- Entweder wird bei Änderungen an der Gebäudehülle die energetische Qualität um durchschnittlich 30 Prozent verbessert (die Anforderungen an die Bauteile bezüglich Dämmwirkung und Begrenzung von Wärmeverlusten steigen), oder
- der Jahresprimärenergiebedarf des Gebäudes ist nach der Sanierung um 30 Prozent geringer und die Gebäudehülle um 15 Prozent besser gedämmt als davor.
Die Hauptanforderungsgröße für Neubauten ist in der EnEV der Jahresprimärenergiebedarf im Vergleich zu einem Referenzgebäude gleicher Geometrie und Abmessung und vorgegebenen technischen Eigenschaften. Zusätzlich einzuhalten ist ein vom Gebäudetyp abhängiger Grenzwert für den auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogener Transmissionswärmeverlust.
Für Neubauten ist seit 2002 ein Gebäudeenergieausweis vorgeschrieben, der wichtige Informationen zu den energetischen Eigenschaften des Gebäudes enthält. Ähnlich wie beim Kühlschrank (EU-Label) soll der Energiebedarfswert für mehr Transparenz hinsichtlich der energetischen Qualität von Immobilien sorgen.
Vergleichstabelle U-Werte: Neubau / Bestandsgebäude
| Anforderungen an bestehende Wohngebäude bei Modernisierung | Referenzgebäude: Neubau | |
| Außenwände | Außendämmung: 0,24 W/(m2K) Innendämmung: 0,35 W/(m2K) | 0,28 W/(m2K) |
| Fenster | Außenliegende Fenster: 1,30 W/(m2K) Dachflächenfenster: 1,40 W/(m2K) | 1,30 W/(m2K) |
| Decken | Decken nach unten an Außenluft: 0,24 W/(m2K) Kellerdecke: 0,30 W/(m2K) Oberste Geschossdecke (unbeheizten, zugänglichen, nicht begehbaren Dachraum): 0,24 W/(m2K) | Bodenplatte/Kellerdecke: 0,35 W/(m2K) |
| Dächer | Steildach: 0,24 W/(m2K) Flachdach: 0,20 W/(m2K) | 0,20 W/(m2K) |
| Wände/Decken gegen unbeheizte Räume | 0,30 W/(m2K) | 0,35 W/(m2K) |
Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena) / mtc










