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Photovoltaik-Anlagen: Elektrosmog vermeiden

Die wichtigsten Tipps zur Planung der Solaranlage

Rund 1,4 Millionen Photovoltaik-Anlagen gibt es in Deutschland. Indem sie Sonnenenergie in nutzbaren Strom umwandeln, leisten sie einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung. Doch bei der Energieerzeugung entsteht ein unliebsamer Nebeneffekt: Elektrosmog. So können sich Hausbesitzer schützen und die Vorzüge ihrer Photovoltaik-Anlage sorglos genießen.

Solarmodul einer Photovoltaik-AnlageBild größer anzeigen
Photovoltaik-Anlagen erzeugen nicht nur wertvolle Energie aus Sonnenlicht, sondern produzieren auch ElektrosmogFoto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar
Wechselrichter einer Photovoltaik-AnlageBild größer anzeigen
Der Wechselrichter der Photovoltaik-Anlage sollte immer weit weg von Ruhezonen, möglichst im Keller, installiert werdenFoto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Viele Hausbesitzer befürchten gesundheitliche Risiken durch Elektrosmog von der eigenen Photovoltaik-Anlage. Die Sorge ist jedoch unbegründet, denn vor möglicher elektromagnetischer Strahlung können sich die Bewohner schützen. Mit einer guten Planung und einer fachgerechten Installation der Photovoltaik-Anlage lassen sich Beeinträchtigungen durch Elektrosmog verhindern.

Warum produziert eine Photovoltaik-Anlage Elektrosmog?
Eine Photovoltaik-Anlage erzeugt tagsüber, wenn die Sonne scheint, in ihren Solarzellen einen Gleichstrom. Dieser wird mit einem Wechselrichter in nutzbaren Wechselstrom umgewandelt und spart somit Stromkosten. Bei der Umwandlung entstehen allerdings elektrische, magnetische Felder und so genannte Oberwellen - Elektrosmog.

Welche Beschwerden kann Elektrosmog verursachen?
Elektrosmog kann bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, die sich regelmäßig sehr nahe an einzelnen Komponenten der Anlage aufhalten. Geklagt wird im Zusammenhang mit Elektrosmog oftmals über Kopfschmerzen, Nervosität und Atembeschwerden.

Wie lässt sich Elektrosmog durch die Photovoltaik-Anlage vermeiden?
Es gibt zwei Arten von Wechselrichtern. Wechselrichter mit Trafo erzeugen wenig Oberwellen in den Leitungen, dafür aber erhebliche Magnetfelder. Bei elektronischen Wechselrichtern ist es umgekehrt: kaum Wechselfelder, dafür viele Oberwellen. Diese werden als "Dirty Power" auch in die Photovoltaik-Module weitergeleitet. Wichtig bei der Planung und Installation der Photovoltaik-Anlagen ist, dass der nötige Sicherheitsabstand eingehalten wird. Besteht ein Abstand von über zwei Metern zu den Anlagenkomponenten, sind keine höheren Messwerte im Vergleich zu den allgemein vorhandenen Feldern in einer Wohnung zu erwarten. In jedem Fall sollte der Wechselrichter weit weg von Ruhezonen, möglichst im Keller, installiert werden. Ganz wichtig: Die Kabel sollten dicht beieinander liegen und geerdet werden. So lässt sich der Elektrosmog auf ein Minimum reduzieren. Im Zweifelsfall sollten Hausbesitzer die Photovoltaik-Anlage von einem qualifizierten Baubiologen überprüfen lassen.

Photovoltaik-Anlage geplant? Hier die wichtigen Tipps gegen Elektrosmog:

  1. Die Installation des Wechselrichters in der Nähe zum Schlafplatz ist zu vermeiden. Empfohlen wird ein Sicherheitsabstand von mindestens 2 Metern, auch zu allen Leitungen.
  2. Bei elektronischen Wechselrichtern sollten die Leitungen zu den Photovoltaik-Modulen geerdet werden. Die Oberwellen (“Dirty Power“) in den Leitungen können durch den Einsatz von Filtern vermieden werden.
  3. Auf kurze Leitungsführungen und dicht beieinander liegende Kabel achten.
  4. Zur Vermeidung störender Geräusche sollten die Wechselrichter nicht auf Resonanzkörpern, z.B. dünnen Holzwänden oder Dachsparren, montiert werden.
  5. Auf Steuerungs- und Informationssysteme per Funk verzichten.
  6. Bereits im Vorfeld der Installation einer Photovoltaik-Anlage einen qualifizierten Baubiologen kontaktieren.
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Quelle: Verband Baubiologie
 
 
 
 

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