Prospekt von KS Original: Schallschutz mit Kalksandstein - aktion pro eigenheim

16 KALKSANDSTEIN – Schallschutz sicher geplant – einfach ausgeführt n Alle Bauteilanschlüsse werden starr ausgebildet (vgl. Ab- schnitt 4), da einfache Anschlussdetails ein deutlich gerin- geres Risiko der fehlerhaften Bauausführung aufweisen, als komplizierte und aufwendige Sonderkonstruktionen wie z.B. planmäßige Entkopplungen. n Die Wohnungstrennwand wird durch die Außenwand „durch- geführt“ (Bild 12). Dadurch ist ein in der Baupraxis nicht sicher zu verhindernder Abriss der vermörtelten Fugen zwi- schen Trennwand und Flanken nicht nachteilig für den Schall- schutz, sondern führt sogar zu einer Verbesserung der Flan- kendämmung. n Der Planer verfügt über ausreichend Erfahrung im Bereich der schallschutztechnischen Planung und Realisierung von Objekten in Kalksandstein-Bauweise. 3.2 Schallschutznachweis für Reihen- und Doppelhäuser Anders als bei einschaligen Trennbauteilen, wie sie üblicher- weise im massiven Geschosswohnungsbau Anwendung finden, werden Reihen- und Doppelhaustrennwände in Deutschland standardmäßig als zweischalige Konstruktionen ausgeführt. Durch die Ausführung von zwei biegesteifen Schalen mit durch- gehender Trennfuge kann die Schallübertragung zwischen be- nachbarten Häusern gegenüber einschaligen Haustrennwän- den erheblich verringert und somit die Schalldämmung erhöht werden. Die zweischalige Ausführung der Trennwände gilt für Reihen- und Doppelhäuser bereits seit vielen Jahren als anerkann- te Regel der Technik [8]. Vor diesem Hintergrund erfolgt der Schallschutznachweis für diese Gebäude nicht nach dem zuvor beschriebenen Rechenverfahren auf Basis von DIN EN 12354-1. In DIN 4109-2 wird abweichend davon ein vereinfachter Ansatz definiert, der auf dem alten Verfahren in DIN 4109 Beiblatt 1 aufbaut und dieses in geeigneter Weise modifiziert: R’ w,2 = R’ w,1 +  R w,Tr – K mit R’ w,2 Bewertetes Schalldämm-Maß der zweischaligen Haus- trennwand R’ w,1 Schalldämm-Maß einer gleichschweren einschaligen Wand  R w,Tr Zweischaligkeitszuschlag in Abhängigkeit von der Kopp- lung im Fundamentbereich, Tafel 9 K Korrekturwert zur Berücksichtigung der Übertragung über flankierende Decken und Wände. Der Zweischaligkeitszuschlag  R w,Tr wird im Gegensatz zu DIN 4109 Beiblatt 1 nicht pauschal mit 12 dB angesetzt, son- dern trägt der Tatsache Rechnung, dass in der Praxis häufig Ausführungen des unteren Gebäudeabschlusses gewählt wer- den, die zu deutlich geringeren Zuschlägen führen. Deshalb wird in DIN 4109-2 ein abgestufter Zuschlag für die Zweischa- ligkeit  R w,Tr definiert, der in 3-dB-Stufen die unterschiedlichen Kopplungsbedingungen im Fundamentbereich bei unvollstän- diger Trennung und unterschiedlichen Raumsituationen be- rücksichtigt. Tafel 9 zeigt den anzusetzenden Zweischalig- keitszuschlag für unterschiedliche Fundamentausbildungen und Raumsituationen. Eine zusätzliche Erweiterung des bisherigen Nachweisverfah- rens berücksichtigt den Einfluss flankierender Decken und Wän- de über den Korrekturwert K . Dieser ist jedoch nur relevant, wenn die Übertragung im Fundamentbereich vernachlässigt werden kann (  R w,Tr = 12 dB) und wenn die mittlere flächen- bezogene Masse der auf die Haustrennwand stoßenden mas- siven Flanken kleiner ist als die der empfangsraumseitigen Schale der Haustrennwand. Weitere Erläuterungen hierzu sind in [4] zu finden. Dieser Rechenansatz gilt für Trennwände mit einem Schalen- abstand von mindestens 30 mm und einer Hohlraumverfüllung mit Mineralwolledämmplatten (Typ WTH nach DIN 4108-10). Eine Vergrößerung des Schalenabstands wirkt sich bei einer vollständigen Trennung der Wandschalen positiv auf das Schall- dämm-Maß aus. Um diesem Aspekt Rechnung zu tragen, darf der Zweischaligkeitszuschlag  R w,Tr nach DIN 4109-2 um 2 dB Trennwand Schalltechnisch günstig: Trennwand durchstößt die Außenwand, nicht kraft- schlüssig angeschlossen Schalltechnisch günstig: Trennwand durchstößt die Außenwand, kraftschlüssig angeschlossen Bild 12 T-Stoß: Trennwände durchgehend, flankierende Wände stumpf angeschlossen

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