- Energiekennwerte über die Gesamtenergieeffizienz eines Objektes
- Vergleichswerte zu anderen Gebäuden
- Modernisierungsempfehlungen zur Steigerung der Gesamtenergieeffizienz
Der Bedarfsausweis entsteht auf der Grundlage einer technischen Analyse der Bausubstanz und der Heizungsanlage eines Gebäudes und ist unabhängig vom individuellen Nutzerverhalten. Die Farbverlaufskala im Bedarfsausweis weist zwei verschiedene Werte aus, die sehr unterschiedlich ausfallen können - einen Wert für den Endenergiebedarf und einen für den Primärenergiebedarf. Für einen Bedarfsausweis sind bedeutend mehr Daten als für einen Verbrauchsausweis nötig. In Gruppen aufgeteilt sind dies:
- aktuelle Bestandspläne zum Gebäude
- aktuelle Bestandspläne/Angaben zur Anlagentechnik
- umfangreiche Angaben zur Qualität aller Bauteile (Wände, Fenster etc.)
- verschiedene Schlüsselzahlen
- Standort des Gebäudes
- Baujahr des Gebäudes und der Anlagentechnik
- Anzahl der Wohneinheiten im Gebäude
- Wohnfläche des gesamten Gebäudes
- Leerstand im Abrechnungszeitraum
- Energieverbrauch dreier aufeinanderfolgender Abrechnungsperioden (jeweils der Verbrauch ganzer Jahre)
- Angaben zum Energieträger
- Anteil des Energieverbrauchs für Warmwasserbereitung
- Angabe, ob im Energieverbrauch auch die Warmwasserbereitung erfasst ist
- Angabe, ob das Gebäude gekühlt wird
Berechnung und Gültigkeit des Energieausweises
Die für den Verbrauchs- oder Bedarfsausweis gesammelten Daten werden vom Aussteller (Ingenieur, Architekt oder Energie-Fachberater mit entsprechender Qualifizierung) in eine spezielle Software eingegeben, die dann die Berechnung durchführt. Bei der Übergabe des Energieausweises ist der Aussteller verpflichtet, den Hauseigentümer auf kostengünstige Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz hinzuweisen. Der Energieausweis hat in der Regel eine Gültigkeit von zehn Jahren. Dies gilt auch, wenn er vor dem 1. Juli 2008 entsprechend Energieeinsparverordnung (EnEV) ausgestellt wurde. Die Werte verlieren allerdings ihre Gültigkeit, wenn vor Ablauf der zehn Jahre energetische Verbesserungen durchgeführt werden.
Quelle: ASUE / mtc










