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Warum sich eine Photovoltaik-Anlage auch 2021 beim Neubau lohnt

Gewinn erzielen mit Mix aus Einspeisung und Eigenverbrauch

Soll das neue Eigenheim eine Photovoltaik-Anlage bekommen oder nicht? Experten raten Bauherren dazu, denn eine Solaranlage ist der einzige Bestandteil des Hauses, der auf lange Sicht mehr einbringt, als er kostet! Außerdem hat das EEG 2021 die Rahmenbedingungen für private Anlagen deutlich verbessert. Darum lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage auf dem Neubau auch 2021.

Große Photovoltaik-Anlage auf HausdachBild größer anzeigen

In diesem Jahr eine Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach installieren lassen? Unbedingt!

Foto: aktion pro eigenheim

Eigene Photovoltaik-Anlage sorgt auch 2021 für Rendite
Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Eigenheim senkt den CO2-Fußabdruck und trägt so zu einem klimaneutralen Leben bei. Für einen nachhaltigen Hausbau ist Solarstrom somit unverzichtbar. Auch in Sachen Wirtschaftlichkeit sieht es gut aus: Wer sich im Jahr 2021 eine neue Solaranlage installieren lässt, erhält auch künftig eine gute Rendite: Rechnet man den Gewinn für den Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms hinzu, kann man trotzdem auf eine jährliche Rendite von rund fünf Prozent kommen. Je höher der Anteil des selbst verbrauchten Stroms ist, desto höher der Gesamtgewinn. Nicht wirtschaftlich ist bisher allerdings der Einsatz eines Solarstromspeichers.

Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage - Kosten und Gewinn
Die Kosten für eine Photovoltaik-Anlage sind in den letzten zehn Jahren um rund die Hälfte gesunken. Bei Anlagen bis zehn Kilowatt installierter Leistung haben sich die Nettopreise für Komplettanlagen auf durchschnittlich 1.200 Euro pro Kilowatt Leistung reduziert. Diese Investition ist nach rund 15 Jahren über die Einspeisevergütung und den geringeren Bezug von Strom aus dem Netz abbezahlt. Danach liefert die Solaranlage noch mindestens für zehn bis 15 Jahre günstigen Strom.

Die Zahlen im Einzelnen:
Photovoltaik-Anlagen erhalten 20 Jahre lang eine gleich hohe Einspeisevergütung für jede eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom, je nachdem, in welchem Monat die Anlage angemeldet wurde. Der Vergütungssatz sinkt monatlich. In den ersten Monaten des Jahres 2021 liegt die Einspeisevergütung bei nur noch rund acht Cent pro Kilowattstunde für kleinere Anlagen bis zehn Kilowatt installierter Leistung. Größere Anlagen bis 40 Kilowatt installierter Leistung erhalten noch weniger. Damit ist ein kostendeckender Betrieb mit Volleinspeisung nur schwer möglich, da eine Kilowattstunde aus Neuanlagen rund 9 bis 11 Cent kostet.

Hinzu kommen jedoch weitere Einnahmen in Form von geringeren Stromkosten. Je nach Anlagengröße kann man ohne Aufwand durchschnittlich rund 25 Prozent des Solarstroms vom Dach über Beleuchtung und elektrische Geräte im Haushalt selbst verbrauchen. Und dieser Eigenverbrauch ist äußerst lukrativ. Wer einen Teil des günstigen Solarstroms selbst verbraucht, spart den Kauf von teurerem Strom aus dem Netz. Die Kosteneinsparung beträgt aktuell rund 16 Cent netto pro Kilowattstunde. Mit Solarstrom aus der eigenen Anlage versorgt man sich also deutlich günstiger. Der Eigenverbrauch ist aktuell der Renditetreiber bei einer Photovoltaik-Anlage. So kann eine Rendite von rund fünf Prozent pro Jahr erzielt werden.

EEG 2021 macht Photovoltaik für Bauherren attraktiver
Das EEG 2021 macht Photovoltaik im Neubau deutlich attraktiver, vor allem, wenn eine größere Solaranlage auf das Dach montiert wird: Denn Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung unter 30 Kilowatt sind seit Anfang 2021 von der EEG-Umlage befreit. Anlagen zwischen zehn und 30 Kilowatt sind daher in diesem Jahr attraktiver geworden.

Die weiteren Vorteile von größeren Anlagen:
Je mehr Kilowatt man sich zulegt, desto günstiger wird der Einkauf. Die Solarstromkosten sinken daher. Wer ein geeignetes Dach hat, für den lohnt sich daher eine größere Anlage. Das erhöht den jährlichen Überschuss um mehrere hundert Euro. Mehr Unabhängigkeit ist ein weiterer Vorteil von größeren Photovoltaik-Anlagen. Je größer die Solaranlage wird, desto weniger Strom muss aus dem Netz bezogen werden. Daher sind große Photovoltaik-Anlagen eine bessere finanzielle Absicherung gegen steigende Strompreise. Sie tragen außerdem mehr zum Klimaschutz bei, da sie mehr CO2 vermeiden.

Solarstromspeicher sind 2021 noch nicht wirtschaftlich

Ob eine größere oder kleinere Photovoltaik-Anlage: Wichtig für die Wirtschaftlichkeit ist vor allem der Eigenverbrauch. Je höher er ist, desto mehr sparen die Eigentümer. Wer seinen Eigenverbrauch steigern will, sollte elektronische Geräte mit Zeitschaltuhr wie Waschmaschinen oder Geschirrspüler deshalb möglichst in der Mittagszeit laufen lassen. Das steigert je nach Größe der Anlage und Stromverbrauch den Eigenverbrauch von 25 auf 30 Prozent. Mit einem Solarstromspeicher lässt sich der Wert sogar von rund 30 auf bis zu 60 Prozent erhöhen. Jede zweite Photovoltaik-Anlage wird inzwischen mit einem solchen Batteriespeicher gekauft. Der Wermutstropfen: Die Anschaffungskosten waren bislang jedoch deutlich höher als die Kosteneinsparung durch die Speicherung. Neue Zahlen zeigen, dass die Preise weiterhin sinken, aber noch zu hoch für einen wirtschaftlichen Betrieb sind.

Wirtschaftlich sind Solarstromspeicher unterhalb der Schallgrenze von 800 Euro pro Kilowattstunde Speicherinhalt  – vorausgesetzt, die Lebensdauer der Speicher beträgt 20 Jahre. Halten die Geräte, wie garantiert, nur zehn Jahre, rechnen sich die Speicher nicht. Wer trotzdem mit der Anschaffung eines Batteriespeichers liebäugelt, sollte sich unbedingt informieren, ob es in seinem Bundesland eine Zuschussförderung gibt!

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Quelle: Solar Cluster Baden-Württemberg e.V. / aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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