Redaktionstipp

NRW verbessert Förderung für Wohneigentum

Eigentumsförderung wieder landesweit - Starthilfe für Familien

Die Förderung von Wohnraum war 2017 gefragt in NRW: Die NRW.BANK finanzierte 19,2 Millionen Euro für Neubau und Ersterwerb selbst genutzten Wohneigentums und zusätzlich den Erwerb von 135 bestehenden Eigenheimen und Eigentumswohnungen. Das war zwar weniger als im Vorjahr, deutlich gestiegen ist dafür die Förderung von Umbauten und Sanierungen. Seit dem 1. Februar 2018 verbessern neue Förderbestimmungen nun die Wohneigentumsförderung.

Rohbau ZiegelmauerwerkBild größer anzeigen

Starthilfe für Familien: In NRW wurde die Wohneigentumsförderung verbessert

Foto: aktion pro eigenheim

Seit dem 1. Februar 2018 gelten die neuen Förderbestimmungen für den öffentlich geförderten Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt stehen vorläufig vier Milliarden Euro von 2018 bis 2022 für den geförderten Wohnungsbau zur Verfügung. Ab 2020 ist das Land alleine für die Wohnraumförderung verantwortlich. Dann wird NRW die jährlichen 97 Millionen Euro aus der bisherigen Bundesbeteiligung aus dem Landeshaushalt finanzieren. Die modernisierten Förderrichtlinien sollen den unterschiedlichen Bedürfnissen von Familien sowie älteren, sozial benachteiligten oder Menschen mit Behinderungen Rechnung tragen.

Das Programm umfasst ab 2018 unter anderem 80 Millionen Euro für die Eigentumsförderung und 80 Millionen Euro für die Modernisierung. Die Mittel für die Eigentumsförderung sollen in den Folgejahren schrittweise auf 120 Millionen Euro gesteigert werden. Neu ist eine Zusatzförderung für rollstuhlgerechten Wohnraum. Dabei werden nicht nur höhere Pauschalen für den Flächenmehrbedarf berücksichtigt, sondern auch pauschalierte Zusatzbeträge, wenn die Vorgaben für den rollstuhlgerechten Wohnungsbau erfüllt werden. Je nach konkreter Ausstattung liegen die zusätzlichen Förderdarlehen für rollstuhlgerechte Wohnungen bei über 30.000 Euro verbunden mit Tilgungsnachlässen von über 10.000 Euro.

Das ist neu bei der Wohneigentumsförderung in NRW ab 2018 - Verbesserungen für Familien

  • Die Förderung der Neuschaffung selbst genutzten Wohneigentums wird künftig landesweit angeboten.
  • Es gelten erhöhte Grundpauschalen aufgrund allgemeiner Baukostensteigerungen.
  • Der bisherige "Kinderbonus" wird durch einen "Familienbonus" ersetzt, der für Kinder und Haushaltsangehörige mit Schwerbehinderung gewährt und auf 15.000 Euro erhöht wird.
  • Ein Anteil von 15 Prozent des Gesamtförderbetrags (Grundpauschale, Familienbonus und evtl.  Zusatzdarlehen für die  Barrierefreiheit) kann als Eigenkapitalersatz auf die erforderliche Mindesteigenleistung von 15 Prozent der Gesamtkosten angerechnet werden. Auf diesen Eigenkapitalersatz wird zudem ein Tilgungsnachlass von bis zu 50 Prozent gewährt. Das soll eine Starthilfe für Familien sein und die Darlehen in Zeiten niedriger Bauzinsen attraktiver machen.
  • Wer eine gebrauchte Immobilie kauft, erhält die gleiche Fördersätze wie Käufer eines Neubaus. Auf die bisher geforderte Erfüllung energetischer Fördervoraussetzungen wird verzichtet.
  • Die Modernisierung wird mit zinsgünstigen Darlehen gefördert. Dazu gehören energetische Sanierungsmaßnahmen, barrierefreie Umbauten, Einbruchschutz und smarte Haustechnik. Bei der Modernisierungsförderung wird ein landesweit einheitlicher Tilgungsnachlass in Höhe von 20 Prozent auf das bewilligte Förderdarlehen gewährt.
 
 
 
Quelle: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW
 
 
 
 

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