Der Sommer bringt uns nicht nur Sonnenschein, unzählige Gewitter sorgen mit Blitzeinschlägen am und im Haus für Brände, Kurzschlüsse und hohen Sachschaden. Was viele nicht wissen: Ein Blitzableiter als Schutz genügt nicht. Ein Haus sollte immer doppelt vor Blitzeinschlag geschützt sein. Außen und innen.
Ein Blitzeinschlag kann teuer werden, das weiß jeder Hausbesitzer. Die Blitzschutz-Installation ist für kleinere Einfamilienhäusern gesetzlich nicht vorgeschrieben. Daher sind in Deutschland oft nur öffentliche Gebäude mit einem Blitzableiter ausgestattet, private Häuser nicht. Und immer wieder gibt es bei Blitzeinschlägen Todesopfer, schwere Brände und beträchtliche Sachschäden.
Der äußere Blitzschutz Der wichtigste Schutz vor einem Blitzeinschlag am Haus besteht daher im Blitzableiter eines Hauses, dem äußeren Blitzschutz, der sich aus drei aus drei Komponenten zusammensetzt:
- Fangeinrichtung
- Ableitung
- Erdung
Die Fangeinrichtung befindet sich auf dem
Dach und muss die höchste Stelle vom Haus überragen. Von hier auch wandert der Blitzstrom über die Ableitung senkrecht an den Wänden vom Haus entlang in den Boden. Die Ableitung ist so konstruiert, dass sie einen Faradayschen Käfig bildet, der das Haus und auf Dach installierte
Solar-Anlagen vor dem Blitzeinschlag zuverlässig schützt und die Blitzenergie kontrolliert in die Erde ableitet.
Der Einbau einer Blitzschutz-Anlage sollte von einem speziellen Blitzschutz- oder Elektro-Fachbetrieb übernommen werden. Der Blitzschutz kostet bei einem Einfamilienhaus (Neubau) ab etwa 2.000 Euro. Eine Investition, die sich lohnt, da im schlimmsten Fall bei einem Blitzeinschlag das ganze Haus abbrennen kann. Bei einer Nachrüstung sind die Kosten für einen effizienten Blitzschutz etwas höher.
Der innere BlitzschutzNeben dem äußeren Blitzschutz (dem Blitzableiter) sollte jedes Haus noch mit einem inneren Blitzschutz ausgestattet sein. Ein solcher Überspannungsschutz kann empfindliche Haushaltsgeräte vor einem sogenannten Überstrom schützen. Dieser entsteht, wenn im Umkreis von etwa anderthalb Kilometern ein Blitz einschlägt und elektrische Leitungen in Mitleidenschaft zieht. Auch der innere Blitzschutz, der so genannte Überspannungsschutz, besteht aus drei Komponenten:
- Blitzstromableiter am Hausanschlusskasten oder Stromzähler
- Überspannungsschutz im Stromkreisverteiler
- Endgeräteschutz (Schutzstecker)
Ohne einen Überspannungsschutz wird möglicherweise die Überspannung des Blitzeinschlags gewaltige Kurzschlüsse auslösen, die ein elektrisches Gerät nicht nur zerstören, sondern sogar einen Brand auslösen kann.
Tipps für Ihre Sicherheit bei Gewittern:- Telefonieren Sie während eines Gewitters nicht mit schnurgebundenen Geräten
- Bei Elektrogeräten einen Überspannungschutz installieren
- Falls kein Überspannungsschutz installiert ist: Ziehen Sie die Stecker für die Dauer des Gewitters
Hilfe und Informationen bieten auch der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft und die Handwerkskammern Ihrer Stadt. Beratung zum Thema Blitzschutz finden Sie beim Verband Deutscher Blitzschutzfirmen. Adressen erhalten Sie bei der RAL Gütegemeinschaft für Blitzschutzsysteme e.V.
Quelle: Aktion pro Eigenheim