23.06.2021
 

Vorteile des Bausparens werden oft unterschätzt

Bausparvertrag ist sinnvolle Ergänzung zu Baufinanzierung

Hohe Gebühren, mickrige Sparzinsen - ist Bausparen da überhaupt noch attraktiv? Und ob, bestätigt Stiftung Warentest nach einem Test mit allen Bausparkassen, Bausparen ist besser als sein Ruf! Denn oft werden Vorteile wie günstige Kleindarlehen für eine Modernisierung und flexible Sondertilgungen übersehen.

Haus auf EuromünzenBild größer anzeigen

Selbst bei niedrigem Zinsniveau kann ein Bausparvertrag eine sinnvolle Ergänzung einer Immobilienfinanzierung sein

Foto: aktion pro eigenheim

Bausparkassen verlangen für ihre Bauspardarlehen meistens 1,5 bis 2,5 Prozent Zinsen. Weil viele Banken Immobilienkredite schon ab Zinssätzen unter 1 Prozent anbieten, halten viele einen Bausparvertrag inzwischen für nutzlos. Dabei werden die Vorteile des Bausparens oft unterschätzt: Die Verträge bieten Zinssicherheit, werden vom Staat gefördert, ermöglichen auch günstige Kleindarlehen für eine Modernisierung und flexible Sondertilgungen. Selbst wenn die Zinsen in Zukunft niedrig bleiben, kann ein Bausparvertrag eine sinnvolle Ergänzung einer Immobilienfinanzierung sein. Je nach Anteilshöhe des Bankdarlehens am Immobilienwert kann dieses zu einem günstigeren Zins aufgenommen werden.

Bei Anspruch auf Wohnungsbauprämie ist kleiner Bausparvertrag immer sinnvoll

Allgemein sollte die Bausparsumme nicht höher sein als 20 bis 40 Prozent des Kaufpreises einer Immobilie, raten die Experten von Finanztest. Höhere Summen schränken den finanziellen Spielraum zu sehr ein. Wer Anspruch auf die Wohnungsbauprämie hat, für den ist zumindest ein kleiner Vertrag immer sinnvoll.

Den einen Bauspartarif gibt es nicht
Einziger Minuspunkt: Bausparen ist ein kompliziertes Produkt. Ein attraktiver Darlehenszinssatz sagt zum Beispiel noch nichts darüber aus, ob ein Bausparvertrag wirklich günstig ist. Finanztest hat in fünf Modellfällen für den Kauf und die Modernisierung einer Immobilie aus den aktuellen Tarifen der Bausparkassen die jeweils 10 günstigsten ermittelt. Einen Bauspartarif, der für alle optimal ist, gibt es nicht. Je nach Modellfall stehen im Test unterschiedliche Tarife in den Top Ten. In den drei Spitzenplätzen finden sich überwiegend nur vier Bausparkassen wieder: LBS Saar, BHW, Signal Iduna und Schwäbisch Hall.

Der detaillierte Test kann unter www.test.de/bausparvertrag abgerufen werden. Er findet sich auch in der Zeitschrift Finanztest Juli 2021. Eine individuelle Berechnung der besten Tarife ermöglicht der Rechner unter www.test.de/bausparrechner.

 
 
 
 
Quelle: Stiftung Warentest
 
 
 
 

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  •  
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