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Solar

Wärmegewinnung und Stromgewinnung mit der Sonne

Solaranlagen auf dem Dach, das sind Solarthermie-Anlagen und Photovoltaikanlagen. Mit Solarthermie-Anlagen lässt sich warmes Wasser auf dem Dach gewinnen und die Heizung unterstützen. Voraussetzung hierfür ist ein entsprechender Wärmespeicher. Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenstrahlen in Strom um. Immer wichtiger für den Eigenverbrauch wird ein Solarstromspeicher.

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Foto: BSW-Solar

Solar
 
Perfekte Integration: Solarthermie-Kollektoren können vollständig in die Dachfläche eingebunden werden und bilden somit eine technisch und gestalterisch einwandfreie Solardach-Lösung
Perfekte Integration: Solarthermie-Kollektoren können vollständig in die Dachfläche eingebunden werden und bilden somit eine technisch und gestalterisch einwandfreie Solardach-LösungFoto: Braas GmbH
Warmwasserspeicher sind heute kompakt, bestens gedämmt und perfekt für die kostengünstige Warmwasserbereitung per Solarthermie
Warmwasserspeicher sind heute kompakt, bestens gedämmt und perfekt für die kostengünstige Warmwasserbereitung per SolarthermieFoto: Bosch Thermotechnik GmbH / Junkers

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Solarthermie ist ideale Ergänzung für Warmwasser und Heizung
Eine Solarthermie-Anlage zur Warmwasserbereitung und Unterstützung der Heizung funktioniert durch die Erwärmung dunkler Kollektorplatten auf dem Dach. Diese Absorber nehmen die Sonnenwärme auf und leiten sie an eine spezielle Flüssigkeit weiter. Eine Pumpe bewegt die erwärmte Flüssigkeit durch Rohrleitungen über einen Wärmetauscher zum Wärmespeicher (Pufferspeicher oder Kombispeicher). Der Wärmespeicher muss die im Wasser eingefangene Sonnenwärme möglichst lange bewahren und deshalb inklusive Leitungen und Anbauteilen besonders gut gedämmt sein. Die Speichergröße ist mit 60 bis 100 Liter pro Person oder dem zweifachen des täglichen Warmwasserbedarfes des Haushalts gut gewählt. Für eine vierköpfige Familie ist ein 300 bis 380 Liter-Speicher meist ausreichend. Die so gewonnene Solarenergie reicht aus, um in den Monaten Mai bis September den Warmwasser-Bedarf komplett abzudecken. Die Heizung schaltet sich dann automatisch ab. Über das ganze Jahr gerechnet deckt die Solaranlage 60 Prozent des Bedarfs beim Warmwasser ab. Zusätzlich kann eine Solarthermie-Anlage mit einem Kombispeichersystem zur Unterstützung der Heizung in der Übergangszeit genutzt werden.

Sorgfältige Planung und Ausführung sind wichtig
Optimale Ausrichtung für eine Solarthermie-Anlage ist zwischen Südost und Südwest und möglichst ohne Verschattung. Eine Kollektorfläche von fünf bis sechs Quadratmetern ist für eine vierköpfige Familie in der Regel ausreichend. In den meisten, aber nicht in allen Bundesländern, ist die Montage einer Solarthermie-Anlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses genehmigungsfrei. Deshalb lieber vorab checken. Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) schreibt den Einsatz von Erneuerbaren Energien bei der Wärmeerzeugung vor. Besitzer neuer Häuser müssen demnach einen Teil ihres Wärmebedarfs (und Kältebedarfs) aus erneuerbaren Energien decken. Als Anreiz stehen Fördermittel für Solarthermie-Anlage und Pufferspeicher bereit. Das RAL-Gütezeichen Solarenergieanlagen sichert den sorgfältigen Einbau und die Qualität der Solaranlage. Es gilt sowohl für Photovoltaik-Anlagen als auch für solarthermische Anlagen.

Photovoltaik: So erzeugen Sie mit der Sonne Strom 
Eine Photovoltaik-Anlage nutzt das kostenlose Sonnenlicht zur Stromerzeugung - nachhaltiger und umweltfreundlicher lässt sich Strom kaum gewinnen. Die Solarzellen in den Photovoltaik-Modulen wandeln die Lichtenergie der Sonne in elektrische Energie um. Je mehr Licht auf ein Modul fällt, desto mehr Solarstrom wird erzeugt. Am häufigsten verwendet werden monokristalline Photovoltaik-Module (schwarze bis bläuliche Farbe) sowie polykristalline Photovoltaik-Module (blaue Oberfläche, typische Kristallstruktur), die etwas teurer aber auch leistungsfähiger sind. 

Einspeisung ins Stromnetz oder Eigenverbrauch?
Photovoltaik-Anlagen bringen heute sehr gute Solarstrom-Erträge. Grundsätzlich müssen sie den Vorgaben des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) gerecht werden und am Einspeisemanagement teilnehmen. Hierzu müssen alle Anlagen über eine Art Fernsteuerung verfügen, über die der Netzbetreiber die Einspeiseleistung zeitweise reduzieren kann. So sollen um eine Netzüberlastungen verhindert werden. Im EEG ist auch festgelegt, welche Einspeisevergütung Hausbesitzer aktuell für ihren Solarstrom 20 Jahre lang garantiert erhalten. Diese Vergütung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken, gleichzeitig die Strompreise deutlich gestiegen. Dadurch wird für Hausbesitzer der Eigenverbrauch von Solarstrom aus ihrer Photovoltaik-Anlage immer interessanter.

Mit einem Solarstromspeicher Eigenverbrauch maximieren
Mithilfe eines Batteriespeichers kann Solarstrom immer dann verbraucht werden, wenn er benötigt wird. So können Betreiber von Photovoltaik-Anlagen den Anteil an selbst verbrauchtem Solarstrom mehr als verdoppeln und ihre Stromrechnung deutlich senken. Solarstrom vom eigenen Dach ist günstiger als Strom vom Energieversorger. Die Batteriesysteme (Blei-Batterien oder Lithium-Ionen-Batterien) speichern den erzeugten Solarstrom, so dass eine spätere Entnahme möglich ist. Damit machen sich Hausbesitzer unabhängig von den steigenden Strompreisen und die Photovoltaik-Anlage rechnet sich trotz sinkender Einspeisevergütung. Die heute noch teure Anschaffung von Solarstromspeichern wird mit Fördermitteln bezuschusst. Eine weitere Variante des Eigenverbrauchs von Solarstrom ist die Kopplung der Photovoltaik-Anlage mit der Wärmepumpe. Dann kann der Antriebsstrom für die Wärmepumpe emissionsfrei erzeugt werden.


Quelle: aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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Video-Tipp

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