17.07.2014

Hessen will ab August mehr Grunderwerbsteuer

Nebenkosten bei Hausbau und Hauskauf steigen

Sowohl Hessen als auch das Saarland planen eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer. Dort werden Hauskauf und Hausbau damit bald teurer. Bereits ab dem 1. August 2014 gilt der höhere Steuersatz in Hessen. Im Saarland bleibt noch Zeit bis Ende Dezember 2014. Bauherren sollten sich also sputen und noch vorher den Kaufvertrag unterschreiben.

Übersicht Bundesländer: Grunderwerbsteuer und KaufnebenkostenBild größer anzeigen
Die Übersicht zeigt die Grunderwerbsteuer und Kaufnebenkosten in den einzelnen BundesländernFoto: Interhyp AG

Wie viel Grunderwerbsteuer bei Hauskauf oder Hausbau fällig werden, hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Es sind jedoch mindestens 3,5 Prozent des Kaufpreises - und in den meistern Ländern sind es sogar deutlich mehr. So hat Hessen die Grunderwerbsteuer zum 1. August von fünf auf sechs Prozent angehoben. Das Saarland plant zum 1. Januar 2015 eine Erhöhung von 5,5 auf 6,5 Prozent. Bereits zum Januar 2013 hatten Berlin, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein die Steuern erhöht.

Mit Grunderwerbsteuer steigen Kaufnebenkosten
Die Erhöhung der Grunderwerbsteuer schlägt sich in den Kaufnebenkosten nieder. Schon ein Prozent mehr Grundsteuer kann sich schmerzhaft bemerkbar machen: Beim Kauf einer Immobilie zum Preis von 300.000 Euro kostet das den Käufer 3.000 Euro. Zusammen mit anfallenden Notarkosten und Maklerprovisionen summieren sich die Kaufnebenkosten aufgrund der steigenden Grundsteuersätze so immer häufiger auf bis zu 15 Prozent der Kaufsumme auf. In ganzen 14 Bundesländern liegen die Nebenkosten im zweistelligen Prozentbereich, nur in Bayern und Sachsen sind diese bislang stabil bei rund neun Prozent.

Wer den Kauf noch vor der Erhöhung der Grundsteuer unter Dach und Fach bringt, kann bares Geld sparen. Denn maßgeblich ist in der Regel das Datum des notariellen Kaufvertrags. Haben Bauherren in Hessen oder im Saarland also schon konkrete Pläne gefasst und ein passendes Grundstück gefunden, sollten sie die Fristen bedenken und schnell handeln. So müssen sie deutlich weniger Grundsteuer zahlen.

 
 
 
Quelle: Interhyp AG
 
 
 
 

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