Wichtig ist auch ein Anzeige-Display, an dem Kollektor- und Speichertemperaturen sowie Informationen zur Anlagenfunktion abgelesen werden können. Nur so kann der Eigentümer kontrollieren, ob plausible Temperaturen gemessen werden, und die Solarpumpe zum richtigen Zeitpunkt eingeschaltet wird.
Nicht den Himmel heizen:
Eine Fehlerquelle sind Temperaturfühler, die falsch angebracht sind. Sitzt der Temperaturfühler am Solarspeicher nicht richtig in der Tauchhülse, werden zu niedrige Temperaturen gemessen. Die Folge: Nicht der Kollektor heizt den Speicher, sondern die vom Kessel teuer erwärmte Speicherwärme wird zum Kollektor gepumpt.
Eine genaue Kontrolle der Solarerträge ist durch den Einbau eines Wärmemengenzählers möglich. Ein Display zeigt an, wie viel Energie vom Dach kommt. Der Eigentümer sieht seinen Ertrag. Auch Störungen werden so schnell erkannt.
Häufige Ursache für eine Störung ist Luft in den Leitungen. Luft steigt naturgemäß zur höchsten Stelle und verhindert dann, dass die Solarflüssigkeit ungestört zirkulieren kann. Entlüfter am höchsten Punkt der Leitungen schaffen Abhilfe. Meistens ist das in unmittelbarer Nähe der Kollektoren. Da hier sehr hohe Temperaturen auftreten, müssen die verwendeten Entlüfter hochtemperaturbeständig sein.
Besonderen Wert sollte auf eine lückenlose Dämmung der Solarkreisleitungen gelegt werden, damit auf dem Weg vom Kollektor zum Speicher nicht zu viel Wärme verloren geht. Viele Solaranlagen verlieren die Hälfte ihres Ertrags im Leitungssystem. Das Dämmmaterial muss den hohen Temperaturen gewachsen sein. Wer eine ungedämmte Solarleitung bei Sommerhitze einmal angefasst hat, weiß wie heiß sie werden können. Dämmungen aus dem Heizungsbau schmelzen bei großer Hitze. Auch der Solarspeicher mit seinen Rohrleitungsanschlüssen sollte gut gedämmt werden.
Heizkessel auf die Sonne einstimmen
Die Sonne "liefert" nur 20 bis 50 % des Warmwassers. Der Rest wird immer noch "konventionell" nachgeheizt. Wird dies mit einem im Speicher eingebauten Elektroheizstab durchgeführt, ist der gesamte Umweltnutzen der Anlage aufgehoben und eine recht hohe Stromrechnung droht. Richtig ist es, mit dem vorhandenen Heizkessel nachzuheizen. Sind die Solarerträge nicht ausreichend, registriert die Kesselregelung den Temperaturrückgang im Solarspeicher und schaltet den Heizkessel ein. Das geschieht vollautomatisch. Genau hier liegt das Problem: Ist der Speicher nach dem morgendlichen Duschen abgekühlt, darf sich der Heizkessel nicht sofort automatisch zuschalten und ihn wieder erwärmen. Denn dann hat die Sonne, die in unseren Breiten erst ab 10.00 Uhr ihre Kraft entfaltet, keine Chance mehr. Der Speicher ist schon erwärmt. An den meisten Heizkesselregelungen können diese Nachheizzeiten eingestellt werden. Wird warmes Wasser hauptsächlich morgens und abends ge-braucht, reicht es meist aus, wenn der Heizkessel nur abends einmal nachheizt. Die Solaranlage hat dann tagsüber genügend Zeit um den Speicher wieder vollständig aufzuladen. Das spart zusätzlich Energie und damit bares Geld.
Die Nachheiztemperatur des Warmwassers sollte an der Regelung nicht zu hoch eingestellt werden. Eine Temperatur von 45 bis 55 Grad Celsius ist in der Regel ausreichend. Wird die Temperatur höher eingestellt, sinkt der Solarertrag besonders in der kalten Jahreszeit, da die Kollektoren dieses Temperaturniveau kaum mehr erreichen.
Im Sommer nur mit Sonne
Ist die Kollektorfläche ausreichend groß ausgelegt (1,5 m² Flachkollektor pro Kopf) – schalten Sie im Sommer den Heizkessel einfach ab! Das ermöglicht Ihnen auch die wirkungsvollste Kontrolle, ob Ihre Solaranlage einwandfrei funktioniert: Spätestens wenn das Wasser an einem Sonnentag eiskalt aus dem Wasserhahn kommt, ist eine Überprüfung der Anlage fällig. Sinnvoll ist jedoch eine regelmäßige Kontrolle durch den Fachmann, beispielsweise während der jährlichen Wartung des Heizkessels.











