Prospekt von KS Original: Schallschutz mit Kalksandstein - aktion pro eigenheim

30 KALKSANDSTEIN – Schallschutz sicher geplant – einfach ausgeführt 5.2 Ausführungshinweise für Reihen- und Doppelhäuser Besonderes Augenmerk ist bei der Planung und Ausführung von Reihen- und Doppelhaustrennwänden auf die vollständige Tren- nung der beiden Wandschalen zu legen. Die Fuge zwischen den beiden Wandschalen ist von der Oberkante des Fundaments lückenlos bis zur Dachhaut durchzuführen (Bilder 32 und 33, Tafel 9). Zur sicheren Vermeidung etwaiger Schallbrücken so- wie sich möglicherweise einstellender, stehender Schallwellen im Fugenholraum ist dieser mit dicht gestoßenen Mineralfaser- platten Typ WTH nach DIN 4108-10 auszufüllen. Bei Fugenhohl- räumen   30 mm ist eine Dämmstoffdicke von 30 mm aus- reichend. Die Erfahrung zeigt, dass sich die asymmetrische Ausführung der Wandschalen (z.B. unterschiedliche flächenbezogene Mas- sen durch unterschiedliche Dicken oder Rohdichten der Wand- schalen) positiv auf die Schalldämmung auswirkt. Dieser Ef- fekt kann jedoch im Rahmen der vereinfachten rechnerischen Ermittlung der Schalldämmung nach DIN 4109-2 nicht erfasst werden. Für den Fall, dass in der Praxis dennoch zwei unter- schiedliche Wandschalen ausgebildet werden, liegt der Nach- weis nach DIN 4109-2 bzw. Abschnitt 3.2 unter Ansatz der flä- chenbezogenen Massen beider Wandschalen auf der sicheren Seite. Da die flankierende Übertragung auch bei Reihen- und Dop- pelhaustrennwänden eine gewisse Rolle spielt (siehe Korrek- turwert K in Abschnitt 3.2), empfiehlt es sich, die an die zwei- schalige Trennwand anbindenden flankierenden Massivbauteile als schwere Bauteile mit einer hohen flächenbezogenen Mas- se auszuführen. Darüber hinaus ist zu empfehlen, die zwei- schalige Wohnungstrennwand – analog zu einschaligen Woh- nungstrennwänden im Geschosswohnungsbau – im Bereich des Anschlusses zur Außenwand bis zur Außenkante dersel- ben durchzuführen. Dies ist im Zusammenhang mit der funk- tionsgetrennten Bauweise (KS-Außenwände mit WDVS oder zweischalige KS-Außenwände) auch unter wärmebrückentech- nischen Aspekten problemlos möglich. INFO n Trennfuge muss vom Fundament bis zum Dach durchlaufen, ohne Körperschallbrücken n Trennfuge mindestens 30 mm, besser 50 mm dick mit Mine- ralwolledämmplatten nach DIN EN 13162, Anwendungskurz- zeichen WTH nach DIN 4108-10, ausführen n Im Fundamentbereich (unterstes Geschoss) ggf. schwerere KS-Wände als in den oberen Geschossen anordnen n Randabschalungen für Stahlbetondecken verwenden n Keine Rohrleitungen durch Haustrennwände führen n Im Dachbereich auf ausreichende (schalltechnische) Dichtig- keit achten n Die Trennwand muss mindestens 10 cm tief in die Dachkons­ truktion einbinden n Durchlaufende Installationskanäle bei Reihenhäusern ver- meiden 5.3 Ausführung und Einfluss von Installationen Bereits bei der Grundrissplanung ist darauf zu achten, dass die Installationswand (für Küche, Bad, WC) nicht unmittelbar an ei- nen schutzbedürftigen Raum grenzt. Empfehlenswert ist es daher, Grundrisse spiegelbildlich zur Wohnungstrennwand zu planen und die Nassräume am Trep- penhaus anzuordnen (Bild 34). Rohrleitungen für fließende Medien (Wasser/Abwasser und Ga- se) sowie z.B. Waschbecken oder WCs sollten aufgrund des störenden Körperschalls als Vorwandinstallation mit raumsei- tiger Verkleidung ausgeführt werden. Bei Vorwandinstallationen ist darauf zu achten, dass die schalltechnische „Dichtigkeit“ der Mauerwerkswand vor deren Einbau z.B. durch das Aufbrin- gen eines Putzes oder zumindest das Verspachteln der Fugen sichergestellt wird (Bild 35). Einschalige Wände (einschalige Massivbau-Musterinstallati- onswand), an denen diese Leitungen befestigt werden, sollten nach DIN 4109-36 eine flächenbezogene Masse von mindes­ Bild 32 Dachanschluss bei einer zweischaligen Haustrennwand ohne durchlaufende Dachlatten (Brandschutz der jewei- ligen LBO beachten) Bild 33 Deckenanschluss einer zweischaligen Haustrennwand KALKSANDSTEIN. DETAILSAMMLUNG DETAIL 4.6.3.11 GEBƒUDETRENNWAND, ZWISCHENSPARRENDƒMMUNG KS-MAUERWERK ZWEISCHALIG M 1:10

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