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Fenstertrends 2025: Dunkle Rahmen, schlanke Profile, Automation

Design-Aspekte rücken immer stärker in den Fokus

Große Glasflächen, smarte Steuerung und Lüftung, elegante Farben und schlanke Profile – beim Fensterkauf rücken Design-Aspekte immer stärker in den Fokus. Diese fünf aktuellen Trends prägen das Design von modernen Fenstern 2025.

Hebe-Schiebetür in Silbergrau / TerrasseBild größer anzeigen

Der Garten wird zum erweiterten Wohnzimmer mit großen Hebe- und Schiebetüren. Die Profile sind in silbergrau gehalten

Foto: WERU
Bodentiefe Fenster EsszimmerBild größer anzeigen

Große bodengebundene Fenster lassen viel Tageslicht herein, Bauherren sollten aber auch auf den Sonnenschutz achten

Foto: Somfy
Bad: Schaltbare VerglasungBild größer anzeigen

Sichtschutz: Im Smart Home schaltet das Fensterglas auf Wunsch milchig

Foto: WERU

Trend 1: Transparenz
Fenster werden immer größer

Dieser Trend hält seit Jahren an: Neue Fenster werden immer größer – und vereinen Hebe-Schiebe-Türen sowie bodengebundene Fenster und Türen. Die zunehmende Größe zeigt den Wunsch nach Helligkeit, Weite und Ausblick. Wir halten uns heute viel mehr in Innenräumen auf als früher - dementsprechend soll möglichst viel Tageslicht in die eigenen vier Wände geholt werden. Das erzeugt ein Gefühl von Offenheit und Verbindung zur Außenwelt.

Möglich macht den Trend der Transparenz auch der technische Fortschritt: Moderne Fenster sind energetisch hoch effizient, so dass selbst über größere Glasflächen nur unwesentlich an Wärme verloren geht. Scheint die Sonne darauf, erwärmen diese Fenster sogar an kalten Tagen den Innenraum – ein Beitrag zur Energie- und Kostenersparnis. Für den Sommer sind Sonnenschutzverglasungen, Markisen, Rollläden oder Außenjalousien bei großen Fenstern aber Pflicht! 

Trend 2: Grenzenlos
Grenzen zwischen Drinnen und Draußen lösen sich auf

Große Fensteranlagen zur Terrasse hin gehören schon länger zum Standard bei Einfamilienhäusern. Häufig kommen hier großflächige Hebe- und Schiebetüren oder bodengebundene Fenster oder Türen zum Einsatz. Diese Schiebekonstruktionen bieten eine größere Türöffnung als Fenstertüren und können beinahe die gesamte Fensterfront leichtgängig verschwinden lassen.

Gleitet die Glastür zurück, erweitert sich das Wohnzimmer auf die Terrasse und den Garten. Das schafft einen fließenden Übergang zwischen Drinnen und Draußen und entspricht dem Bedürfnis der Menschen, viel Luft und Licht in den Innenraum zu lassen.

Trend 3: Graue Eleganz
Vielfalt der Rahmenoberflächen - Grau sticht weiß

Jahrzehntelang waren Fenster in Weiß gehalten. Heute sind dunkle oder graue Töne stilprägend: Matte Oberflächen in Anthrazit oder Umbragrau liegen wie in anderen Bereichen auch bei Fenstern schwer im Trend. Das verströmt technische Eleganz und erinnert an das Bauhaus-Design. Dabei spielt das Material des Fensterrahmens keine Rolle. Eine farbige Ausführung ist bei Holz-, Aluminium- und Kunststofffenstern gleichermaßen möglich.

Wichtig bei Hitze: Dunkle Farben heizen sich durch Sonneneinstrahlung deutlich mehr auf als helle. Gerade bei dunklen Rollladenprofilen sollten sich Verbraucher gründlich informieren, ob die Funktion und Langlebigkeit der Rollladen nicht durch Überhitzung beeinträchtigt werden könnte.

Trend 4: Schlanke Profile
Mehr Glasanteil, mehr Tageslicht

Fortschritte in der Materialtechnik lassen Rahmen und Fensterflügel immer schmaler werden. Dadurch vergrößert sich der Glasanteil und das Fenster lässt mehr Tageslicht hinein. Das bringt auch einen Energiespareffekt mit sich: Moderne, gut gedämmte Fenstergläser lassen an sonnigen Tagen mehr Sonnenwärme hinein als entweichen kann. Dies ist ein wirksamer Beitrag, um im Winter Heizkosten zu sparen.

Aber auch beim Design gibt es Unterschiede: Rahmen und Fensterflügel schließen häufig leicht versetzt, andere sogenannte „flächenbündige Konstruktionen“ lassen Flügel und Blendrahmen zu einer Ebene werden. Gegliedert ist diese nur durch einen schmalen Spalt. Diese reduzierte Optik entspricht dem aktuellen Haustürendesign, bei dem große Flächen mit wenigen Linien strukturiert werden. Es gibt zudem geklebte Flügelkonstruktionen, bei denen das Profil des Flügels gar nicht mehr zu sehen ist und optisch hinter dem Blendrahmen verschwindet. Dadurch sehen Festverglasungen und Flügel von außen nahezu identisch aus. Ein weiterer Vorteil: Die Glasfläche wird nochmals größer.

Trend 5: Automation 
Automatische Steuerung und Lüftung

Smart-Home-Systeme beziehen zunehmend auch die Fenster ein. Besonders automatische Lüftungssysteme setzen sich durch. Sensoren messen Temperatur und Luftfeuchtigkeit und lüften bei Bedarf über in die Fenster integrierte, automatische Lüfter. Für den Sommer kann der Sonnenschutz über entsprechende Sensoren automatisch hoch- und runtergefahren werden und verhindert so die Überhitzung im Gebäude.

Auch das Öffnen und Schließen der Fenster – etwa bei Regen – kann das Smart Home übernehmen. Besonders praktisch ist das beim Verlassen des Hauses. Auf Befehl per App oder automatisch beim Abschließen der Haustür, werden auch alle Fenster des Hauses verriegelt. So bleibt kein Fenster versehentlich offen – ein Plus für Sicherheit und Energieeffizienz. Interessanter Nebeneffekt: Bei automatisch gesteuerten Fenstern kann der herkömmliche Griff auch entfallen. Schaltbare Gläser, die sich per Knopfdruck abdunkeln oder milchig schalten lassen, bieten Sicht- und Sonnenschutz auf Wunsch – im Premium-Segment ist das bereits verfügbar.

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Quelle: Verband Fenster + Fassade e.V. (VFF)
 
 
 
 

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