die sich für ein Smart Meter interessieren, sollten darauf achten, dass die Verbrauchsdaten möglichst nur einmal täglich erhoben und weitergeleitet werden, um ihre Privatsphäre zu schützen.

 
 
 
Quelle: aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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