Prospekt von KS Original: Schallschutz mit Kalksandstein - aktion pro eigenheim

21 KALKSANDSTEIN – Schallschutz sicher geplant – einfach ausgeführt 4.3 Schallschutz im eigenen Wohnbereich An den Schallschutz im eigenen Wohnbereich werden in DIN 4109 keine Anforderungen gestellt. Es wird davon aus- gegangen, dass Lärmquellen im eigenen Wohnbereich selbst beeinflusst werden können und daher keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich sind. In der Praxis ist aber fest- zustellen, dass auch der Schallschutz im eigenen Wohn- und Ar- beitsbereich ein wichtiges Kennzeichen für hohe Bauqualität ist. Denn nahezu alle Tätigkeiten des täglichen Lebens unter einem Dach sind mit mehr oder weniger starkem Lärm verbunden: n Hausarbeiten, z.B. Staubsaugen, Kochen mit Dunstabzugs- haube n Spielen im Kinder- oder Wohnzimmer etc. Parallel zu diesen lauten Tätigkeiten besteht bei anderen Fa- milienmitgliedern der Wunsch nach Ruhe für konzentrierte Tä- tigkeiten oder Erholung, z.B.: n Lernen, Lesen etc. n Arbeiten im Homeoffice Um die gleichzeitig stattfindenden „lauten“ und „leisen“ Tätig- keiten ohne gegenseitige Störung ausführen zu können, ist es wichtig, den Schallschutz im eigenen Wohnbereich zu planen. Hierzu zählt zum einen die Grundrissgestaltung, bei der „lau- te“ und „leise“ Räume sinnvoll angeordnet werden. Zum ande- ren ist zu bedenken, dass offen gestaltete Treppenhäuser und Wohnräume nur einen geringen Schallschutz im eigenen Wohn- bereich ermöglichen. Soll ein hoher Schallschutz innerhalb der eigenen Wohnung erreicht werden, sind solche Raumkonzepte also zu hinterfragen. Die Empfehlungen der Kalksandsteinindustrie für den Schall- schutz im eigenen Wohnbereich entsprechen der Klasse EW 3 aus dem DEGA-Memorandum BR 0104 (Tafeln 4 und 5). Für die vertikale Schalldämmung (z.B. zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss) wird dort ein Schalldämm-Maß von R’ w = 55 dB empfohlen. Diese Anforderung ist mit leichten flankierenden Massivwänden ( m’ < 200 kg/m 2 ) ohne Entkopp- lung praktisch nicht einzuhalten. Bei schalltechnisch entkop- pelten, leichten Massivwänden ist zu beachten, dass bereits eine Überspachtelung der Trennfuge die schalltechnische Wirk- samkeit der Entkopplung aufheben kann. Bild 20 Beispielhafte Raumsituation für den Schallschutz im eigenen Wohnbereich Raum- höhe 2,60 m Boden/Decke 22 cm Normalbeton 17,5 KS, RDK 2,0 11,5 KS, RDK 2,0 Kind Kind R’ w = 47,6 dB D nT,w = 48,1 dB 4,00 3,50 3,36 6,66 3,50 Die Betrachtung einer beispielhaften Raumsituation (Bild 20) zeigt, dass mit üblichen Kalksandsteinkonstruktionen die Emp- fehlungen an den erhöhten Schallschutz gemäß DEGA-Memo- randum BR 0104 mit 47 dB erreicht werden. Für die dargestellte Raumsituation wird ein Bauschalldämm-Maß von 47,6 dB (mit Sicherheitsbeiwert) ( D nT,w = 48,1 dB) erreicht. Ein besonderer Vorteil massiver innerer Trennwände aus Kalksandstein mit hohen Rohdichten liegt im homogenen Verlauf der frequenzab- hängigen Schalldämmkurve. Damit wird im Vergleich zu ande- ren Konstruktionsweisen über den gesamten Frequenzbereich eine gute Schalldämmung erreicht. Wenn Anforderungen an die Schalldämmung von Trennwänden innerhalb einer Wohnung gestellt werden, ist bei der Ausführung entkoppelter Anschlüsse zu beachten, dass die Direktdämmung nach DIN 4109-2 durch Korrekturwerte, die je nach flächenbe- zogener Masse der entkoppelten Bauteile und der Anzahl der entkoppelten Kanten bis zu 6 dB betragen können, abzumin- dern ist. Im KS-Schallschutzrechner (Abschnitt 3) wird diese Korrektur automatisch berücksichtigt.

RkJQdWJsaXNoZXIy Nzg1MTE=