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Baustoffe fürs Massivhaus: Eigenschaften, Vorteile, Nachteile

Massiv bauen mit Porenbeton, Ziegel, Leichtbeton, Kalksandstein

Energiesparend, komfortabel, sicher, wertbeständig - das Massivhaus ist in Deutschland die beliebteste Bauweise. Doch was ist der beste Baustoff für ein massives Haus? Wer Stein auf Stein bauen will, hat die Wahl zwischen Porenbeton, Leichtbeton, Ziegeln und Kalksandstein.

Massivhaus InnenansichtBild größer anzeigen
Kalksandstein schützt optimal vor Lärm, ist äußerst druckfest und sorgt für ein angenehmes RaumklimaFoto: KS-ORIGINAL GMBH
Massivbauweise mit Ziegeln im Rohbau
Ziegel sind der Favorit unter den Bauherren, aber nichts für SelberbauerFoto: Lebensraum Ziegel

Das Gute: Mit allen vier Massivhaus-Baustoffen lassen sich die Anforderungen an die Wärmedämmung, den Schallschutz und den Wohnkomfort problemlos erfüllen. Trotzdem gibt es deutliche Unterschiede zwischen Porenbeton, Leichtbeton, Ziegeln und Kalksandstein - Stein ist eben nicht gleich Stein.

Ziegel: die Nummer 1 unter Bauherren
Ziegel (oder Backsteine) sind der Favorit unter den Bauherren, die sich für ein Massivhaus entscheiden. Vorteil des Baustoffs: Ziegel sind sehr robust, sorgen dank ihrer feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften für ein besonders angenehmes Raumklima und ermöglichen eine sehr gute Wärmedämmung. Hier hilft eine Füllung zum Beispiel aus wärmedämmendem Perlite in der Ziegel-Mitte. Der Nachteil: Da Ziegel aus Ton bestehen, der bei 1.000 Grad gebrannt wird, sind sie sehr schwer. Wer massiv bauen und dabei selbst Hand anlagen will, wird sich deshalb eher nicht für ein Massivhaus aus Ziegeln entscheiden. Einfache Lehmziegel werden bei nur 900 Grad Celsius gebrannt und müssen verputzt werden, weil sie nicht so wetterbeständig sind.

Leichtbeton: rundum gute Dämmung
Wer sein Massivhaus aus Leichtbeton baut, baut entweder mit Bimssteinen oder Blähton. Beide verfügen über eine gute Wärmedämmung, hervorragenden Schallschutz und sie sparen schon bei ihrer Herstellung Energie: Leichtbeton wird aus Zement und Wasser gefertigt, dazu kommen als “porige” Ergänzung Bims (ein Naturgestein vulkanischen Ursprungs) oder Blähton (durch Hitze versiegelte Tonkügelchen). Sie geben dem Leichtbeton seine guten Dämmeigenschaften sowie seine hohe Druckfestigkeit – und natürlich auch seine Leichtigkeit. Bei Leichtbeton können Bauherren also sehr gut selbst mitbauen.

Kalksandstein: Gut gegen Lärm und Temperaturspitzen
Kalksandstein gibt es in der Natur, doch im Massivhausbau wird meistens industriell hergestellter Kalksandstein verwendet. Aus Kalk, Sand und Wasser entstehen Rohlinge, die dann unter Dampfdruck und bei einer Temperatur von 200 Grad Celsius gehärtet werden. Bewährt hat sich Kalksandstein beim Massivhaus aufgrund seiner zahlreichen guten Eigenschaften: Er schützt optimal vor Lärm, ist äußerst dicht und damit druckfest und sorgt für ein angenehmes Raumklima, weil er die Temperatur ausgleicht. Außerdem bietet er einen guten Brandschutz. Nachteilig sind seine schlechten Dämmwerte: Die heutigen Anforderungen an den Wärmeschutz lassen sich nur mit einer zusätzlichen Dämmung erfüllen - dafür ist dank der geringen Wandstärke von Kalksandstein-Massivhäusern aber wenigstens genug Raum vorhanden.

Porenbeton: massive Maßarbeit
Porenbeton enthält als Rohstoff Zement oder Kalk, fein vermahlenen Quarzsand und Wasser. Volumen erhält der Massivhaus-Baustoff durch Aluminiumpulver. Das Gemisch wird bei etwa 200 Grad Celsius durch Wasserdampf gehärtet. Die kleinen Poren, die dabei entstehen, geben dem Porenbeton nicht nur seinen Namen, sondern verleihen im auch seine sehr guten Dämmeigenschaften. Daneben macht ihn vor allem sein geringes Gewicht und die einfache Verarbeitung beliebt bei Bauherren. Denn die einzelnen Porenbeton-Blöcke können präzise zugeschnittenen und aufgrund des geringen Gewichts einfach platziert werden. Damit eignen sie sich bestens für den Selbstbau.

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Quelle: aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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