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Elektroinstallation mit Voraussicht planen

Bei Haustechnik nicht an der Sicherheit sparen

Eine intelligente Planung der Elektroinstallation beim Bau eines Hauses ist bares Geld wert, denn das einmal eingebaute Netzwerk bleibt meist jahrzehntelang im Einsatz und die Haustechnik wird immer ausgeklügelter. Eine zukunftsfähige Elektroinstallation ist auch bei kleinem Budget drin. Am Sicherheitsstandard sollte dabei allerdings nicht gespart werden. Hier die wichtigsten Tipps für die Planung der Elektroinstallation.

Elektroinstallation im RohbauBild größer anzeigen
Weniger ist mehr? Nicht bei der Elektroinstallation - hier sollten Bauherren an die Zukunft und die Sicherheit der Haustechnik denkenFoto: Initiative Elektro+

Die Elektroinstallation sollte so nah wie möglich an den Lebensgewohnheiten und Wünschen der Bewohner ausgerichtet werden. Bei der Planung stellen sich deshalb folgende Fragen: Wo liegen die Lastschwerpunkte im Haus, wo wird also besonders viel Strom benötigt, beispielsweise für den Betrieb von elektrischen Geräten? Sind genügend Stromkreise, Leitungsschutzschalter, Schalter und Steckdosen vorhanden? Wie lassen sich Standby-Verluste reduzieren und so unnötige Kosten einsparen? Hier lohnen sich schaltbare Steckdosen statt Steckerleisten: Sie bieten mehr Komfort und reduzieren das Risiko von Schwelbränden.

Für spätere Nachrüstung vorsorgen
Wer schon beim Hausbau eine mögliche spätere Umnutzung der Räume einplant, der ist auch Jahre nach dem Einzug auf der sicheren Seite - auch wenn das Budget anfangs nicht ausreicht, um sich alle Haustechnik-Wünsche in Richtung Komfort oder Energieeffizienz zu erfüllen. Stattdessen werden einfach leere Elektroinstallationsrohre und Unterputzdosen eingebaut und für eine spätere Nutzung aufgehoben. Denn ist die Infrastruktur einmal verlegt, kann eine Haussprechanlage oder die elektrische Rollladensteuerung leicht nachgerüstet werden. Oft sind für das Plus an Flexibilität und Komfort nur zwei Meter zusätzlich nötig - das kostet im Rohbau nur wenige Euro mehr. Wichtig ist, die Leitungen vor dem Überputzen im Plan der elektrischen Anlage zu hinterlegen. Dann ist eine spätere Aktivierung, ob mit Funksystem oder ohne, leicht realisierbar.

Sichere Elektroinstallation – die wichtigsten Tipps:

  • Das nachträgliche Installieren von Schaltern, Steckdosen und Lampenanschlüssen ist fünfmal so teuer wie beim sofortigen Einbau. Daher gilt: Hier besser zu viele als zu wenige Anschlüsse einplanen.
  • Werden Steckdosen im Außenbereich benötigt, etwa für Elektrogrill, Teichpumpe oder Rasenmäher, sollten diese aus Sicherheitsgründen unbedingt von innen schaltbar sein.
  • Alle Geräte, die viel Strom verbrauchen, wie beispielsweise Elektroherd, Waschmaschine oder Durchlauferhitzer, brauchen einen eigenen Stromkreis mit eigener Sicherung. Sonst können sie nicht gleichzeitig benutzt werden.
  • Rauchmelder können Leben retten und sind in vielen Bundesländern bereits Vorschrift. Sie sollten in jedem Raum installiert und idealerweise auch vernetzt werden. So hört man auch im Schlafzimmer, wenn im Keller ein Feuer ausgebrochen sein sollte.
  • Mit der so genannten Einzelraumregelung kann die Temperatur für jeden einzelnen Raum nach den jeweiligen Bedürfnissen eingestellt werden. So kann in einem Zimmer, in dem sich tagsüber niemand aufhält, die Temperatur automatisch herunter geregelt werden. Das senkt die Heizkosten und den Energieverbrauch. Gleichzeitig kann die Heizung automatisch angeschaltet und damit ein Raum vorgewärmt werden, bevor man ihn betritt – etwa das Badezimmer morgens nach dem Aufstehen.
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Quelle: Initiative Elektro+
 
 
 
 

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