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Sonnenschutz bei der Hausplanung nicht vergessen

Sommerlicher Wärmeschutz ist laut EnEV Pflicht

Es klingt ein bisschen sperrig, sollte aber bei der Hausplanung nicht vernachlässigt werden: der sommerliche Wärmeschutz. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt ihn seit 2013 verbindlich vor und für ein gesundes Wohnklima ist er unverzichtbar. Dennoch fehlt bei rund der Hälfte aller Neubauten der Nachweis für den sommerlichen Wärmeschutz. Bauherren sollten unbedingt darauf achten, dass der Planer den Sonnenschutz nicht vergisst!

Sonnenschutz TerrasseBild größer anzeigen
Außen liegender Sonnenschutz wie Markise und Rollladen stellen den sommerlichen Wärmeschutz sicher und sorgen für ein angenehmes Wohnklima im SommerFoto: aktion pro eigenheim / Image Source

Ziel des sommerlichen Wärmeschutzes ist es, Wohnräume behaglich zu temperieren. Stromintensive Klimaanlagen sollten dazu nicht verwendet werden. Der sommerliche Wärmeschutz ist in der EnEV vorgeschrieben und wird nach DIN 4108-2 geplant. Wer neu baut, der sollte das Thema mit seinem unabhängigen Sachverständigen besprechen. Sonnenschutz ist, rechtzeitig geplant, kein teures Hexenwerk, dafür aber in heißen Wochen eine Wohltat.

Entspricht ein Haus der EnEV, mit gut gedämmter Außenhaut, und hat es außenliegende Rollläden, ist der sommerliche Wärmeschutz meistens kein Problem und leicht nachzuweisen. Problematisch wird es eher bei eingeschossigen Eigenheimen und Leichtbauten. Dort funktioniert nämlich die so genannte erhöhte Nachtlüftung nicht. Eingeschossige Häuser lassen sich zwar in kühlen Nächten auch querlüften, aber wenn kein Wind weht, klappt der Luftaustausch nicht. Hat das Haus dagegen zwei Etagen, setzt die Thermik, die zwischen den unterschiedlich aufgeheizten Etagen des Hauses entsteht, die Lüftung in Gang.

Die richtige Bauweise für sommerlichen Wärmeschutz
Bei der Planung des sommerlichen Wärmeschutzes greifen erfahrene Architekten auf altes Bauwissen zurück: Weit überstehende Dächer oder breite Balkone schützen darunter liegende  Räume vor direkter Sonnenstrahlung und halten sie kühl. Schwieriger wird es bei den gerade beliebten und am Bauhausstil orientierten glatten Würfelformen. Wird ohne Dachüberstand gebaut, sollte der sommerliche Wärmeschutz bei der Hausplanung unbedingt berücksichtigt werden.

Weitere Maßnahmen für einen effektiven Sonnenschutz
Wirkungsvollen Sonnenschutz bringen Rollos, Jalousien, Markisen, Rollläden wie auch Klapp- und Schiebeläden. Dabei gilt grundsätzlich: Außenliegende Beschattungen sind erheblich wirkungsvoller als innenliegende.

Scheint die Sonne wochenlang, ist es irgendwann in allen Räumen heiß. Dann lohnt es sich, auch die internen Wärmequellen im Raum zu reduzieren, also Abwärme von alten Glühlampen und Haustechnik, wie Herd, Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner, PC und Fernsehgerät möglichst zu vermeiden. Unentbehrlich wird dann auch das konsequente Stoß- und Querlüften in den kühlen Nachtstunden.

Immer mehr Anhänger finden Klimaanlagen, teils fest installierte, teils mobile Anlagen. Sie brauchen allerdings viel Energie und sind nur wirksam, wenn sie die feuchte Warmluft auch zuverlässig aus dem Haus befördern. Wer einfach nur den Schlauch durchs offene Fenster hängt, der vergeudet Energie und bekommt den Raum dennoch nicht kühl. Erstaunlich gut funktionieren dagegen Ventilatoren. Sie setzen die Luft im Raum in Bewegung und sorgen dadurch für gefühlte Abkühlung. Gute Alternative: Immer mehr Neubauten heizen mit einer Wärmepumpe. Wer sich gleich für eine so genannte reversible Wärmepumpe entscheidet, kann diese im Sommer auch zur Kühlung nutzen.

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Quelle: Verband Privater Bauherren e.V. / aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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