Prospekt von KS Original: Schallschutz mit Kalksandstein - aktion pro eigenheim

9 KALKSANDSTEIN – Schallschutz sicher geplant – einfach ausgeführt für den Fall einer darunterliegenden Weißen Wanne von R’ w  67 dB auf R’ w  64 dB n Keine Übernahme von Anforderungen bzw. Empfehlungen für den Schallschutz innerhalb des eigenen Wohnbereichs n Verschärfungen der Anforderungen an die Trittschallüber­ tragung n Aufnahme einer Anforderung an Gebäudetechnische Anlagen n Aufnahme einer Anforderung von R’ w  58 dB für Wände ne- ben Durchfahrten, Sammelgaragen einschließlich Einfahrten sowie Wände von Spiel- oder ähnlichen Gemeinschaftsräu- men Mit der Anhebung der Anforderungen an die Luftschalldäm- mung in Mehrfamilienhäusern beträgt die Differenz zwischen erhöhter Anforderung in DIN 4109-5 und Mindestanforderung in DIN 4109-1 3 dB. Dies entspricht einem wahrnehmbaren Unter- schied und den bereits seit vielen Jahren von der Kalksandstein­ industrie ausgesprochenen Empfehlungen für den erhöhten Schallschutz. Bei den Reihen- und Doppelhäusern erfolgte hingegen eine Re- duzierung der Anforderungen an die Luftschalldämmung (Ta- fel 4). Diese Änderungen sind vor dem Hintergrund, dass es sich bei dem beschriebenen Schallschutzniveau um erhöhte An- forderungen handelt, nicht nachvollziehbar. Mit marktüblichen Konstruktionen aus Kalksandstein kann ein deutlich besserer Schallschutz erreicht werden. Eine weitere wesentliche Änderung gegenüber DIN 4109:1989 Beiblatt 2 ist, dass in DIN 4109-5 keine Festlegungen zum Schallschutz innerhalb des eigenen Wohnbereichs mehr getrof- fen werden. Da es in vielen Fällen dennoch dringend zu empfeh- len ist, hierzu vertragliche Vereinbarungen zwischen den Bau- beteiligten zu treffen, besteht hier aktuell eine Regelungslücke in DIN 4109. Abhilfe kann hier das in Abschnitt 2.2.4 beschrie- bene DEGA-Memorandum BR 0104 „Schallschutz im eigenen Wohnbereich“ [13] schaffen. Mit massiven Konstruktionen aus Kalksandstein kann auch innerhalb des eigenen Wohnbereichs das höchste Schallschutzniveau des DEGA-Memorandums realisiert werden. 2.2.2 VDI 4100 Neben DIN 4109-5 steht dem Planer die VDI-Richtlinie 4100 als Grundlage für privatrechtliche vertragliche Vereinbarungen zur Verfügung. Die Empfehlungen gliedern sich in drei Schallschutz- stufen: SSt I, SSt II und SSt III. Während die Ausgabe des Jah- res 2007 die Mindestanforderungen an den Schallschutz aus DIN 4109 in der Schallschutzstufe SSt I aufgriff, ist die aktu- elle Ausgabe aus dem Jahr 2012 losgelöst von DIN 4109 und umfasst lediglich Empfehlungen für den erhöhten Schallschutz, wobei die Anforderungswerte gegenüber der Ausgabe 2007 deutlich erhöht wurden. Eine wesentliche Änderung der Neuaus- gabe der VDI-Richtlinie ist darüber hinaus die Umstellung auf neue volumen- und richtungsabhängige Anforderungsgrößen. Die Regelungen und Empfehlungen innerhalb der aktuellen Fas- sung der Richtlinie VDI 4100 wurden in der Fachwelt kontrovers diskutiert. Aufgrund der vollständigen Abkopplung der Richtlinie von DIN 4109 (sowohl hinsichtlich der Kenngrößen als auch hinsichtlich der Anforderungshöhe) sowie den – in Bezug zu den beschriebenen Qualitätsstandards – überhöhten Anforde- rungen zur Erreichung der drei Schallschutzstufen konnte sich VDI 4100:2012 innerhalb der Planungspraxis nicht durchset- zen und stellt somit keine anerkannte Regel der Technik dar [14]. Daher wird häufig empfohlen, sich bei der Vereinbarung eines erhöhten Schallschutzes auch weiterhin auf die alte VDI 4100:2007 zu beziehen. 2.2.3 DEGA-Empfehlung 103: Schallschutzausweis Die DEGA-Empfehlung 103: Schallschutzausweis wurde im Jahr 2009 erstmalig von der Deutschen Gesellschaft für Akustik ver- öffentlicht. Im Jahr 2018 wurde eine grundlegend überarbeite- te Neufassung herausgegeben [11]. Die Empfehlung beschreibt ein Konzept zur Klassifizierung von Wohneinheiten mittels Schallschutzklassen. Die sieben Schall- schutzklassen werden als Ergänzung zu den Schallschutzanfor- derungen der Norm DIN 4109 definiert. Im Wesentlichen wer- den folgende Ziele verfolgt: n Schaffung eines mehrstufigen Systems zur differenzierten Planung und Kennzeichnung des baulichen Schallschutzes zwischen Raumsituationen unabhängig von der Art des Ge- bäudes n Entwicklung eines Punktesystems auf dieser Basis zur einfachen Kennzeichnung des Schallschutzes von ganzen Wohneinheiten oder Gebäuden Der DEGA-Schallschutzausweis ähnelt in seiner Systematik an- deren Labeling-Systemen wie z.B. der Energiekennzeichnung Weißer Ware und bietet somit dem Nutzer (in der Regel ein akustischer Laie) die Möglichkeit zur Orientierung (Bild 6). Des- halb kann der DEGA-Schallschutzausweis als ein sehr sinn- volles Werkzeug zur schallschutztechnischen Klassifizierung von Wohneinheiten bzw. -gebäuden betrachtet werden. Bild 6 Bewertungsskala für Luftschall von Wänden nach dem DEGA-Schallschutzausweis [11] E C D B A F < 50 Luftschalldämmung [dB] Doppel-/Reihenhaus Mehrfamilienhaus  50  53/54  56/57  62  67  72 A*

RkJQdWJsaXNoZXIy Nzg1MTE=