Prospekt von KS Original: Schallschutz mit Kalksandstein - aktion pro eigenheim

24 KALKSANDSTEIN – Schallschutz sicher geplant – einfach ausgeführt Bild 24 Kellenschnitt Einfluss außenliegender Wärmedämmschichten Die Flankenübertragung der Außenwand wird durch außenlie- gende Wärmedämmschichten (wie z.B. bei WDVS oder zwei- schaligem Mauerwerk) nicht beeinflusst (Bilder 12 und 21). Alle Schichten außerhalb der massiven Außenwandschale können deshalb bei der Ermittlung der Schalldämmung zwischen be- nachbarten Wohnungen vernachlässigt werden. 5.1.4 Anschluss zwischen Wohnungstrennwand und Innen- wand Die im heutigen Mauerwerksbau übliche Anbindungsart zwi- schen Wohnungstrennwand und Innenwand ist der vermörtelte Stumpfstoß mit Stumpfstoßankern. Bild 25 stellt die korrekte Ausführung eines vermörtelten Stumpfstoßes dar. Um die Sicherheit der Verbindung zu erhöhen und einen akus- tischen Abriss infolge Schwindens zu vermeiden, empfiehlt sich die Verwendung von schwindarmen Mörteln und die Begren- zung der Dicke der Stoßfuge. Dies wird beispielsweise durch die Verwendung von Dünnbettmörtel gewährleistet. Die fehler- hafte Ausführung dieser Stoßstelle führt zu einer drastischen Reduzierung der Schalldämmung (Bild 26). Der gemauerte Ver- band ist eine Alternative zur dauerhaft starren Ausführung der Stoßstelle. Im Gegensatz zur biegesteifen Verbindung kann der Knotenpunkt, wie in Bild 27 dargestellt, ebenfalls als Stumpf- stoß mit planmäßiger Entkopplung (Dämmmaterial in der Fu- ge) ausgeführt werden. Hierdurch wird die flankierende Übertragung über die Innen- wände verringert, und der Schallschutz zwischen den benach- barten Wohnungen verbessert. Es muss allerdings beachtet werden, dass sich dadurch gleichzeitig der Schallschutz im ei- genen Wohnbereich (Schalldämmung der Innenwand) bei Ent- kopplung mehrerer Flanken verschlechtern kann. INFO Bei Entkopplung der Verbindung Wohnungstrennwand – Innen- wand, sollten die anderen Stoßstellen der nicht tragenden In- nenwand starr ausgeführt werden. Folgende Ausführungsvarianten können empfohlen werden: n Starre Stoßstelle, m’ > 200 kg/m² (KS 11,5 – RDK 2,0) n Planmäßige akustische Entkopplung, m’ < 200 kg/m² Eine zusammenfassende Betrachtung der schallschutztech- nischen, statischen und brandschutztechnischen Aspekte gibt Tafel 12 wieder. Variante 1: Stumpfstoß, wenn Außenwandlänge  1,25 m Variante 1a: Stumpfstoß, akustisch kraftschlüssig Variante 1b: Stumpfstoß, akustisch entkoppelt Variante 2: „Durchführen“, wenn Außenwandlänge  1,25 m Variante 2a: „Durchführen“, akustisch kraftschlüssig Die bauübliche handwerkliche Ausführung neigt zu einem akustischen Abriss Þ Schalltechnische Verbesserung! Variante 2b: „Durchführen“, akustisch entkoppelt Die planmäßige schalltech- nische Entkopplung ist bei hohen Anforderungen ( R‘ w  57 dB) zu empfehlen. Fenster- öffnungen Fenster- öffnungen Fenster- öffnungen Fenster- öffnungen  1,25 m  1,25 m > 1,25 m > 1,25 m Bis zu einer Pfeilerlänge der Außenwand von  1,25 m ist die auf den Nachbarraum übertragene Schallenergie bei nahezu raumhohen Fensteröffnungen gering. Daher können aus baupraktischen Gründen dort Stumpfstöße ausgeführt werden. Akustische Trennung ist anzu- setzen bei mangelhafter hand- werklicher Ausführung und Bau- stoffen mit unterschiedlichem Verformungsverhalten. Diese Ausführung ist nicht zu empfehlen. Eine Verschlechterung der Schalldämmung ist möglich. Bild 23 Ausführungsvarianten der Stoßstelle zwischen Außenwand und Wohnungstrennwand unter Berücksichtigung der Baupraxis

RkJQdWJsaXNoZXIy Nzg1MTE=