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Elektrische Flächenheizung als vollwertiges Heizsystem im Neubau

Vorgaben von GEG und KfW erfüllen mit eigenem Solarstrom

Im Neubau gehört die Flächenheizung - ob in Fußboden, Wand oder Decke - zum Standard. Doch wie sind die Rahmenbedingungen für eine elektrische Flächenheizung? Durch das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG 2020) ist die Anrechnung gesetzlich geregelt. Wer eigenen Photovoltaik-Strom nutzt, kann die gesetzlichen Vorgaben und die technischen Mindestanforderungen für die Effizienzhaus-Förderung auch mit einer elektrischen Flächenheizung erfüllen.

Elektrische Flächenheizung im NeubauBild größer anzeigen

In Kombination mit eigenem Solarstrom ist eine elektrische Flächenheizung im Neubau auch wirtschaftlich attraktiv

Foto: Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V.
Tabelle elektrische Flächenheizung NeubauBild größer anzeigen

Beispiel Einfamilienhaus: Diese KfW-Niveaus können mit elektrischer Flächenheizung, Photovoltaik und Lüftungsanlage erreicht werden

Foto: Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V.

Der Vorteil einer Flächenheizung
Die Strahlungswärme einer Flächenheizung wird als besonders behaglich empfunden, dadurch kann die Raumlufttemperatur um bis zu 2 °C bei gleichem Wohlbefinden verringert werden. Damit ergibt sich ein weiterer Vorteil, denn jedes Grad °C weniger spart rund sechs Prozent Energie und damit bares Geld. Aufgrund der immer stärkeren Verringerung des Heizbedarfs bei Neubauten durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlebt die elektrische Flächenheizung einen Aufschwung, denn sie kann ökologisch vorteilhaft mit selbst erzeugtem Solarstrom betrieben werden.  

Gebäudeenergiegesetz (GEG) regelt Anrechnung
Durch das GEG ist die Anrechnung gesetzlich geregelt. Damit kann die Kombination von Gebäudehülle und Anlagentechnik gefördert werden: Mit einer elektrischen Flächenheizung in Verbindung mit Photovoltaik-Strom und einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung ist die Erfüllung der primärenergetischen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes und auch die von KfW-Effizienzhäusern möglich und wirtschaftlich attraktiv. Die Kombination der Haustechnik zu einem Gesamtheizsystem ermöglicht die Erreichung des Standards KfW 55, KfW 40 und mit einem zusätzlichen Solarstromspeicher sogar KfW 40-Plus. Belegt wird das unter anderem durch eine wissenschaftliche Studie des ITG Dresden.

Für die Vollheizung mit einer elektrischen Flächenheizung gibt es im Gebäudeenergiegesetz (GEG 2020) eine neue Regelung, wie selbst erzeugter Strom aus Photovoltaik angerechnet werden kann. Beschrieben sind die Bedingungen in §23 GEG: In Kombination mit einer elektrischen Direktheizung sieht das GEG in §23 Abs. 4 die Anrechenbarkeit nach dem Monatsbilanzverfahren gemäß DIN V 18599-9: 2018-09 vor. Das bedeutet, dass eine elektrische Flächenheizung im Niedrigenergiehaus als vollwertige Alternative zu gängigen Heizsystemen eingesetzt werden kann - vorausgesetzt, die Flächenheizung wird mit einer Photovoltaik-Anlage kombiniert. Weiterführende Informationen und ein Infoblatt für Bauherren und Planer finden Sie hier.

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Quelle: Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. (BVF)
 
 
 
 

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