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Besser als Passivhaus-Standard

Haus aus massivem Dämmstein benötigt keine zusätzliche Wärmedämmung

In Morsum, südöstlich von Bremen, entsteht ein Neubau mit einschaligen massiven Außenwänden aus Porenbeton, die die Wärmeschutzanforderungen von Energieeffizienz- und selbst Passivhäusern erfüllen - und das ohne zusätzliche Wärmedämmung.
Haus aus Porenbeton
Die Außenwände des Hauses bestehen aus Porenbeton und benötigen durch die hohe Dämmleistung der Planblöcke mit einer Wärmeleitfähigkeit von nur 0,07 W/(mK) keine zusätzliche Wärmedämmung
Foto: Xella Deutschland GmbH
Ytong Kombidach
Das Ytong Kombidach besteht aus Dachplatten aus Porenbeton und einer mineralischen Dämmung aus Ytong Multipor
Foto: Xella Deutschland GmbH
Nachdem das vorherige Haus des Bauherrn nach Brandstiftung komplett abgebrannt war, suchte er vor allem nach einer Massivbauweise, bei der auf meist brennbare Wärmedämmstoffe verzichtet wird. Dies sah er durch die Verwendung des neuen Ytong Planblocks PP 1,6-0,25 mit einer Wärmeleitfähigkeit von nur 0,07 W/(mK) erfüllt - der mit seinen Dämmeigenschaften zudem den Anforderungen eines Passivhauses entspricht. Das Satteldach wird als massives Ytong Kombidach ausgeführt. Die Basis bilden Ytong Dachplatten PDA 4.4-0,55 aus Porenbeton mit 24 cm Dicke, auf denen eine ebenfalls 24 cm starke Mineraldämmplatte aus Ytong Multipor mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,045 W/(mK) aufgebracht wird. Mit einem passivhausgeeigneten U-Wert von 0,15 W/(m²K) erreicht das Dach die gleiche energetische Qualität wie die Außenwände und überzeugt neben dem Brandschutz mit einem ausgezeichneten winterlichen sowie sommerlichen Wärmeschutz.

Energetische Optimierung bis ins Detail
Bereits mit einer Wanddicke von 36,5 cm gebaut entsprechen einschalige Wandkonstruktionen dem Energiestandard eines KfW-Effizienzhauses 55. Der Neubau in Morsum entsteht sogar mit einer Wandstärke von 48 cm - bei einem daraus folgenden U-Wert von 0,15 W/(m²K) erreicht das Haus somit Passivhaus-Standard. Dabei handelt es sich mit Blick auf die energetische Qualität um ausgesprochen schlanke Wände, denn zur Steindicke hinzuzurechnen sind lediglich Innen- und Außenputz, jedoch keine Wärmedämmung, für die bei Passivhäusern sonst allein schon 25 bis 40 cm empfohlen werden.

Beim innovativen energiesparenden Bauen liegt das Augenmerk nicht allein auf dem hohen Wärmeschutz der ungestörten Wand, auch die Wirkung von Wärmebrücken muss minimiert werden. Das verbessert die Energiebilanz des Gebäudes, vor allem aber verhindert es punktuell kühlere und damit feuchteanfälligere Zonen auf der Innenseite der Außenwände. Hier bringt der Ytong Planblock das gewünschte Ergebnis. Denn durch seine homogene Porenstruktur besitzt er in alle Richtungen die gleichen thermischen Eigenschaften und minimiert somit Wärmebrücken. Der Neubau ist noch weiter energetisch optimiert. So liegt die Filigrandecke zwischen Erd- und Obergeschoss nur 18 cm auf den Außenwänden auf, sodass 30 cm Platz für die Stirnseitendämmung der Decke und eine Vormauerung bleibt. Ähnlich ist die Situation an den Stürzen gelöst, deren Dämmung mit Ytong Multipor erfolgt. Die Öffnungen für die Fenster wurden zunächst stumpf ausgeführt, was ein schnelles wirtschaftliches Errichten der Wände ermöglicht. Anschließend erhalten die Laibungen einen Fensteranschlag aus Porenbeton, sodass das Haus auch an diesem Detail homogen im Material wärmebrückenfrei und luftdicht ist.

Energieeffizienz durch moderne Haustechnik
Der Ytong Planblock ist mit seiner perfekten Wärmedämmleistung äußerst wichtig bei der Umsetzung des Passivhaus-Energiekonzeptes. Zu diesem gehört neben dem Wärmeschutz der Gebäudehülle das begrünte Massivdach, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die dreifach Verglasung der Fenster sowie eine Solaranlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung. Sie gibt die Wärme an eine Fußbodenheizung ab, die ebenso im Estrich liegt wie die Rohre der Lüftungsanlage. Mit ihrer Wärmerückgewinnung sorgt die Lüftung für kontinuierlich ausgetauschte und damit auch bei Abwesenheit der Bewohner frische Raumluft, ohne dass wie beim Stoßlüften wertvolle Wärme verloren geht. Gleichzeitig stellen die dreifache Verglasung und der ausgezeichnete Uw-Wert der Fenster von 0,8 W/(m²K) auch für diese Bauteile einen hohen Wärmeschutz sicher. Im Unterschied zum Passivhaus im engeren Sinne sichert hier allerdings eine Brennwertheizung auf Erdgasbasis die Grundlast der Heizung. Durch ausgezeichnete Wärmedämmung und modernste Haustechnik unterschreitet das Haus mit nur 14 kWh/m²a sogar den Energiekennwert der Heizwärme für das Passivhaus von 15 kWh/m²a. Für die Bauherren bedeutet dies eine wohnlich-warme Lebenswelt mit geringem Energieverbrauch und damit auch deutlich reduzierten Energiekosten.

Quelle: Xella Deutschland GmbH
 
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