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Rückstausicherung: Eigenheim vor Überflutung schützen

Angepasste Bauplanung und Vorkehrungen vermeiden Rückstauschäden

Heftige Gewitter, anhaltender Regen und Hochwasser bringen die kommunale Kanalisation immer öfter zum Überlaufen. Die Folge: Tief liegende Hauseingänge, Keller und Souterrainräume laufen voll. Schon bei der Bauplanung können Bauherren dagegen Vorkehrungen treffen und Rückstausicherungen einplanen. Die wichtigsten Tipps zum Schutz vor Rückstau.

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Land unter im Eigenheim? Das lässt sich verhindern mit den richtigen Schutzvorkehrungen bei der Bauplanung und einer Rückstausicherung

Foto: Markus Distelrath auf Pixabay

Schmutzwasser, das durch Rückstau aus dem Kanal in die Häuser zurückgedrängt wird, hinterlässt Zerstörung an Wänden, Böden und Einrichtung. Wichtig zu wissen: Für alle Schäden durch Rückstau haften Eigentümer:innen selbst! Sie sollten deshalb rechtzeitig geeignete Vorkehrungen treffen, um sich vor Überflutung und Rückstau bei Starkregen in den eigenen vier Wänden zu schützen.

Diese Tipps minimieren die Gefahr von Schäden durch Rückstau:

1. Grundsätzliche Schutzvorkehrungen treffen
Bei Rückstau besonders gefährdet sind Souterrainwohnungen und Räume unterhalb des Straßenniveaus, die über Toilette oder Wasseranschluss verfügen. Deshalb sollte schon bei der Bauplanung auf vermeidbare Abflüsse verzichtet werden. Ungenutzte Abläufe in Bestandsgebäuden sollten verschlossen werden.

2. Rückstausicherung einbauen lassen
Bei genutzten Wohnräumen unterhalb des Straßenniveaus kann nur eine Rückstau-Hebeanlage das Gebäude angemessen schützen. Die Anlage stellt auch sicher, dass Toiletten und Duschen während eines Rückstaus weiter benutzt werden können.

Kostengünstiger als Hebeanlagen sind Rückstauklappen. Sie schützen das Gebäude im Falle eines Rückstaus vor dem Eindringen von Wasser aus dem öffentlichen Kanal, können aber nicht für einen Abfluss des Wassers sorgen. Während längerer Abwesenheit sollten sämtliche Rückstauklappen verriegelt und alle Fenster im Keller fest verschlossen werden.

3. Rückstauklappen nicht blockieren

Die Entsorgung von Abfällen über die Toilette ist nicht ratsam und kann dazu führen, dass Feuchttücher, Tampons, Windeln, Essensreste, Haare oder Putzlappen in der Rückstauklappe hängen bleiben und so den Rückstauschutz blockieren. Hygieneartikel und andere feste Stoffe sollten daher immer über den Hausmüll entsorgt werden!

4. Rückstausicherung fachgerecht einbauen lassen

Um eine Immobilie rückstausicher zu machen, ist mit dem ausführenden Sanitärfachbetrieb zu klären, wo die Rückstausicherung angebracht werden muss. Bei der Planung eines Neubaus sollte der Rückstauschutz von Anfang an vom Architekturbüro bzw. Hausplaner mitbedacht werden. Individuelle Beratung, Planung und Betreuung der Baumaßnahmen übernehmen zum Beispiel Ingenieurbüros für Wasserwirtschaft oder Sanitärfachbetriebe, die Anlagen zur Rückstausicherung installieren.

5. Rückstausicherung regelmäßig warten

Hebeanlagen und Rückstauklappen müssen regelmäßig geprüft und gewartet werden, sonst riskieren Eigentümer:innen bei Schäden ihren Versicherungsschutz. Rückstauklappen können im Anschluss an eine fachkundige Unterweisung eigenverantwortlich gewartet werden. Um im Schadensfall Ärger mit der Versicherung zu vermeiden, sollte die eigene Wartung vorsorglich dokumentiert werden. Viele Fachbetriebe bieten auch Wartungsverträge an.

6. Elementarversicherung: Unwetterschäden richtig absichern    
Kommunen haften nicht für Rückstauschäden an privaten Häusern. Diese sind auch nicht in der privaten Hausrat- und Wohngebäudeversicherung automatisch mit abgedeckt. Das Rückstaurisiko muss explizit innerhalb einer Elementarschadenversicherung abgesichert werden. Im Schadensfall können Versicherungen einen Nachweis über die regelmäßige Wartung von Rückstausicherungen verlangen.

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Quelle: Verbraucherzentrale NRW
 
 
 
 

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