18.03.2020
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Bei Wahl der Heizung auch an künftige Heizkosten denken

CO2-Preis verteuert das Heizen mit Gas und Öl

Ab 2021 steigen die Heizkosten durch den CO2-Preis, betroffen davon sind Gebäude mit Gasheizung und Ölheizung. Das sollten Bauherren bei der Wahl des künftigen Heizsystems unbedingt im Hinterkopf behalten und auf einen möglich hohen Anteil erneuerbarer Energien achten. Denn für Nutzer erneuerbarer Energien wird es keine höheren Heizkosten geben - so können Bauherren die künftigen Betriebskosten mit der richtigen Heizung klein halten.

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Die Wahl des Heizsystems hat Einfluss auf die künftigen Heizkosten

Foto: co2online

Keine Mehrkosten für erneuerbare Energien und Wärmepumpe
Da der von der Bundesregierung ab 2021 eingeführte CO2-Preis eine Abgabe beim Handel mit fossilen Energieträgern ist, wirkt er sich unterschiedlich aus und ist abhängig von der Art der Heizung und der Höhe des Energieverbrauchs. Wer ausschließlich erneuerbare Energien nutzt, wie mit einer Holzheizung, Pelletheizung, Wärmepumpe oder Solaranlage, muss keine höheren Heizkosten befürchten. Deutlich teurer wird das Heizen dagegen für Bewohner mit Gasheizung und Ölheizung.

Beispiel für die künftigen Heizkosten in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus
Geschätzte Heizkosten ab 2021: Zu Beginn beträgt der CO2-Preis 25 Euro pro Tonne CO2. In der 70 Quadratmeter großen Beispielwohnung im Mehrfamilienhaus mit Gasheizung steigen die jährlichen Heizkosten damit im Schnitt um 65 Euro. In Häusern mit Ölheizung werden Bewohner 85 Euro mehr zahlen, bei Fernwärme 40 Euro.

Geschätzte Heizkosten ab 2025: Im Jahr 2025 soll der CO2-Preis bei 55 Euro liegen. Entsprechend erhöhen sich die Heizkosten weiter. In der Beispielwohnung mit Gasheizung werden es 140 Euro mehr sein, bei einer Ölheizung 185 Euro, bei Fernwärme 95 Euro. Im Vergleich zu den Heizkosten 2018 ist das eine Steigerung von rund 20 Prozent (Erdgas), 22 Prozent (Heizöl) beziehungsweise 11 Prozent (Fernwärme).

Worauf sollten Bauherren bei der Heizung achten?
Die Wärmepumpe ist schon jetzt die beliebteste Heizung im Neubau, Eigentümer müssten hier auch keine steigenden Heizkosten befürchten. Wer die Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage kombiniert, ist maximal unabhängig und kann sich über günstige Betriebskosten freuen. Ebenso ist eine Kombination mit einem Kaminofen möglich. Auch wer auf eine Holzheizung oder Pelletheizung setzt, am besten kombiniert mit einer Solaranlage, ist vom CO2-Preis nicht betroffen.

Anders sieht es bei der zweitbeliebtesten Heizung im Neubau aus - der Gasheizung. Sie wird derzeit noch in rund 41 Prozent der Neubauten eingebaut. Wer jetzt auf eine Gasheizung setzt, muss künftig mit steigenden Heizkosten rechnen. Gibt es keine andere Möglichkeit, sollten unbedingt erneuerbare Energien - auch über die gesetzliche Pflicht hinaus - dazu kombiniert werden, um die künftigen Betriebskosten im Rahmen zu halten.

Worauf sollten Käufer einer Bestandsimmobilie bei der Heizung achten?
Wer eine gebrauchte Immobilie erwirbt, kann selten ein modernes Heizsystem erwarten. Ist die vorhandene Heizung schon in die Jahre gekommen, lohnt sich auf jeden Fall eine Erneuerung der Heizung - das BAFA und die KfW stellen hohe Zuschüsse und günstige Kredite dafür bereit. Welche Heizung künftig die Betriebskosten niedrig hält, hängt dann auch davon ab, welche Sanierungsmaßnahmen darüber hinaus durchgeführt werden. In einem sanierten und gut gedämmten Altbau rechnet sich eine Wärmepumpe. In noch weitgehend unsanierten Altbauten kann eine Hybridheizung - also die Kombination verschiedener Wärmeerzeuger - eine gute Lösung sein, Klassiker ist hier zum Beispiel die Kombination aus Gasheizung und Solarthermie, auch eine Pelletheizung kombiniert mit Solarthermie oder Photovoltaik ist eine gute Option. Welche Heizung optimal für die jeweilige Immobilie ist, kann im Gespräch mit einem Energieberater ausgelotet werden.

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Quelle: aktion pro eigenheim / co2online
 
 
 
 

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