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Bautagebuch: Den Hausbau lückenlos dokumentieren

Gute Dokumentation hilft später bei Problemen und Mängeln

Viele Bauherren führen ein Bautagebuch, doch in vielen Fällen ist das nicht mehr als ein Erinnerungsalbum. Wer jedoch die Möglichkeiten zur lückenlosen Dokumentation des Bauprojektes nutzt, kann später sogar die Ursachen für Probleme und Mängel rekonstruieren. Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren, erklärt die Grundregeln für ein gut geführtes Bautagebuch.

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Mit ein paar einfachen Grundregeln lässt sich aus dem Bautagebuch viel mehr machen als ein Erinnerungsalbum, nämlich die chronologische Erfassung des gesamten ProjektesFoto: Verband privater Bauherren (VPB)

Die wichtigsten Tipps für ein gutes Bautagebuch

  • Bautagebuch systematisch aufbauen und konsequent führen.
  • Jeden Baustellentermin mit Datum, Uhrzeit und Wetter dokumentieren. Dazu kommen die Namen der am Gespräch Beteiligten und worüber gesprochen wurde. 
  • Fotos ergänzen die Notizen: Fotografiert wird dabei immer vom Großen ins Kleine, also erst die gesamte Wand, dann der Putzschaden an derselben Wand. Auch später muss noch eindeutig erkennbar sein, um welche Wand es sich auf dem Foto handelt. 
  • Mängel dokumentieren: Mängel werden fotografiert, ver- und eingemessen. Dabei sollten Bauherren den Schadensbereich nicht einfach nur heranzoomen, sondern nah herangehen und eine Detailaufnahme machen. Wichtig sind dabei genaue Werte: Wo exakt liegt der Schaden auf der Wand und wie groß ist er. Beim Einmessen helfen Metermaß und Rissbreitenlineal.

Verlauf von Leitungen festhalten
Ein konsequent aufgebautes Bautagebuch dokumentiert auch den Verlauf von Wasserrohren, Heizschleifen und Stromleitungen, bevor Putz und Estrich eingebaut werden, ebenso die Lage von Dachsparren unter der Verkleidung. Bauherren, die außerdem alle Produkte, die verwendet werden, mit Etiketten fotografieren, können später schnell nachschauen, welche Farbchargen sie für den Neuanstrich der Fassade nachbestellen müssen. Sie können auch während der Bauzeit leichter prüfen, ob das, was geliefert wird, dem entspricht, was sie geordert haben.

Bei Problemen Sachverständigen hinzuziehen
Das Bautagebuch, das die Bauherren selbst führen, ist in vielen Fällen hilfreich. Bei echten Problemen allerdings sollte immer ein erfahrener Sachverständige hinzugezogen werden. Denn nur ein Experte kann die Tragweite technischer Probleme richtig einschätzen und weiß, wie Unterlagen korrekt gesichert und Beweisfotos aufgenommen werden müssen. In diesem Fall raten Bauexperten auch zur Zurückhaltung: Unterlagen und Kenntnisse, die in einem Rechtsstreit wichtig werden können, gehören nicht in ein öffentlich einsehbares Bautagebuch.

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Quelle: Verband privater Bauherren (VPB)
 
 
 
 

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