Welche Auswirkungen hat es, wenn ich eine Wärmedämmung mit einer Stärke von 26 cm beim Einbau um 5 cm komprimiere, weil mehr Platz baulich nicht vorhanden ist. Es handelt sich um den Neubau eines KfW 70 Doppelhauses, bei dem der Bauträger mir sagt, dass dieses Vorgehen keine negativen Auswirkungen auf die Dämmeigenschaft etc. haben soll - ich kann mir dies nicht vorstellen.
Flexible Dämmstoffe (z.B. Mineralwolle, Hanf- oder Holzfaserdämmstoffe) erreichen Ihre Dämmwirkung unter anderem auch durch Lufteinschlüsse, die isolieren. Wird die Dämmung beim Einbau stark gestopft oder gequetscht, werden diese Lufteinschlüsse deutlich reduziert und die Dämmwirkung wird vermindert. Das Komprimieren des Dämmstoffs ist in Bezug auf die Wärmedämmung also kontraproduktiv. Reicht konstruktionsbedingt der Platz nicht aus, ist es besser, einen dünneren Dämmstoff mit höherer Dämmwirkung einzusetzen.
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