Besser als das Gebäudenergiegesetz verlangt
Ein Effizienzhaus verbraucht durch seine Bauweise noch weniger Energie als herkömmlich gebaute Häuser. Allgemein steht die Bezeichnung Effizienzhaus also für einen sehr niedrigen Energiebedarf und damit geringe Heizkosten. Die Häuser erreichen ein besseres Energieeffizienzniveau als das im Gebäudeenergiegesetz (GEG) gesetzlich verankerte.
weiterlesen »
Foto: YTONG Bausatzhaus GmbH
Bei der KfW-Förderung ändern sich die Konditionen: Aktuell wurden in einigen Programmen der Wohnwirtschaft die Zinsen erhöht, das betrifft unter anderem KFN und KNN.
Seit dem 2.3.2026 ist die KfW-Förderung für das Effizienzhaus 55 noch attraktiver. Voraussetzung sind erneuerbare Energien als Heizung. 100.000 Euro Kredit sind möglich
Die EEG-Novelle nimmt Fahrt auf. Betreiber von Solaranlagen auf Hausdächern sollen künftig keine garantierte Vergütung für eingespeisten Strom mehr erhalten.
Effizienzhaus: Qualitätssiegel und Energiestandard
Entwickelt wurde der Begriff Effizienzhaus als Qualitätszeichen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), dem Bundesbauministerium und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Er beschreibt einen Energiestandard, ein Qualitätssiegel und vor allem einen Standard für die Förderung.
Referenz sind Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)
Ausgangspunkt für ein Effizienzhaus sind wie bei allen Neubauten die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Doch die Effizienzhaus-Standards gehen in Sachen Energieeinsparung darüber hinaus. Ablesen lässt sich das Effizienzniveau an der Kennzahl.
Allgemein gilt: Je kleiner die Zahl nach dem Effizienzhaus, umso geringer fällt der Energiebedarf aus. Ein Effizienzhaus 40 also unterschreitet die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes um 60 Prozent.
Diese Effizienzhaus-Klassen sind definiert:
Insgesamt gibt es sieben Effizienzhaus-Standards, wobei die weniger anspruchsvollen Effizienzhausklassen (Effizienzhaus Denkmal, Effizienzhaus 100, 85, 70 und 55) der Sanierung von Altbauten vorbehalten sind.
Für Altbauten und Neubauten gelten darüber hinaus die Standards Effizienzhaus 40 Plus und 40.
In der BEG-Förderung gab es eine Erweiterung der Effizienzhaus-Klassen: Im Neubau wurde für das Effizeinzhaus 40 zusätzlich jeweils eine Erneuerbare-Energien-Klasse (EE-Klasse) sowie eine Nachhaltigkeitsklasse (NH-Klasse) definiert. Aktuell gefördert wird nur noch das Effizienzhaus 40 NH.
Ehrgeiziger Effizienzhaus-Standard lohnt sich immer - auch bei der Förderung
Niedrige Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer sprechen für einen ehrgeizigen Effizienzhaus-Standard im Neubau. Der Bau eines energieeffizienten Neubaus rechnet sich für Bauherren so schnell.