17.09.2025
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Stromkosten für die Wärmepumpe - was kostet das Heizen?

Photovoltaik-Anlage sorgt für Entlastung bei Strompreisen

Wärmepumpen sind effizient, doch die Stromkosten bleiben auch 2025 ein entscheidender Faktor - für Entlastung müssen Haushalte hier selbst sorgen, zum Beispiel durch einen optimierten Betrieb und den Einsatz von eigenem Solarstrom. Tipps und infos zu den jährlichen Heizkosten mit Wärmepumpe, Sparmöglichkeiten für Haushalte und die Umlagebefreiung bei den Stromkosten.

Mehrfamilienhaus Neubau mit WärmepumpeBild größer anzeigen

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe wird durch verschiedene Faktoren bestimmt

Foto: aktion pro eigenheim

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe überhaupt?
Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Entscheidend ist zunächst die Art der Wärmepumpe - etwa ob es sich um eine Luft-Wasser-, Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe handelt. Ebenso spielt die Jahresarbeitszahl (JAZ) beziehungsweise der Wirkungsgrad (COP) eine wichtige Rolle. Dazu kommen die Wohnfläche und der jeweilige Wärmebedarf.

Darüber hinaus entscheidet das individuelle Nutzerprofil über die Stromkosten: Welche Temperatur wird in den Innenräumen gestrebt und wie viele Stunden wird täglich geheizt? Darüber hinaus wirken sich die Umgebungstemperaturen und die genutzte Quelle der Umweltwärme aus. Im Durchschnitt liegt der Stromverbrauch einer Wärmepumpe im Neubau bei etwa 25 bis 45 kWh pro Quadratmeter und Jahr.

Stromkosten für die Wärmepumpe: Spezielle Tarife und Einsparmöglichkeiten
Bei den Stromkosten ist neben dem Verbrauch der Strompreis für Wärmepumpen zu beachten. Hier wirken sich Faktoren wie der Grundpreis, Arbeitspreis, Netzentgelte, Umlagen und Steuern auf die Ausgaben aus. Wer für seine Wärmepumpe einen speziellen Wärmepumpenstrom-Tarif nutzt, kann die Heizkosten spürbar senken. Solche Tarife liegen im Durchschnitt rund 20 bis 25 Prozent unter den üblichen Strompreisen. Rentabel ist das jedoch vor allem für Haushalte mit einem höheren Heizstrombedarf von etwa 5.000 kWh pro Jahr. Zu beachten ist außerdem, dass für den vergünstigten Tarif zusätzliche Fixkosten anfallen, beispielsweise durch den Einbau und Betrieb eines separaten Stromzählers.

Möglichkeiten zur Kostenreduzierung
Damit die Stromkosten in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen bleiben, gibt es verschiedene Ansatzpunkte:

  • Bestmögliche Dämmwirkung der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster, Türen)
  • niedrige Vorlauftemperaturen, z. B. durch Fußbodenheizung
  • Nutzung effizienter Technik (hohe Jahresarbeitszahlen, gute Regelung)
  • Einsatz erneuerbarer Stromquellen, z. B. Photovoltaik auf dem Dach mit Eigenverbrauch, Stromspeicher
  • günstige Stromtarife, speziell für Wärmepumpenstrom, ggf. mit günstigeren Nacht- oder Niedertarifen
  • Wärmepumpe optimal einstellen für effizienten Betrieb

Entlastung durch Umlagebefreiung
Ein zentraler Punkt, der die Stromkosten für Betreiber einer Wärmepumpe merklich senken kann, ist die Umlagebefreiung gemäß § 22 des Energiefinanzierungsgesetzes (EnFG). Es handelt sich dabei um die Befreiung von zwei spezifischen Strompreis-Umlagen: der KWK-Umlage (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz) und der Offshore-Netzumlage. Betreiber einer Wärmepumpe, die über einen eigenen Zählpunkt betrieben wird, können diese Umlagen auf null setzen lassen, d.h. diese beiden Kostenbestandteile fallen nicht an. 

Wie wird die Befreiung beantragt?
Der Antrag ist formlos und richtet sich an den eigenen Stromversorger oder Netzbetreiber. Ess muss dargelegt werden, dass die Wärmepumpe über einen separaten Zähler bzw. einen eigenen Messpunkt versorgt wird. Die Frist zur Antragstellung für das jeweilige Vorjahr endet regelmäßig am 28. Februar. Wird der Antrag später gestellt, ist eine Rückerstattung teilweise noch bis zum 31. März möglich, allerdings dann in der Regel reduziert (z. B. auf etwa 80 Prozent der möglichen Entlastung). Wichtig ist, dass wirklich ein separater Zählpunkt vorhanden ist; reine Teilstrom-Zähler am selben Zähler bzw. kein individueller Messpunkt genügen nicht. 

Wie groß ist die Entlastung?
Für ein Einfamilienhaus mit durchschnittlichem Verbrauch ergibt sich eine Entlastung von etwa 60 bis 70 Euro pro Jahr, wenn die Wärmepumpe über separaten Zähler läuft. Bei höheren Verbräuchen oder größeren Wohneinheiten kann sich der Betrag entsprechend erhöhen.

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Quelle: aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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