17.09.2015

Höhere Energiestandards: EnEV verändert Bauen ab 2016

Die wichtigsten Fragen & Antworten - das müssen Bauherren wissen

Alle Bauherren, die jetzt ihren Hausbau planen, sollten dieses Datum im Blick haben: Ab dem 1. Januar 2016 ändern sich die gesetzlichen Anforderungen an Neubauten. Um 25 Prozent werden dann die Zielwerte der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) reduziert. Die wichtigsten Fragen und Antworten, was sich für Bauherren ändert und was beachtet werden muss, haben wir hier zusammengefasst.

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Das Niedrigstenergiehaus soll zum Standard werden. Deshalb verschärft die Energieeinsparverordnung (EnEV) ab 2016 die Vorgaben für NeubautenFoto: Bausparkasse Schwäbisch Hall

Für wen gelten die schärferen Anforderungen der EnEV?

Die neuen Regelungen in der EnEV gelten für alle Neubauten. Alle Bauherren, die ihren Bauantrag ab dem 1.1.2016 bei der Baubehörde einreichen beziehungsweise dann Bauanzeige erstatten, müssen die neuen EnEV-Anforderungen erfüllen.

Kann ich die Regelungen der EnEV umgehen?

Wer seinen Bauantrag oder die Bauanzeige noch bis Ende 2015 stellt, darf nach den "alten" EnEV-Vorgaben bauen.

Was bedeutet die Verschärfung für Neubauten ab 2016?

Für Neubauten gilt ab dem 1. Januar 2016: Der Primärenergiebedarf für die Haustechnik muss um 25 Prozent sinken, der Wärmeschutz der Gebäudehülle um 20 Prozent steigen. Konkret bedeutet das für Bauherren, dass effizientere Haustechnik (Heizung, Lüftung etc.) zum Einsatz kommen muss und Fenster, Außenwände, Dach und Decken besser gedämmt werden.

Kann ich immer noch frei entscheiden, welche Heiztechnik eingesetzt werden soll?

Im Grunde können sich Bauherren immer noch frei entscheiden, welche Heizung ihr Haus bekommen soll. In der Praxis werden aber manche Heizsysteme vermutlich seltener eingesetzt werden. So müssen die Nachteile von fossilen Brennstoffen (Ölheizung oder Gasheizung) durch eine bessere Dämmung ausgeglichen werden, was den Hausbau verteuert. Viele Bauherren werden dann wahrscheinlich gleich auf Heizsysteme auf Basis Erneuerbarer Energien ausweichen, wie zum Beispiel eine Wärmepumpe oder Solarkollektoren. Bauherren können sich aber von ihrem Architekten oder Fertighaushersteller verschiedene Alternativen durchrechnen lassen und sich dann für die effizienteste und wirtschaftlichste Variante entscheiden.

Werden sich die Baukosten durch die EnEV ab 2016 verteuern?

Das lässt sich pauschal kaum beantworten. Die Nachfrage nach besonders energieeffizienten Produkten wird steigen, das kann sich auch auf die Preise auswirken. Sparsame Haustechnik und eine effiziente Dämmung werden noch wichtiger werden, das heißt Bauherren müssen sich gut informieren. Grundsätzlich ist die EnEV technologieoffen gestaltet, es ist also keine bestimmte Technik vorgeschrieben und Bauherren können selbst wählen, wie die Standards erfüllt werden. Steigende Baukosten müssen also nicht sein, wenn geschickt geplant wird. Bauherren sollten sich unbedingt über verschiedene Möglichkeiten bei der Haustechnik und Dämmung beraten lassen! Für eine Entlastung bei den Baukosten sorgt unter anderem die KfW-Förderung.

 
 
 
Quelle: aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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