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Der Weg zum wohngesunden Haus

Was bei Hausbau und Hauskauf beachtet werden sollte

Menschen, die ein neues Haus bauen oder ein älteres Haus sanieren, tun das selbstverständlich mit dem Wunsch, dass ihre eigenen vier Wände ihnen ein gesundes Zuhause bieten. Doch das ist nicht immer der Fall. Schadstoffe können zum Beispiel aus Bauprodukten entweichen und zu Unwohlsein, Allergien oder gar zu schweren Krankheiten führen. Deshalb sollte man dem Thema Wohngesundheit bei Hausbau und Hauskauf besondere Aufmerksamkeit widmen.
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Peter Bachmann
Peter Bachmann, Geschäftsführer Sentinel-Haus, empfiehlt bereits mit der Beauftragung der Planungs- und Bauleistungen, die gesundheitliche Qualität des gesamten Gebäudes zu definieren
Foto: Peter Bachmann, Sentinel Haus Institut, Freiburg
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Grafik  Qualitätssicherung
Einzelne Schritte und Maßnahmen, die den Weg zu einer gesünderen Immobilie ermöglichen
Foto: Peter Bachmann, Sentinel Haus Institut, Freiburg
Es ist für Bauherren nicht möglich, jeden einzelnen Baustoff und jedes technische System auf dessen gesundheitliche Qualität zu prüfen. Das ist auch nicht die  Aufgabe. Denn schnell kommen über 400 einzelne Baustoffe und Bausysteme in einem Gebäude zusammen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, bereits mit der Beauftragung der Planungs- und Bauleistungen, die gesundheitliche Qualität des gesamten Gebäudes zu definieren und damit auch einen klaren Haftungsanspruch gegenüber seinen Vertragspartnern zu erzielen.

Das Chart rechts zeigt die einzelnen Schritte und Maßnahmen, die den Weg zu einer gesünderen Immobilie ermöglichen.

Das sieht auf den ersten Blick kompliziert aus und es steckt auch eine Menge Wissen dahinter. Letztendlich bedeutet es aber nur, dass ausgebildete Planer und Bauunternehmen, die sich ein Wissen über das wohngesunde Bauen erarbeitet haben, emissionsarme Baustoffe auswählen und diese von geschulten Handwerkern verarbeiten lassen. Am Schluss überprüft ein unabhängiger Experte mit einer Raumluftmessung, ob das geklappt hat. Wenn ja, gibt es für das Haus ein Zertifikat, das bescheinigt, dass strenge Empfehlungswerte für wichtige Schadstoffgruppen eingehalten wurden. Zum Beispiel die Empfehlungen des Umweltbundesamtes für Lösemittel (VOC) oder der Weltgesundheitsorganisation WHO für Formaldehyd.


Da nicht jeder Mensch über die gleichen gesundheitlichen Grundlagen verfügt, muss man diesen natürlich gerecht werden. Das gilt besonders für Kleinkinder, Schwangere und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, wie es auch bei älteren Menschen der Fall sein kann. Gerade für Menschen mit besonderem gesundheitlichen Bedarf kann der Aufwand höher sein, unter anderem weil ein Umweltmediziner hinzugezogen wird und die Auswahl der Baustoffe eventuell langwieriger ist. 



Nutzergruppe
Mögliche Zieldefinition
KleinkinderHöchstmöglicher Gesund-heitsschutz
SchwangereHöchstmöglicher Gesund-heitsschutz
Ältere Menschen   
Höchstmöglicher Gesund-heitsschutz
Menschen mit besonderem gesundheit-lichen Bedarf (Asthma, Allergie etc.)
Höchstmöglicher Gesund-heitsschutz
Gesunde Menschen im LebensraumNormaler Gesundheits-schutz
Gesunde Menschen am ArbeitsplatzGesetzliche Erfordernisse beachten

Als Checkliste eignen sich die folgenden Punkte:
  • Definieren Sie als Bauherr Ihren gesundheitlichen Bedarf für Ihren Neubau oder Modernisierung und vereinbaren diesen vertraglich
  • Achten Sie auf Altlasten bei Altbauten und auf gute Sanierungskonzepte
  • Beauftragen Sie qualifizierte Architekten für gesundes Bauen und Modernisieren
  • Wählen Sie qualifizierte Fachhandwerker und/oder Fachunternehmer aus
  • Verwenden Sie Baustoffe und Bausysteme, die von unabhängigen Prüfinstituten wie dem eco-institut, natureplus und anderen auf definierte gesundheitliche Eigenschaften geprüft sind.
  • Suchen Sie Baustoffhändler, die  Ihnen eine Fachberatung zu den gesundheitlichen Eigenschaften der von ihnen angebotenen Baustoffe bieten
  • Achten Sie vor, während und nach der Bauphase auf ein wohngesundheitliches Qualitätsmanagement, das  ein gutes Endergebnis in Form einer schadstoffarmen Innenraumluft unterstützt
  • Beauftragen Sie ausschließlich Umweltanalytiker, Institute und Labore, die  sich strengen Qualitätsauflagen (z.B. Ringversuchen) unterziehen


Quelle: Peter Bachmann, Sentinel Haus Institut, Freiburg
 
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