Redaktionstipp
 

Mietkauf: Alternative bei fehlendem Eigenkapital?

Bei Eigenheim auf Raten gut beraten lassen!

Finanzierung ohne Eigenkapital, keine Bankschulden, keine Schufa-Anfrage – das klingt für viele auf der Suche nach dem Eigenheim traumhaft. Denn Familien oder Selbstständigen fehlen oft Eigenkapital oder Bonität, so dass sie keinen Kredit bekommen. Ist ein Mietkauf dann eine gute Alternative? Dabei wird eine Immobilie erst gemietet und später gekauft. Klingt gut, enthält aber auch Fallstricke. Angebote sollten genau geprüft werden.

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Eigenheim auf Raten: Ist der Mietkauf günstige Alternative oder teure Option? Das muss jeder ganz genau für sich durchrechnenFoto: aktion pro eigenheim

Was ist eigentlich ein Mietkauf?
Der Mietkauf einer Immobilie kann mit einem Ratenkauf eines Autos oder Sofas verglichen werden - erst nutzen, später zahlen. So funktioniert der Mietkauf: Zuerst wird ein Mietvertrag geschlossen, zu einem vom Mieter bestimmten Zeitpunkt geht die Immobilie dann per Erklärung in sein Eigentum über. Die Mietzahlungen werden später zum Teil auf den Kaufpreis angerechnet. Der Kaufpreis für die Immobilie wird bei Abschluss des Mietvertrags festgelegt.

Zwei Varianten möglich: Mietkauf oder Optionskauf
Der Mietkauf unterteilt sich in zwei verschiedene Grundvarianten. Zum einen gibt es den Optionskauf, also den Mietkauf mit der Option zum Kauf des Objektes. Dabei beteiligt der Mieter sich an einer Wohnungsgenossenschaft, die im Gegenzug die Immobilie kauft, vermietet und nach einiger Zeit an den Mieter verkauft. Allerdings ist hierbei der Mieter nicht zum Kauf verpflichtet. Die zweite Version ist das klassische Mietkauf-Modell, bei dem der Kauf der Immobilie innerhalb eines bestimmten Zeitraums festgelegt ist.

Vertrag für einen Mietkauf
Der Mietkauf wird anhand eines Mietkaufvertrags geregelt, in dem alle Pflichten und Rechte aufgeführt sind. Dieser Vertrag besteht aus zwei Teilen, dem Mietvertrag und der Vereinbarung über den Erwerb des späteren Eigentums. Beide müssen von einem Notar beurkundet werden. Meistens muss der Mieter vor seiner notariellen Beurkundung eine einmalige Anzahlung von bis zu 20 Prozent des Kaufpreises leisten. Das entspricht dem Eigenkapitalanteil bei einer herkömmlichen Finanzierung.

Vorteile beim Mietkauf
Ein Vorteil beim Mietkauf ist die hohe Flexibilität. Denn bei einem Optionskauf ist der Mieter nicht dazu verpflichtet die Immobilie zu kaufen und kann jederzeit umziehen. Außerdem ist die Rate stabil, da sich Mieter und Vermieter vorher einigen und sie unabhängig von der Zinsentwicklung ist. Auch eine Bank ist nicht in den Vertrag verwickelt, womit es einfacher ist für bestimmte Personengruppen, wie beispielsweise Selbstständige, eine Immobilie zu erwerben.

Nachteile beim Mietkauf
Sowohl beim Mietkauf als auch beim Optionskauf wird die Miete nur teilweise angerechnet, Der Mietkäufer verliert also monatlich einen bestimmten Teil seines bereits gezahlten Betrages. Oft werden Immobilien bei einem Mietkauf auch zu teuer vermietet. Wer sich also für einen Mietkaufvertrag entscheidet, sollte über ein hohes Einkommen verfügen, denn auch die Ansparleistungen für den späteren Immobilienkauf müssen ja parallel gestemmt werden. Großer Nachteil ist zudem, dass junge Familien bei einem Mietkauf oft keine staatlichen Fördermöglichkeiten nutzen können. Außerdem werden oft mangelhafte oder schlecht zu verkaufende Immobilien mit Mietkauf-Modellen angeboten, um sie so doch noch zu verkaufen.

Fazit: Lohnt sich ein Mietkauf und was sollten Interessenten beachten?

Interessenten sollten unbedingt jedes Mietkauf-Angebot genau geprüft und mit aktuellen Bankangeboten vergleichen. Denn unter Umständen ist die Finanzierung über eine Bank doch günstiger. Vor allem junge Familien sollten sich vorher informieren, welche Förderung für sie in Frage kommt. Mit Zuschüssen von der Kommune und zinsgünstigen Krediten vom Bundesland und der KfW fahren Familien in der Regel mit einem direkten Kauf besser als mit einem Miet- oder Optionskauf. Das Kleingedruckte im Vertrag sollten Mietkäufer sich ganz genau anschauen und sich am besten anwaltlich oder notariell beraten lassen. Und wer 20 oder 30 Prozent Eigenkapital mitbringt, sollte von einem Mietkauf Abstand nehmen und eine klassische Baufinanzierung vorziehen.

 
 
 
 
Quelle: Baufi24 / aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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