Redaktionstipp

Was bedeutet eigentlich Umschuldung oder Umfinanzierung?

Vor- und Nachteile bei der Anschlussfinanzierung des Hauskredits

Die Zinsbindung der Baufinanzierung läuft aus und es ist noch eine Restschuld offen? Die Zinsen sind derzeit deutlich niedriger als in den letzten Jahren? Dann lohnt sich vielleicht eine sogenannte Umschuldung, bei der ein alter Kredit durch einen neuen bei einer anderen Bank abgelöst wird. Was müssen Bauherren und Eigentümer bei einer Umfinanzierung beachten? Die wichtigsten Details.

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Die Umschuldung oder auch Umfinanzierung ist eine Form der Anschlussfinanzierung. Dabei wird nach Ablauf der Zinsbindung die Bank gewechselt

Foto: aktion pro eigenheim

Egal ob die Baufinanzierung mit einer Zinsbindung von 10, 15 oder 20 Jahren abgeschlossen wurde - nach deren Ablauf ist oft noch eine Restschuld übrig, so dass eine Anschlussfinanzierung benötigt wird. Dann gibt es zwei Optionen: Entweder wird der Darlehensvertrag mit der gleichen Bank zu neuen Konditionen verlängert (das Fachwort ist Prolongation), oder es steht ein Wechsel zu einer neuen Bank an. Das nennt man dann Umschuldung oder auch Umfinanzierung. Einfach gesagt handelt es sich bei einer Umschuldung also um eine Form der Anschlussfinanzierung. Ebenso ist es in diesem Zuge möglich, verschiedene Darlehen zu einem einzigen zusammenzufassen.

Was sind die Vorteile einer Umschuldung oder Umfinanzierung?
Eine Umschuldung bringt immer dann Vorteile, wenn die Kreditkonditionen der neuen Bank günstiger sind. Dann lässt sich mit einer Umfinanzierung Geld sparen, denn schon kleine Zinsunterschiede summieren sich über die Jahre. Je höher die Restschuld des Hauskredites ist, um so eher lohnt sich eine Umschuldung. Ebenso vorteilhaft kann es sein, mehrere Darlehen zu einem neuen Kredit zusammenzufassen. Auch das bringt Kosteneinsparungen und mehr Übersicht bei den Finanzen.

Was sind die Nachteile einer Umschuldung oder Umfinanzierung des Hauskredits?

In der Regel ist eine Umschuldung mit etwas Aufwand verbunden. Es müssen mehrere Angebote von anderen Banken eingeholt werden (bei der Angebotsanfrage unbedingt den Zweck "Umschuldung" angeben!), die Bonitätsprüfung findet durch die neue Bank erneut statt, die Eintragung im Grundbuch muss geändert werden und zum Teil wird die Immobilie auch noch einmal neu bewertet. Diese Punkte werden aber größtenteils durch die neue Bank erledigt. Außerdem ist die Umfinanzierung zunächst mit Gebühren verbunden, und zwar für die Grundbuchumschreibung, den Notar und das Amtsgericht. Ob sich der Bankwechsel rechnet, zeigt ein Vergleich der anfallenden Gebühren mit den eingesparten Kosten über die Jahre.

Was sollten Hauseigentümer bei der Umschuldung beachten?
Läuft die Zinsbindung aus, ist schon einige Zeit seit der ersten Baufinanzierung vergangen. Deshalb lohnt es sich, einen ausführlichen Blick auf die aktuellen Lebensumstände und die finanzielle Situation zu werfen. So kann der neue Darlehensvertrag darauf zugeschnitten werden, zum Beispiel mit der Option zur Sondertilgung in passender Höhe. Grundsätzlich lohnt es sich, rechtzeitig Informationen einzuholen, sowohl von der bisherigen Bank als auch von anderen Instituten - und zwar noch vor Ablauf der Zinsbindung. Was die neue Zinsbindung für die Restschuld angeht, geben Experten den Tipp, bei eher hohem Zinsniveau eine eher kurze Zinsbindung zu wählen, bei niedrigen Zinsen eine lange Zinsbindung. Welche Unterlagen für eine Umfinanzierung vorgelegt werden müssen, haben Experten hier zusammengestellt.

 
 
 
Quelle: aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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