Prospekt von KS Original: Schallschutz mit Kalksandstein - aktion pro eigenheim

15 KALKSANDSTEIN – Schallschutz sicher geplant – einfach ausgeführt dämm-Maß variiert in diesem Fall nicht, da nur eine Flanke entkoppelt wird. Es wird deutlich, welche Auswirkungen unter- schiedliche konstruktive Ausbildungen auf das resultierende Bauschalldämm-Maß haben. Die Gegenüberstellung der Be- rechnungsergebnisse nach DIN 4109-2:2018 und denen nach DIN 4109 Beiblatt 1:1989-11 zeigt anschaulich den Genauig- keitszuwachs der durch die Umstellung auf das aktuelle Re- chenverfahren erreicht wurde [17]. Mit dem KS-Schallschutzrechner können die folgenden Berech- nungen und Nachweise durchgeführt werden: n Schalldämmung R‘ w einschaliger massiver Wände und De- cken zwischen zwei Räumen n Schallschutz D nT,w zwischen zwei Räumen horizontal und ver- tikal n Massivbauteile mit Vorsatzschalen (z.B. schwimmende Estri- che oder abgehängte Decken) n Frei wählbare Stoßstellenausbildungen bzw. Kopplungen zu Flankenbauteilen n Schalldämmung bzw. Schallschutz zweischaliger Haustrenn- wände n Trittschallpegel L‘ n,w bzw. Trittschallschutz L nT,w für Decken Er ermöglicht: n Eingabe mehrschaliger Bauteile (Leichtbau) n Berücksichtigung von Spektrum-Anpassungswerten n Bemessung des Schallschutzes gegenüber Außenlärm n Bemessung des Schallschutzes bei Aufzugsanlagen 3.1.3 Nachweis anhand der maßgeblichen Übertragungs­ situation Der Nachweis des Luftschallschutzes erfolgt nicht mehr über eine reine Betrachtung des Trennbauteils, sondern über die Be- trachtung der maßgeblichen Übertragungssituation. Zu berück- sichtigen und schallschutztechnisch zu dimensionieren sind in diesem Zusammenhang Übertragungssituationen zwischen schutzbedürftigen Räumen (in der Regel Aufenthaltsräume). INFO Vor der rechnerischen Dimensionierung legt vor allem eine schalltechnisch günstige Grundrissgestaltung die wesentliche Basis für einen guten Schallschutz. Der planende Ingenieur oder Architekt hat die Aufgabe, die maß- gebliche Übertragungssituation zu identifizieren und anhand dieser den Nachweis des Schallschutzes zu erstellen. Um die maßgebende Übertragungssituation zu bestimmen, können die folgenden Anhaltspunkte eine Hilfestellung bieten: n Kleine Trennbauteilfläche (bei Bemessung nach R‘ w ), kleines Raumvolumen des Empfangsraums (bei Bemessung nach D nT,w ) n Flanken mit kleinen Flankenschalldämm-Maßen (z.B. stumpf an das Trennbauteil anbindende Massivbauteile mit geringer Rohdichte) n Entkopplung am Stumpfstoß (siehe Tafel 8 und Bild 11) n Entkopplung des Trennbauteils an mehr als einer Kante n Bei vertikaler Übertragung in der Regel Eckräume oder Über- tragungssituationen mit übereinanderliegenden, versetzt an- geordneten Räumen (weil T-Stöße geringere Flankenschall- dämm-Maße aufweisen als gleichartige Kreuz-Stöße). Kleine Aufenthaltsräume können bei der vertikalen Schallüber- tragung ebenso zu den maßgeblichen Übertragungssituationen zählen wie Räume mit leichten flankierenden Massivbauteilen (flächenbezogene Massen m’ < 200 kg/m 2 ). Durch die Dimensionierung aller Bauteile anhand der maßgeb- lichen Übertragungssituation erreichen die übrigen, nicht maß- geblichen Räume einen höheren Schallschutz und erfüllen da- mit automatisch die Anforderungen. 3.1.4 Sicherheitsbeiwert Die Eigenschaften der verwendeten Baustoffe und die Qualität der Bauausführung sind Schwankungen unterlegen. Dies wird in DIN 4109-2 mit dem Sicherheitsbeiwert u prog berücksichtigt. Der Sicherheitsbeiwert berücksichtigt die Unsicherheiten in- folge dieser Schwankungen und reduziert das prognostizierte Schalldämm-Maß. Dadurch liegt der schalltechnische Nach- weis „auf der sicheren Seite“. Der um den Sicherheitsbeiwert reduzierte Rechenwert muss größer sein, als der mindestens erforderliche Wert der Anforderungskenngröße: R’ w – u prog  R‘ w,erf Der Sicherheitsbeiwert beträgt für die Luftschalldämmung pau- schal 2 dB und für die Trittschalldämmung 3 dB. Wird ein Nach- weis zu bauaufsichtlich relevanten Anforderungen oder zum er- höhten Schallschutz nach DIN 4109-5 geführt, so sind diese Sicherheitsbeiwerte verbindlich. Wird hingegen ein Nachweis über ein privatrechtlich auf anderer Grundlage vereinbartes Niveau geführt, liegt die Festlegung der Prognose-Unsicherheit in der Verantwortung des Planers [4]. Langjährige durch schalltechnische Messungen abgesicherte Erfahrungen innerhalb der Kalksandsteinindustrie zeigen, dass der Sicherheitsbeiwert auf ein Maß von 1 dB reduziert werden kann, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: n Es handelt sich um Geschosswohnungsbau mit einscha- ligen Trennwänden sowie Innen- und Außenwänden aus Kalksandsteinmauerwerk und Geschossdecken aus Stahl­ beton mit schwimmendem Estrich. n Die Ausführungsempfehlungen des Abschnitts 4 werden ein- gehalten.

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