Redaktions-Tipp

Neun Tipps für den optimalen Schallschutz

Ruhe bitte! Keine Chance für Dauerlärm im eigenen Haus

Dauerlärm macht krank! Nicht nur deshalb sollten Bauherren bereits bei der Hausplanung an den Schallschutz denken. Ist der Hausbau erst mal abgeschlossen, ist es nur noch schwer möglich, für einen ausreichenden Schallschutz zu sorgen. Daher sollten Bauherren geeignete Schallschutzmaßnahmen schon im Vorfeld mit dem Architekten oder dem Bauunternehmer vertraglich festhalten - das gilt umso mehr, wenn ein Doppelhaus oder Reihenhaus geplant ist.

Frau auf Bett in SchlafzimmerBild größer anzeigen
Für einen optimalen Schallschutz müssen Bauherren bereits beim Hausbau auf einige Dinge achten. Dann kehrt Ruhe ein im HausFoto: aktion pro eigenheim / Digital Vision

Für den nötigen Schallschutz kann auf vielfältige Weise gesorgt werden: Innerhalb des Hauses wird er beeinflusst durch die Dämmung von Decken, Wänden, Fenstern und Türen. Sie vermindert die Übertragung von Luftschall. Daneben spielt die Trittschalldämmung von Böden und Treppen sowie die Isolierung von wasserführenden Rohrleitungen und Sanitärinstallationen eine entscheidende Rolle.

Hier die 9 besten Tipps für einen optimalen Schallschutz:

1. Wände: Für einen guten Schallschutz zu empfehlen sind dicke, massive Wände aus Beton, Vollziegeln oder Kalksandstein sowie Wände mit biegeweichen Vorsatzschalen, da diese hohe Dämmwerte aufweisen. Eine massive Lärmschutzwand mit 17,5 Zentimetern Wanddicke sorgt bereits für ein Schalldämm-Maß von 50 bis 58 dB.

2. Dach: Gegen Lärm "von oben" muss das Dach mit einem gutem Schallschutz ausgestattet sein. Bauherren, die sich vor Fluglärm schützen müssen, sollten ihr Hausdach nach Möglichkeit in Massivbauweise planen (zum Beispiel aus großformatigen Fertigteilen statt Holzkonstruktionen) oder zumindest auf eine sehr gute, schallabsorbierende Dämmung setzen, etwa eine Aufsparrendämmung.

3. Dachboden: Bei Geschossdecken ist wichtig, dass sie genügend schwer und mehrschalig aufgebaut sind. Gute Dämmwerte weisen vor allem schwimmende Estriche und elastische Bodenbeläge wie Linoleum, Korkboden- und Gummibeläge sowie PVC- und andere Kunststoffbeläge auf.

4. Türen: Auch bei Türen gilt die Regel: Je schwerer sie sind, desto besser dämmen sie den Schall. Wichtig für den Schallschutz ist zudem, dass sie dicht am Boden abschließen.

5. Fenster:  Spezielle Schallschutzfenster tragen zur Dämmung des Außenlärms bei. Je höher die Schallschutzklasse eines Fensters ist, umso besser ist die Schalldämmung: Die niedrigste Schallschutzklasse 1 erfordert ein Dämmmaß von 25–29 Dezibel (dB) und reicht für normale Wohnstraßen meist aus. Liegt das Haus oder die Wohnung an einer Schnellstraße, sind Fenster in der höchsten Klasse 6 (Dämmmaß mehr als 50 dB) notwendig.

6. Treppen: Die Übertragung von Trittschall an der Treppe ist ein häufiger Streitpunkt. Verhindern lässt sich das durch den Einsatz schwerer massiver Treppen – beispielsweise aus Beton –, die nur träge auf Schall reagieren. Bei leichten Treppen aus Holz oder Stahl dagegen ist für den Schallschutz eine gute Planung besonders wichtig, denn ihre Konstruktion lässt sich besonders leicht in Schwingung versetzen. Eine Trittschalldämmung der Treppe sorgt hier für mehr Komfort. Zudem kann schon durch eine gute Grundrissplanung dem Lärmschutz Rechnung getragen werden. Für die Befestigung kommen am besten Elastomer-Lager zum Einsatz kommen. Wer darüber hinaus bei der Wohnungstrennwand auf einen guten Schallschutz achtet, muss sich nicht über (Treppen)Geräusche der Nachbarn ärgern.

7. Rollladenkasten: Ohne eine gute Dämmung der Rollladenkästen nützen gute Fenster und massive Wände nicht viel. Für einen lückenlosen Schallschutz muss auch jeder Rollladenkasten gut gegen durchdringenden Lärm gedämmt sein, damit der Lärm nicht ins Haus vordringen kann.

8. Rohre und Leitungen:  Auch beim Rohrsystem ist ein wirkungsvoller Schallschutz gefragt. Neben den akustischen Eigenschaften von Armaturen und Sanitäranlagen ist wichtig, dass lediglich ummantelte Rohre installiert werden. Dämmmaterialien aus einem reißfesten Mehrfachverbund, Folie und Gittergewebe verbessern den Schallschutz. So raubende tropfende Wasserhähne einem nicht mehr den Schlaf.

9. Einrichtung & Möbel: Eine relativ unkomplizierte Maßnahme für einen guten Schallschutz ist, den Raum mit weichen Materialien wie Teppichen und Vorhängen auszustatten. Locker hängende Stoffe nehmen Schallwellen auf. Besonders wirkungsvoll sind voluminöse Gewebe mit strukturiertem Design. Außerdem gilt: Plissees haben eine größere Oberfläche, an der Schallwellen absorbiert werden können, als Rollos oder Flächenvorhänge. Und auch mit der Wahl der richtigen Polstermöbel sorgen Bauherren für Ruhe im Haus. Textilbezogene Sessel, Liegen und Sofas sind ebenso wie Teppiche 1a Schallabsorber.

 
 
 
Quelle: aktion pro eigenheim / bauen.de
 
 
 
 

Bauforum


Stellen Sie Ihre Fragen an unsere Experten

Zu allen Fragen/Antworten im Bauforum »

Fragen zum Baukindergeld?

Unser Ratgeberportal
gibt Antworten >>>

 

Video-Tipp

  •  
    VIVA LA Selbermacher-Stolz mit Living Haus Video: Living Fertighaus GmbH
 

Prospekt-Tipp

LookBook Prospektdetails »
 

LookBook

Prospekt: Bau-Fritz GmbH & Co. KG

 

Unsere Experten unterstützen Sie gerne bei Ihrer Bauplanung

Newsletter

Jetzt kostenlos anmelden und Sie bleiben auf dem Laufenden.

 
 
 
 
 
aktion-pro-eigenheim.de verwendet Cookies. Durch die Nutzung unseres Ratgeberportals stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung