Redaktionstipp

Was heißt eigentlich energieeffizient bauen?

Merkmale eines Niedrigenergiehauses

Jedes Haus, das heute gebaut wird, muss als Niedrigenergiehaus beziehungsweise Energiesparhaus errichtet werden. Die gesetzlichen Mindestvorgaben werden in der Energieeinsparverordnung (EnEV) und im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) geregelt. Doch was heißt eigentlich energiesparend bauen und an welchen Merkmalen erkennt man ein Niedrigenergiehaus?

Neubau mit Pultdach und PhotovoltaikBild größer anzeigen
Energiesparens Bauen ist heute bei Neubauten StandardFoto: LBS

Insgesamt vier Merkmale kennzeichnen ein energieeffizientes Haus:

1. Ein optimaler Wärmeschutz der Gebäudehülle. Das bedeutet: Außenwände, Dach, Kellerdecke und oberste Geschossdecke sind gut gedämmt und auch die Fenster haben einen guten Wärmeschutz.

2. Eine luftdichte Gebäudehülle. Sie sorgt dafür, dass die Dämmung ihre Aufgabe auch optimal erfüllen kann und die Wärme im Haus bleibt. Außerdem verhindert sie Tauwasser in der Baukonstruktion und damit Bauschäden.

3. Nutzung Erneuerbarer Energien. Umweltfreundliche Energie aus regenerativen Quellen ist heute aus dem Neubau nicht mehr wegzudenken. Ob Solarthermie, Heizen mit Holz oder Nutzung der Umweltwärme durch eine Wärmepumpe - das EEWärmeG schreibt Bauherren vor, dass sie einen Teil ihres Wärmebedarfs aus Erneuerbaren Energien decken müssen.

4. Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Gegen Lüftungsanlagen gibt es viele Vorbehalte, doch in einem energieeffizienten Haus sorgen sie für eine zusätzliche Energieeinsparung und das richtige Maß Frischluft.

Wie energieeffizient ihr Haus am Ende wirklich wird, ist den Bauherren überlassen. Denn das Energiesparhaus oder allgemein ein Niedrigenergiehaus ist der Mindeststandard, also sozusagen das Pflichtprogramm. Daneben sind zahlreiche ehrgeizigere Energiestandards möglich, vom KfW-Effizienzhaus über das Passivhaus bis hin zum Plusenergiehaus und AktivPlus Haus. Wie sie die Vorgaben letztendlich umsetzen, überlässt die EnEV den Bauherren. Sie definiert lediglich die Obergrenze für den Primärenergiebedarf von Neubauten. Bauherren können dann wählen, ob sie mehr in den Wärmeschutz (also eine bessere Dämmung) oder in energieeffiziente Haustechnik investieren wollen. 

 
 
 
Quelle: aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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