Um die Holzelement- und Massivbauweise zeitgemäß vergleichen zu können, wählten die Wissenschaftler ein KfW-55-Effizienzhaus. Und um das Ergebnis nicht zu verfälschen, gingen sie bei beiden Bauweisen von gleichen Wärmedämmwerten und gleicher Anlagentechnik aus.
Für das fiktive Haus erstellten die Wissenschaftler die Ökobilanzen jeweils für die Massiv- und Holzelement-Bauweise. Bei der Erfassung der benötigten Heizenergie berücksichtigten sie die energiesparenden Wärmespeichermassen gemäß der Energieeinsparverordnung.
Da sich ökologisches Bauen nur langfristig beurteilen lässt, setzten die Wissenschaftler eine kalkulatorische Nutzungsdauer über 80 Jahre an. Ein Zeitraum, von dem auch Immobiliengutachter ausgehen.
Das Ergebnis der Studie: Die Ökobilanzen waren in der Summe nahezu gleichwertig. Nachwachsende Baustoffe verbessern zwar die Ökobilanz während der Bauphase. In der Nutzungsphase hat aber das Massivhaus die Nase vorne. Durch seine größeren Wärmespeichermassen benötigt es fast 8 Prozent weniger Primärenergie. Da die Abstände erforderlicher Instandhaltungsarbeiten bei dieser robusten Bauweise gering sind, liegt auch sein Treibhauspotential deutlich unter dem von wartungsintensiveren Bauweisen.
Interessierte Bauherren finden die Studie unter www.massiv-mein-haus.de.











