Das Chart rechts zeigt die einzelnen Schritte und Maßnahmen, die den Weg zu einer gesünderen Immobilie ermöglichen.
Das sieht auf den ersten Blick kompliziert aus und es steckt auch eine Menge Wissen dahinter. Letztendlich bedeutet es aber nur, dass ausgebildete Planer und Bauunternehmen, die sich ein Wissen über das wohngesunde Bauen erarbeitet haben, emissionsarme Baustoffe auswählen und diese von geschulten Handwerkern verarbeiten lassen. Am Schluss überprüft ein unabhängiger Experte mit einer Raumluftmessung, ob das geklappt hat. Wenn ja, gibt es für das Haus ein Zertifikat, das bescheinigt, dass strenge Empfehlungswerte für wichtige Schadstoffgruppen eingehalten wurden. Zum Beispiel die Empfehlungen des Umweltbundesamtes für Lösemittel (VOC) oder der Weltgesundheitsorganisation WHO für Formaldehyd.
Da nicht jeder Mensch über die gleichen gesundheitlichen Grundlagen verfügt, muss man diesen natürlich gerecht werden. Das gilt besonders für Kleinkinder, Schwangere und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, wie es auch bei älteren Menschen der Fall sein kann. Gerade für Menschen mit besonderem gesundheitlichen Bedarf kann der Aufwand höher sein, unter anderem weil ein Umweltmediziner hinzugezogen wird und die Auswahl der Baustoffe eventuell langwieriger ist.
| Nutzergruppe | Mögliche Zieldefinition |
| Kleinkinder | Höchstmöglicher Gesund-heitsschutz |
| Schwangere | Höchstmöglicher Gesund-heitsschutz |
| Ältere Menschen | Höchstmöglicher Gesund-heitsschutz |
| Menschen mit besonderem gesundheit-lichen Bedarf (Asthma, Allergie etc.) | Höchstmöglicher Gesund-heitsschutz |
| Gesunde Menschen im Lebensraum | Normaler Gesundheits-schutz |
| Gesunde Menschen am Arbeitsplatz | Gesetzliche Erfordernisse beachten |
Als Checkliste eignen sich die folgenden Punkte:
- Definieren Sie als Bauherr Ihren gesundheitlichen Bedarf für Ihren Neubau oder Modernisierung und vereinbaren diesen vertraglich
- Achten Sie auf Altlasten bei Altbauten und auf gute Sanierungskonzepte
- Beauftragen Sie qualifizierte Architekten für gesundes Bauen und Modernisieren
- Wählen Sie qualifizierte Fachhandwerker und/oder Fachunternehmer aus
- Verwenden Sie Baustoffe und Bausysteme, die von unabhängigen Prüfinstituten wie dem eco-institut, natureplus und anderen auf definierte gesundheitliche Eigenschaften geprüft sind.
- Suchen Sie Baustoffhändler, die Ihnen eine Fachberatung zu den gesundheitlichen Eigenschaften der von ihnen angebotenen Baustoffe bieten
- Achten Sie vor, während und nach der Bauphase auf ein wohngesundheitliches Qualitätsmanagement, das ein gutes Endergebnis in Form einer schadstoffarmen Innenraumluft unterstützt
- Beauftragen Sie ausschließlich Umweltanalytiker, Institute und Labore, die sich strengen Qualitätsauflagen (z.B. Ringversuchen) unterziehen










