24.09.2021

Immobilienpreise: Stärkster Preisanstieg seit 20 Jahren

Selbst in ländlichen Regionen explodieren die Preise

Der Häuserpreisindex zeigt steil nach oben: Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im 2. Quartal 2021 um durchschnittlich 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Das ist der größte Preisanstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000! Nach den aktuellen Auswertungen des Statistischen Bundesamtes haben sich Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser gegenüber dem Vorquartal im Schnitt um 3,7 Prozent verteuert.

Häuserpreisindex 2000 bis 2020Bild größer anzeigen

Der Häuserpreisindex zeigt bei den Immobilienpreisen den stärksten Preisanstieg seit 20 Jahren

Foto: Statistisches Bundesamt

Egal ob Stadt oder Land - es wird immer teurer
Die Preise stiegen sowohl in den Städten als auch in ländlichen Regionen deutlich an. Ein besonders starker Anstieg wurde erneut in den TOP 7 Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf) beobachtet: So erhöhten sich die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser in den sieben Metropolen um 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, Eigentumswohnungen verteuerten sich um 12,9 Prozent. In den anderen kreisfreien Großstädten stiegen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 11,9 Prozent, Eigentumswohnungen kosteten 10,5 Prozent mehr als im 2. Quartal 2020.

Ähnlich starke Preissteigerungen zeigten sich auch in dünn besiedelten ländlichen Kreisen: Dort verteuerten sich Häuser um 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, Wohnungen um 9,2 Prozent.

Rekordpreise auch beim Bauland

Auch Bauland war in Deutschland noch nie so teuer wie aktuell: Das Statistische Bundesamt gab für 2020 für einen Quadratmeter baureifes Land durchschnittliche Kosten von 199 Euro bekannt. Im Jahr 2010 hatte der Quadratmeterpreis noch bei 130 Euro gelegen. Je nach Bundesland und Gemeindegröße zeigt sich dabei ein erhebliches Preisgefälle: So zahlten Grundstückskäufer in den Flächenländern Bayern und in Baden-Württemberg im Jahr 2020 mit 349 beziehungsweise 245 Euro besonders viel für einen Quadratmeter Bauland. In Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern wurde nur ein Bruchteil dieses Betrags fällig: Hier lagen die Preise zwischen 46 und 63 Euro.

Preise in Städten ab 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern besonders hoch
Grundsätzlich steigen die durchschnittlichen Kaufwerte mit der Gemeindegröße. In Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnerinnen und Einwohnern kostete ein Quadratmeter Bauland 2020 im Schnitt 71 Euro. In den 14 größten Städten mit mindestens 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mussten Käuferinnen und Käufer mit durchschnittlich 1.213 Euro das 17-Fache bezahlen.

 
 
 
Quelle: Statistisches Bundesamt
 
 
 
 

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