11.12.2019
 

Bausparkassen im Test: Beratung überzeugt oft nicht

Tipps für einen passenden Bausparvertrag

Ein Bausparvertrag ist eine gute Idee für Sparer, die in einigen Jahren eine Immobilie kaufen oder modernisieren möchten und sich jetzt die niedrigen Zinsen langfristig sichern wollen. Doch der Vertrag muss gut auf den Kunden abgestimmt sein. Genau da haperte es allerdings im aktuellen Finanztest-Check der Bausparkassen! Zu oft wird am Kunden "vorbeiberaten", mit teuren Folgen.

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Im Test überzeugten viele Bausparkassen nicht. Kunden sollten deshalb gut prüfen, ob das Angebot zu ihren Planungen passt

Foto: Stiftung Warentest

Mehrere Dutzend Tester haben im Auftrag der Stiftung Warentest je sieben Gespräche zu drei verschiedenen Szenarien geführt. Die LBS Schleswig-Holstein-Hamburg erzielte als einzige gerade noch ein Gut, die Alte Leipziger schnitt als beste bundesweite Bausparkasse mit Befriedigend ab. Die meisten kamen über ein Ausreichend nicht hinaus. Drei fielen sogar mit Mangelhaft durch.

Zu hohe Bausparsumme verhindert Wunschtermin
Der gravierendste Fehler: Viele Bausparkassen empfahlen zu hohe Bausparsummen. Für den Kauf einer Immobilie in zehn Jahren mit 400 Euro Sparrate im Monat hätten meistens 100.000 bis 120.000 Euro gereicht. Viele Berater empfahlen dagegen 150.000 bis 300.000 Euro. Durch überhöhte Bausparsummen kam die Zuteilung bei jedem vierten Angebot im Test mindestens ein Jahr zu spät. Einige Verträge hätten sogar erst 5 bis 15 Jahre nach dem Wunschtermin zugeteilt werden können. Kunden müssten dann ihre Pläne ändern oder bis zur Zuteilung einen Zwischenkredit aufnehmen, und das kann teuer werden.

Bausparangebote richtig prüfen - die 6 besten Tipps
Wie lassen sich teure Fehlentscheidungen verhindern? Kunden sollten sich nicht nur auf eine Bausparkassen verlassen, sondern am besten mehrere Angebote einholen und vergleichen. Eine neutrale Beratung bieten die Verbraucherzentralen. Und nicht zuletzt heißt es für Kunden auch "Augen auf beim Prüfen der Bauspar-Angebote"! Diese 6 Tipps helfen dabei:

  1. Klare Vorgaben für das Angebot machen: Kunden sollten schon vorher wissen, welche Summe sie benötigen, welchen Betrag sie monatlich sparen wollen und wann sie das Geld brauchen.
  2. Für jedes Angebot eine detaillierte Übersicht mit Spar- und Tilgungsplan aushändigen lassen.
  3. Bausparsumme nicht zu hoch ansetzen! Für einen geplanten Immobilienkauf reichen in der Regel rund 40 Prozent des geschätzten Hauspreises aus.
  4. Zuteilungstermin: Darauf achten, dass der Vertrag auch dann zugeteilt wird, wenn das Geld gebraucht wird!
  5. Die Sparrate sollte möglichst dem tariflichen Regelsparbeitrag entsprechen.
  6. Achten Sie darauf, dass die Rate für das Bauspardarlehen nicht zu hoch wird! Schließlich muss beim Immobilienkauf meistens noch ein weiteres Darlehen bedient werden.


Ausführliche Tipps finden Sie in unserer Checkliste "Bausparvertrag: Was ein gutes Angebot ausmacht". Den Test "Beratung der Bausparkassen" gibt es in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/bausparberatung.

 
 
 
 
Quelle: Stiftung Warentest
 
 
 
 

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