30.12.2020
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Das war 2020 - unser Rückblick und Ausblick

Wird Corona den Hausbau verändern?

Was werden Sie aus dem Baujahr 2020 in Erinnerung behalten? Für viele Familien war das Abenteuer Hausbau in diesem Jahr wohl noch aufregender als gedacht! Immer flexibel bleiben, auf Änderungen gefasst sein, auf heißen Kohlen sitzen aufgrund von Verzögerungen, die Nerven bewahren - das alles hat deutliche Spuren hinterlassen! Wir blicken zurück und vor allem voraus, und sagen Ihnen, was jetzt zum Jahresende noch wichtig ist.

Blick in weihnachtlich geschmücktes ZimmerBild größer anzeigen

2020 hat Baufamilien viel abverlangt. Wir blicken zurück und voraus

Foto: JenkoAtaman - Fotolia.com

 1. Wohnen nach Corona - ändert sich die Hausplanung nach der Krisen-Erfahrung?
Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Diese Frage stellt sich nach dem Krisen-Jahr 2020 ganz besonders und auch ganz anders! Endlich mal Zeit mit der Familie zu Hause verbringen - dieser Wunsch findet sich nach diesem Jahr womöglich eine Weile nicht auf Platz 1 unser aller Wunschliste... Und dennoch steht das Eigenheim mehr als je zuvor im Zentrum unserer Wünsche, noch mehr Familien wünschen sich ein Häuschen im Grünen! Doch statt der großen Offenheit in Küche und Wohnbereich bestimmt künftig vielleicht wieder mehr eine Funktionsaufteilung die Hausplanung. Mehrere kleine, dafür abgeschlossene Zimmer erleichtern eine flexible Nutzung des Eigenheims. Ein Prinzip, das auch der Nachhaltigkeit zugute kommt.

Gut 40 Prozent aller Tätigkeiten in Deutschland sind prinzipiell für das Homeoffice geeignet, hat das Berliner Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) ausgerechnet. Mindestens ein abgeschlossenes Arbeitszimmer macht die Hausplanung krisensicher, wenn dieses dann noch mit ein paar Handgriffen in ein komfortables Gästezimmer verwandelt werden kann -umso besser! Ein Vorratsraum kommt uns nach diesem Jahr gar nicht mehr so altmodisch vor und auch eine Ausbau-Reserve in Keller und Dachboden ist sinnvoll.

Ebenso wichtig ist die Ausstattung mit einer zukunftsfähigen Haustechnik! Eine stabile Internet-Anbindung, ausreichend Steckdosen, Möglichkeiten zur unkomplizierten Nachrüstung machen sich bezahlt! Und auch über eine Lüftungsanlage wird seit diesem Jahr neu nachzudenken sein, um das Wohnklima ausgeglichen und gesund zu halten.

2. Neue Gesetze und Regelungen
Bundestag und Bundesrat haben in den letzten Wochen des Jahres noch alles gegeben und uns jede Menge Neuerungen für 2021 beschert:

  • Da wären 1. ein druckfrisches Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), das nun endlich den Durchbruch bringen soll für die Nutzung von Solarstrom für Wärmepumpe und Elektro-Auto. Es macht die Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Hausdach für Bauherren deutlich attraktiver und tritt am 1. Januar 2021 in Kraft!
  • 2. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt seit dem 1. November 2020 und ist die wichtigste Grundlage für die Energieeinsparung im Neubau.
  • 3. Das neue Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ist dagegen wegweisend für alle, die eine Eigentumswohnung besitzen oder kaufen wollen. Es gilt seit dem 1. Dezember 2020 und bringt Eigentümern ganz neu einen Anspruch auf eine Ladestation für Elektrofahrzeuge, einen barrierefreien Umbau und mehr Einbruchschutz.
  • Und 4. last but not least tritt Anfang 2021 auch die geänderte Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) in Kraft. Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen können dann immer frei vereinbart werden.

3. Förderung für Hausbau und Hauskauf
Natürlich war das Baukindergeld auch 2020 das Thema schlechthin für Baufamilien. Umso erfreulicher, dass die Förderung im ersten Quartal 2021 in die Verlängerung geht! Die KfW hat für das Baukindergeld 2021 Hinweise für die Antragstellung und ein neues Merkblatt veröffentlicht. Dagegen laufen die Eigenheimzulage und das BaukindergeldPlus in Bayern zum Jahresende leider aus. Einen Nerv getroffen hat die KfW mit der neuen Förderung für private Ladestationen - in den ersten wenigen Wochen seit Start gingen bereits 100.000 Anträge für den Zuschuss ein. Völlig neu geordnet wird zu Jahresbeginn 2021 die Förderung von KfW und BAFA für Neubau und Sanierung. Dann geht die Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) an den Start.

4. Bauzinsen 2020 und 2021
Die Zinsen für die Baufinanzierung waren 2020 historisch niedrig und haben so vielfach einen Immobilienkauf zu guten Konditionen Raten möglich gemacht. Auch zum Ende des Baujahres ist eine anhaltend günstige Finanzierung machbar - Bestanbieter vergeben zehnjährige Darlehen bei entsprechender Bonität um 0,5 Prozent. Vergleichbare Mini-Zinsen erwarten Experten auch für 2021.

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Quelle: aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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