Das Haus, das mehr Energie produziert als es verbraucht
Im Gegensatz zu einem konventionellen Neubau hat das Plusenergiehaus eine mehr als positive Energiebilanz: Ein Plusenergiehaus erzeugt in der Summe mehr Energie, als es für Strom, Heizung und Warmwasser verbraucht. Die benötigte Energie wird im oder am Haus selbst erzeugt, beispielsweise durch Solaranlagen.
weiterlesen »
Foto: YTONG Bausatzhaus GmbH
Bei der KfW-Förderung ändern sich die Konditionen: Aktuell wurden in einigen Programmen der Wohnwirtschaft die Zinsen erhöht, das betrifft unter anderem KFN und KNN.
Seit dem 2.3.2026 ist die KfW-Förderung für das Effizienzhaus 55 noch attraktiver. Voraussetzung sind erneuerbare Energien als Heizung. 100.000 Euro Kredit sind möglich
Die EEG-Novelle nimmt Fahrt auf. Betreiber von Solaranlagen auf Hausdächern sollen künftig keine garantierte Vergütung für eingespeisten Strom mehr erhalten.
Plusenergiehaus: positive Energiebilanz
Das Plusenergiehaus ist eine Weiterentwicklung von Niedrigenergiehaus und Passivhaus. Wichtig ist vor allem die richtige Planung: Ein Plusenergiehaus sollte immer südseitig gebaut werden. Nur dann sorgen die großen Fensterflächen (in der Regel eine Dreifachverglasung mit gedämmten Fensterrahmen) dafür, dass die Sonnenenergie effektiv zur Raumerwärmung genutzt werden kann. Hauptstromlieferant eines Plusenergiehauses ist die Photovoltaik-Anlage, die Haushaltsgeräte und die Lüftung versorgt. Die hoch wärmegedämmte Bauweise in Verbindung mit einer hohen Luftdichtheit der Gebäudehülle machen eine konventionelle Heizung verzichtbar.
Mehrkosten beim Bau machen sich schnell bezahlt
Die Mehrkosten beim Bau eines Plusenergiehauses machen sich durch die Energieeinsparungen bezahlt. Der Heizwärmebedarf eines Passivhauses liegt bei maximal 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Bei einem Plusenergiehaus wird dieser Wert noch weiter unterschritten. Dafür müssen Hausbesitzer im Vergleich zum Bau eines konventionellen Massivhauses mit rund 15 Prozent höheren Baukosten rechnen. Doch langfristig profitieren Bauherren von der Investition: Aufgrund des extrem geringen Energiebedarfs und der möglichen Einspeisung der überschüssigen Energie in das öffentliche Netz rechnen sich die Mehrkosten. Hohe Nebenkosten entfallen bei einem Plusenergiehaus durch die selbst erzeugte Energie ohnehin.
Plusenergiehaus: Vorteile im Überblick
Übrigens ist das "Plusenergiehaus" kein einheitlicher Begriff. Alternativ werden auch die Bezeichnungen Nullemissionshaus, EffizienzhausPlus oder AktivPlushaus verwendet.