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Blitzschutz: Haus vor Blitzeinschlägen und Bränden sichern

Zuverlässiger Schutz für Gewitter und Unwetter

Allein in Deutschland werden pro Jahr rund 1,3 Millionen Blitze registriert. Und jeder Dritte führt zu Schäden durch direkten Einschlag oder Überspannung. Was viele nicht wissen: Ein Blitzableiter als Schutz genügt nicht. Ein Haus sollte immer doppelt - sowohl außen als auch innen - mit dem nötigen Blitzschutz ausgestattet sein.

Blitz am Himmel über HausBild größer anzeigen
Ein Blitzeinschlag kann teuer werden, deutlich weniger zahlen Bauherren für einen guten BlitzschutzFoto: Dream Emotion / Fotolia

Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Blitzschutz für kleinere Einfamilienhäuser nicht. Daher sind in Deutschland oft nur öffentliche Gebäude mit einem Blitzableiter ausgestattet, private Häuser nicht. Die Folge: Gewitter sorgen mit Blitzeinschlägen immer wieder für Brände, Kurzschlüsse und hohe Sachschäden. Ein Blitzeinschlag kann teuer werden, deutlich weniger zahlen Bauherren für einen guten Blitzschutz: Eine Investition, die sich lohnt, da im schlimmsten Fall bei einem Blitzeinschlag das ganze Haus abbrennen kann. Der Blitzschutz kostet bei einem Einfamilienhaus (Neubau) ab etwa 2.000 Euro. Bei einer Nachrüstung sind die Kosten für einen effizienten Blitzschutz etwas höher, also lieber nicht warten. Der Einbau einer Blitzschutz-Anlage sollte von einem speziellen Blitzschutz- oder Elektro-Fachbetrieb übernommen werden.

Der äußere Blitzschutz
Den Blitz "einzufangen", bevor er das Haus trifft - das ist das Grundprinzip des äußeren Blitzschutzes. Das passiert am höchsten Punkt des Hauses, dem Dach. Hier wird der Blitzableiter als äußerer Blitzschutz platziert. Er setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Fangeinrichtung, Ableitung und Erdung. Die Fangeinrichtung muss die höchste Stelle des Hauses überragen. Schlägt der Blitz ein, wandert der Strom über die Ableitung senkrecht an den Wänden vom Haus entlang in den Boden. Die Ableitung ist so konstruiert, dass sie einen Faradayschen Käfig bildet, der das Haus und auf Dach installierte Solar-Anlagen vor dem Blitzeinschlag zuverlässig schützt und die Blitzenergie kontrolliert in die Erde ableitet.

Der innere Blitzschutz
Neben dem Blitzableiter als äußeren Blitzschutz sollte jedes Haus noch über einen inneren Blitzschutz verfügen: den so genannten Überspannungsschutz. Ein solcher Überspannungsschutz kann empfindliche Haushaltsgeräte vor einem “Überstrom“ schützen. Dieser entsteht, wenn im Umkreis von etwa anderthalb Kilometern ein Blitz einschlägt und elektrische Leitungen in Mitleidenschaft zieht. Auch der innere Blitzschutz besteht aus drei Komponenten: Blitzstromableiter am Hausanschlusskasten oder Stromzähler, Überspannungsschutz im Stromkreisverteiler und Endgeräteschutz (Schutzstecker). Der Überspannungsschutz verhindert gewaltige Kurzschlüsse und beugt so nicht nur Schäden an elektrischen Gerät vor, sondern schützt die Bewohner auch vor Elektro-Bränden.

3 Tipps für Ihre Sicherheit bei Gewittern:

  • Telefonieren Sie während eines Gewitters nicht mit schnurgebundenen Geräten!
  • Bei Elektrogeräten einen Überspannungschutz installieren!
  • Falls kein Überspannungsschutz installiert ist: Ziehen Sie die Stecker für die Dauer des Gewitters!
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Quelle: aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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