20.01.2017

30- bis 40-Jährige sind Verlierer-Generation auf Wohnungsmarkt

Weniger Wohneigentum bei Jobstartern und Familiengründern

Eigentlich gehörten Jobstarter und Familiengründer immer zur typischen Klientel für den Hausbau oder Wohnungskauf - doch in den vergangenen 15 Jahren ist die Eigentumsquote der 30- bis 40-Jährigen um mehr als zehn Prozent zurückgegangen. Immer seltener können sie sich ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung leisten. Gründe sind auch die stärkere räumliche Mobilität sowie der Trend zum Wohnen in der Stadt.

Grundstücke in Neubaugebiet, Bodenplatte im VordergrundBild größer anzeigen
Das klassische Eigenheim steht weiter ganz oben auf der Wunschliste der Deutschen, doch immer weniger 30- bis 40-Jährige können sich den Wunsch nach Wohneigentum noch erfüllen Foto: aktion pro eigenheim

Schon jetzt steht ein Thema im Bundestagswahlkampf 2017 fest: Der Wohnungsbau wird eine zentrale Rolle im Wahljahr spielen. Die Forderung nach bezahlbaren Mietwohnungen wird genauso zu den Top-Wahlkampfthemen gehören wie das Ziel von einem Großteil der Menschen in Deutschland, sich eine bezahlbare Eigentumswohnung oder ein Eigenheim kaufen zu können.

Statt dessen zeigt sich derzeit eine langfristig eher stagnierende Wohneigentumsquote in
Deutschland. Im europäischen Vergleich weist Deutschland knapp vor Schweden und der Schweiz die drittniedrigste Wohneigentumsquote auf. Mit Abschaffung der Eigenheimzulage Ende 2005 ist das Thema Woheigentum weitgehend aus den Programmen von Parteien und anderen gesellschaftlichen Gruppen verschwunden. Erst in den letzten Monaten gewann das Thema wieder an Relevanz, sichtbar zum Beispiel an Stimmen zum Baukindergeld. Das liegt unter anderem auch daran, dass sich die Anspannung auf dem deutschen Wohnungsmarkt, vor allem in den Ballungszentren, verfestigt hat.

Experten kritisieren teure Grunderwerbsteuer

Neben dem Baulandmangel in Ballungsgebieten sehen Experten auch die starke Besteuerung des Neubaus als Grund für die sinkende Wohneigentumsquote. Die in vielen Bundesländern mit bis zu 6,5 Prozent deutlich verteuerte Grunderwerbsteuer sollte deutlich abgesenkt und bundesweit einheitlich werden. Darüber hinaus werden Freibeträge beim Erwerb einer selbst genutzten Wohnung gefordert.

Eigenheim steht nach wie vor ganz oben auf der Wunschliste
Konträr zur aktuellen Entwicklung der Wohneigentumsquote stehen die Wohnwünsche der Deutschen. Sie haben sich seit Jahrzehnten nicht verändert, das Eigenheim steht nach wie vor ganz oben auf der Wunschliste. Das liegt nicht zuletzt an den Vorteilen des Wohneigentums bei der Alterssicherung. Dennoch steigt die Wohneigentumsquote trotz der historisch niedrigen Zinsen nicht, denn die auf dem Wohnen liegende Steuerlast steigt ständig an.

 
 
 
Quelle: Eduard Pestel Institut für Systemforschung e.V. / BDB
 
 
 
 

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