14.10.2019

Baupreise und Preise für Wohnimmobilien deutlich gestiegen

Rohbauarbeiten um Schnitt 4,2 Prozent teurer

Bauherren laufen die Kosten davon - die Preise für den Hausbau in Deutschland steigen weiter stark. Im August 2019 lagen sie um 4,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Mai 2019 hatte der Preisanstieg im Jahresvergleich bei 4,7 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Mai 2019 erhöhten sich die Preise im August 2019 um 0,7 Prozent. Ein Überblick zu den Preisen bei Rohbauarbeiten, Ausbauarbeiten und Instandhaltungsarbeiten.

Baupreise 2012 bis 2019Bild größer anzeigen

Deutlich steigende Baukosten machen das Eigenheim teurer

Foto: Statistisches Bundesamt

Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen von August 2018 bis August 2019 um 4,2 Prozent. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben Betonarbeiten und Mauerarbeiten. Betonarbeiten sind gegenüber August 2018 um 4,1 Prozent teurer geworden, Mauerarbeiten um 4,2 Prozent. Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten kosteten 4,2 Prozent, Erdarbeiten 5,9 Prozent und Zimmer- und Holzbauarbeiten 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Preise für Ausbauarbeiten an Wohngebäuden nahmen im August 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,0 Prozent zu. Unter den Ausbauarbeiten haben die Tischlerarbeiten das größte Gewicht am Baupreisindex für Wohngebäude. Hier stiegen die Preise um 3,5 Prozent. Bei Heizung und Warmwasserbereitung erhöhten sich die Preise um 4,1 Prozent, bei Nieder- und Mittelspannungsanlagen um 4,8 Prozent, und bei Metallbauarbeiten um 4,3 Prozent. Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) zur Fassadendämmung kosteten 4,0 Prozent mehr als im August 2018.

Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent.

Auch Preise für Wohnimmobilien deutlich teurer
Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland lagen im 2. Quartal 2019 durchschnittlich um 5,2 Prozent höher als im 2. Quartal 2018. Gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen die Preise sowohl in den Großstädten und städtischen Kreisen als auch in ländlichen Regionen. Besonders stark verteuerten sich Ein- und Zweifamilienhäuser (+10 Prozent) und Eigentumswohnungen (+8,6 Prozent) in den sieben größten Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf). In den anderen kreisfreien Großstädten ab 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern stiegen die Preise für Eigentumswohnungen um 7 Prozent, die Preise für Häuser um 7,1 Prozent. Einen Preisanstieg gab es auch in dünn besiedelten ländlichen Kreisen. Dort erhöhten sich die Preise von Eigentumswohnungen und Häusern im Durchschnitt um jeweils 4,2 Prozent. 

 
 
 
Quelle: Statistisches Bundesamt
 
 
 
 

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